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Kritik | XCOM: Enemy Unknown : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | XCOM: Enemy Unknown

4. November 2012 | 0 Kommentare
Titel:
XCOM: Enemy Unknown
Redaktions-Wertung:
Publisher:
2K Games
Plattform:
Xbox 360, PS3, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
12. Oktober 2012
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Genre:
USK:
16

Bei uns im Test: Xbox 360-Version

XCOM: Enemy Unknown hat bei seiner Ankündigung bei vielen Leuten große Erwartungen geweckt. Hauptgrund dafür ist, dass das Spiel in die Fußstapfen des Originals von 1994 tritt. Ob das Spiel nicht nur die früheren Fans zufriedenstellen kann, sondern auch neue Spieler an den Bildschirm fesselt, wird sich zeigen…

Das Spiel beginnt mit einem Zitat von Athur C. Clarke, nämlich folgendem: “Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir sind allein im Universum. Oder nicht. Beide Vorstellungen sind beängstigend.” Damit bedienen sich die Entwickler schon eines großen Namens, denn wie man weiß hat Arthur C. Clarke in Zusammenarbeit mit Stanley Kubrick die Geschichte zum Science-Fiction-Klassiker “2001: Oddysse im Weltraum” geschrieben. Im Grunde lässt sich das Zitat natürlich auf alles anwenden was mit Aliens zu tun hat, ein atmosphärischer Einstieg ist es aber allemal.

Strategie en masse

XCOM beinhaltet zweierlei Strategieaspekte, zwischen denen das Spiel hin- und herwechselt. Zum einen die rundenbasierten Schlachten gegen allerlei Alien-Ungeziefer, und zum anderen das übergeordnete Basenmanagement. Letzteres beinhaltet sowohl die Weiterentwicklung eigener Technologien, als auch verschiedene Politik rund um die Alieninvasion. Somit kämpft man nicht nur direkt vor Ort gegen die Außerirdischen, sondern muss seine Kämpfe auch geschickt vorbereiten. Besonders wichtig ist es, die Völker die Mitglied des XCOM-Projekts sind, von der Alienplage zu befreien, da sie sonst austreten und nicht mehr unter der Obhut des Spielers stehen. Werden allerdings mehrere Orte gleichzeitig angegriffen, gilt es zu entscheiden, wo man zuerst hingeht. Dadurch verlangt das Spiel immer wieder auch ein kluges Macromanagement, damit einem die Invasion nicht aus den Händen gleitet.

Vor jedem Einsatz gilt es zu entscheiden, wer alles mit auf die Reise geht. Insgesamt kann man 6 Einheiten mitnehmen. Dabei erfüllen alle Klassen verschiedene Zwecke, also sollte man sein Team mit Bedacht zusammenstellen. Im Verlauf des Spiels kann man jede Klasse mit ihrem eigenen Skilltree weiterentwickeln und Spezialfähigkeiten

freischalten. Das ganze System ist dabei sehr gut durchdacht und erzeugt sowohl mehr Tiefgang als auch Motivation.

Liebgewonnene Soldaten

Es gibt eine Sache, die XCOM besonders von ähnlichen Spielen abhebt. Die Einsatzteams bestehen nicht nur aus gesichtslosen Hau-Drauf-Soldaten, sondern man hat die Möglichkeit, seine Leute indviduell zu gestalten, sowohl ihre Fähigkeiten als auch ihr Aussehen und ihren Namen. Und je weiter das Spiel fortschreitet, desto wichtiger werden einem diese Charaktere. XCOM schafft es tatsächlich, den Spieler auch emotional an seine Figuren zu binden, weshalb man sie auch nicht einfach wie Kanonenfutter behandelt. Dadurch überdenkt man lieber jeden Schritt zweimal, bevor man es danach bereut. Seinen besten Charakter, der schon so manche Runde zum Gunsten der Menschheit entschieden hat, will man sicher nicht einfach aus Unachtsamkeit verlieren. Tut man es doch, geht einem das wirklich nahe.

Technisch ist XCOM allerdings nicht das Schmuckstück das es spielerisch ist. Die Texturen sehen irgendwie matt aus, und insgesamt wirkt die Grafik eher matschig. Dadurch hat der Stil etwas Comichaftes, was dem Spiel aber keineswegs schadet. Es gilt schließlich wie immer, dass spielerische Tugenden vor der Grafik kommen.

Fazit

XCOM hat es tatsächlich geschafft, alle Erwartungen zu erfüllen. Es ist ein hervorragendes Strategiespiel geworden, das überdies mit einer tollen Präsentation aufwartet. Man haut nicht nur Aliens kaputt, sondern tut dies mit echten Charakteren. Hat man diese Welt erst einmal betreten, ist es einem wirklich ein ernsthaftes Anliegen, sie auch zu retten. Man könnte fast sagen dass dieses Spiel Seele hat, und genau deshalb ist es so gut.

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