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Technik | Cambridge Audio Minx Air 100

12. Juni 2013 | 0 Kommentare

Cambridge Audio Logo
Viele Firmen im Bereich Audio und Hi-Fi bringen nun Geräte auf den Markt, die mithilfe von Bluetooth gesteuert werden können, also auch mit Smartphones und Tablets kompatibel sind. Genauso auch Cambridge Audio mit ihrer „Minx Air“-Serie – höchste Kompatibilität und exzellente Klangqualität, so zumindest die Quintessenz der Werbung. Kann das Gerät halten, was es verspricht?

Tausendundeine Audioquelle

Cambridge Audio Minx Air 100 und 200Eines der Hauptziele von Cambridge Audio war es, die Zielgruppe der Smartphone- und Tabletbesitzer anzusprechen, indem man das „Minx Air 100“ auf die Ansprüche bzw. Wünsche eben jener Kunden zurechtschneidert. Das Ergebnis: Man erreicht das Gerät nach kurzer Konfiguration per AirPlay, also WLAN-gebunden. Auf diese Weise können iPhone- und iPad-Besitzer ihre Musik direkt abspielen, ebenso wie PC-Besitzer. Programme wie iTunes, die AirPlay unterstützen, ermöglichen den Zugriff auf die eigene Musikdatenbank, man muss sich also nicht nur mit den Liedern, die auf den portablen Geräten gespeichert sind, zufriedengeben. Doch nicht alle Geräte unterstützen AirPlay, weshalb auch Bluetooth integriert wurde, um eine deutlich größere Bandbreite an Geräten abzudecken. Darüber hinaus wird aptX, eine hochwertige Bluetoothtechnik, unterstützt, damit beispielsweise HTC Smartphones oder Samsung Galaxy Tabs ebenfalls die Qualität ihrer Musiktitel vollkommen ausgenutzt werden kann.

Falls die eigene Musiksammlung nicht reicht, kann man bequem Audio-Inhalte von Plattformen wie Spotify, Napster, etc. streamen lassen. Und wer sich sogar noch mehr Variabilität wünscht, der kann an – sofern man das „Minx Air 100“ an das WLAN-Netzwerk angeschlossen hat oder die hauseigene App nutzt – Internetradio hören. Laut Cambridge Audio können auf diese Weise über 20.000 Sender empfangen werden. Fünf davon können gespeichert und per Knopfdruck auf dem Gerät angewählt werden, auf der mitgelieferten Fernbedienung ist sogar Platz für insgesamt zehn Sender; die volle Auswahl hat man in der App selbst.

Ein zusätzlicher Ethernet-Port ermöglicht eine direkte Kabelverbindung beispielsweise mit dem Router. Glücklicherweise verfügt Kompaktsystem auch über analoge Eingänge: einen 3,5 mm Eingang (auch als Aux-Anschluss bekannt) und einen Stereo-Cinch Eingang für etwas bessere Soundqualität. Der Sinn, der dahintersteht, ist, dass man nicht Bluetooth- bzw. WLAN-fähige Geräte wie manchen TV, Bluray- oder DVD-Player oder ältere MP3-Player anschließen kann. Auch wenn beispielsweise S/PDIF-Eingänge für hochqualitative (v.a. an TV-Geräten genutzt) kabelgebundene Audioübertragung fehlen, so kann man sich über die vielen verschiedenen Anschlussmöglichkeiten nicht beschweren, praktisch jedes Gerät kann als Audioquelle genutzt werden.

Und auch dafür gibt’s ‘ne App…

Cambridge Minx Air 100 auf einem BücherregalDie „Minx Air App“ dient zum einen, wie bereits erwähnt, als Kontrollstation für das Internetradio, besitzt aber auch noch die nette Eigenschaft, Lautstärke, Bass und generell EQ regeln zu können. Während Lautstärke und Bass am Gerät selbst (und auch mit der Fernbedienung) justiert werden können, so gilt dies nicht für den Equalizer. Darüber hinaus sind noch Tutorials und Videos in der App abrufbar, normalerweise sollten aber die beigelegten Instruktionen ausreichen, um alles einzurichten. Ausgelegt ist die App für sowohl für iOS (Apple-Produkte) sowie Android (Samsung-Smartphones, etc.), es muss also kaum jemand in die Röhre schauen.

Komforttechnisch gibt’s also wenig zu meckern: die Audioquelle ist flexibel und einfach anzuwählen, soundtechnische Feinabstimmung ist per App und/oder Fernbedienung möglich. Mit einer Breite von 35 cm und einer Höhe von knapp 16 cm ist das Gerät sicherlich noch zu den Kompaktanlangen zu zählen, zumal alles in einer Box ist – also kein Kabelsalat wie bei Anlagen, bei denen Hochtöner und Subwoofer getrennt sind. Auch eine gewisse Portabilität ist gewährleistet, da weder Größe noch Gewicht ein allzu großes Problem darstellen sollten; die Bassreflexöffnung dient dabei auch noch als Tragegriff. Ein einziges Manko: Das Gerät braucht mit bis zu 20 Sekunden deutlich länger zum Hochfahren als andere Anlagen.

Und wie klingt‘s?

Cambridge Audio Minx Air 100 RückseiteKommen wir zum wichtigsten Punkt, der Soundqualität – denn was nützt es schon, dass man zehntausende Audiogeräte anschließen kann, wenn alles, was rauskommt, schlecht ist? Cambridge Audio wirbt mit ihrer patentierten, in London entwickelten „Balanced Mode Radiator“-Technologie, einem darauf abgestimmten Digitalverstärker und „DSP“-Signalverarbeitung. Im Klartext heißt das: Es gibt nur zwei Treiber (einer für das linke, der andere für das rechte Signal), die sowohl für tiefe als auch für hohe Frequenzen genutzt werden, anders als bei Anlagen, in denen getrennte Treiber vorliegen (sprich: ein Subwoofer, Treiber für tiefe Frequenzen; ein Hochtöner, Treiber für mittlere und hohe Frequenzen). Dazukommt eine Samplingtiefe von 24-Bit, was durch das DSP ermöglicht wird. Sie ermöglicht eine bessere Dynamik, wodurch die Qualität der Musiktitel im Analog/Digital-Wandlungsprozess hochgehalten wird. Der Digitalverstärker dient dazu, die Musik ohne Qualitätsverlust lauter darzustellen.

Auch wenn man anfangs wegen den BMR-Treiber skeptisch ist, so erfüllen sie definitiv ihr Soll. Ein klarer und weicher Sound wird erreicht und Übersteuern, z.B. bei Audioquellen mit starkem bzw. zu lautem Bassanteil, tritt praktisch nie auf. Bei leiserem Betrieb kommen manchmal einige Höhen nicht voll zur Geltung, weshalb man definitiv den Bass individuell auf seinen Raum anpassen sollte – lieber den Bass etwas leiser drehen und dafür die Gesamtlautstärke erhöhen, auf diese Weise erhält man schlussendlich ein wunderbares Klangbild, welches in vielen Bereichen seine Stärken zeigt, von Genre zu Genre können jedoch Nachjustierungen für ein perfektes Klangerlebnis vonnöten sein (aufgrund des andersartigen Masteringprozesses in den einzelnen Genres). Manchen Musikfans mag der Digitalverstärker zu schwach sein, sprich: der maximale Lautstärkepegel zu niedrig sein.

Nutzt man analoge Eingangsquellen, die nicht unbedingt die beste Signalqualität haben, so hört man leider, wie dumpf der Sound der Audioquelle wirklich ist. Eine EQ-Nachjustierung am Gerät selbst wäre hier praktisch gewesen. Bei allen anderen Signalquellen lassen sich bei richtiger Geräteeinstellung Nuancen hören, die auf vielen anderen Anlagen verborgen bleiben. Viele Titel entfalten erst ihre volle Wirkung, beinahe, als ob man sie zum ersten Mal gehört hätte.

Fazit

Cambridge Audio Minx Air 100 FernbedienungDas „Minx Air 100“ erfüllt das, was es verspricht, makellos. Wunderbarer, kristallklarer Sound wie von teuren High-End-Geräten und ein Bataillon (oftmals kabelloser) Anschlussoptionen, dazu eine kinderleichte Handhabung. Transportabel, äußerst schick und praktisch. Lediglich kleinere Verbesserungen wären optimal für eine noch größere Freiheit: eine hochqualitative kabelgebundene Anschlussmöglichkeit (z.B. S/PDIF), Equalizer am Gerät selbst. Manchen mag die Lautstärke nicht ausreichen, jedoch ist der Klang selbst in großen Zimmern sehr raumfüllend, für den Normalkunden sollte es hier also keine Probleme geben. Wem die Features des „Minx Air 100“ gefallen, aber die Lautstärke oder der Bass nicht genügt, der kann zum im wahrsten Sinne des Wortes größeren Bruder greifen, dem „Minx Air 200“. Lediglich der Preis kann mit circa 400 bzw. 500€ Euro so manchen abschrecken, aber wer das Geld aufbringen will, macht definitiv nichts falsch.

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