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Kritik | Rise of Venice : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Rise of Venice

27. September 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Rise of Venice
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Kalypso Media GmbH
Plattform:
PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
27. September 2013
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USK:
6

Adobe Photoshop PDFWir schreiben das Jahr 1455 und befinden uns in Venedig. Der goldenen Stadt des Handels, der Kultur und des Karnevals. Hier beginnt unsere Geschichte voller Verrat und Intrigen. Aber auch dem Streben nach Wohlstand und Macht.

Dieses Spiel stammt von den Machern der Patrizier- und Port Royal-Reihe. Ob die Gaming Minds Studios einen gelungenen Strategietitel abgeliefert haben, erfahrt ihr auf den nächsten Zeilen.

Jedes Ende ist ein neuer Anfang
In der Kampagne seid ihr Giacomo Da Narni. Enkel  des berühmten Soldaten Erasmo. Auf dem Sterbebett seines Opas erfährt er von den geheimen Wünschen Erasmos und was sich dieser  für seine Familie gewünscht hat. Auf seinen unzähligen Reisen hat er gesehen wie Kaufläute durch geschickten Handel mit den unterschiedlichsten Wahren zu unermesslichem Reichtum und Einfluss gekommen sind. Also bittet er Giacomo mit seinem letzten Atemzug darum diesen Traum zu verwirklich. Hier fängt eure Geschichte an. Mit nur einer einzelnen Bark, einem Segelschiff, startet ihr im Hafen von Venedig.

Eure erste Reise führt euch nach Zara, wo innerhalb  kürzester Zeit die ersten Waren gehandelt werden. Natürlich ist der Laderaum am Anfang auf wenige Fässer begrenzt.  Schon bald werdet ihr mehrere Konvois einteilen und weitere Schiffe besitzen. Eure Reisen führen euch dabei in ferne Städte wie Alexandria, Rom, oder Konstantinopel oder 1 von insgesamt 25 Städten des Mittelmeerraums.  Die Kampagne führt einen dabei die ganze Zeit an der Hand durch alle Funktionen und erklärt diese zumindest in den Grundzügen.

Gold und Einfluss
Beides gibt es im Überfluss, solange die Märkte beobachtet werden. Das Motto lautet hier ganz klar – Kaufe billig, verkaufe teuer.  Um das zu erreichen steuert ihr mit euren Schiffen die Häfen an. Per Klick wandern Grundwaren wie Hölzer, Öle, oder Wein, bis hin zu Luxusgütern wie Kleidung oder Glas,  in euren Lagerraum. Wie viel davon zur Verfügung steht, hängt von dem gesellschaftlichen Status ab, welcher von Zeit zu Zeit im Senat von Venedig angehoben werden kann. Allerdings nur, wenn der Einfluss bei den einzelnen Familien hoch genug ist. Hierzu füllt man die Lager der Stadt mit seltenen Materialien, oder besticht die im Senat vertretenden Familien. Von Zeit zu Zeit bieten diese auch Aufträge an, die bei Erfüllung neben Gold auch das Ansehen anheben.

ROV-Meerblick

Im Zielhafen angekommen wird das Schiff geleert und möglichst voll beladen auf  neue Reisen  geschickt. Anzeigen helfen euch dabei immer im profitablen Bereich zu bleiben, indem direkt beim Verkauf zu sehen ist für welchen durchschnittlichen Preis die jeweilige Ware eingekauft wurde. Zusätzlich besteht die Möglichkeit Handelsrouten zu definieren. Die Konvois laufen dann automatisch die Städte an und sorgen je nachdem wie die Einstellungen ausgefallen sind eigenständig dafür dass euer Besitz sich mehrt. Ob dem tatsächlich der Fall ist könnt ihr in ausführlichen Statistiken nachlesen und gegebenenfalls Anpassungen treffen. Werden die Waren nicht in der nötigen Menge hergestellt, werden prompt eigene Manufakturen errichtet die den Profit maximieren.

Viele Gefahren auf langen Wegen
Der wirtschaftliche Teil des Spiels ist nicht das Einzige, das es zu meistern gilt. Die Konvois sind   alleine  ziemlich schutzlos. Rivalen, Piraten und das Osmanenreich trachten danach den ersehnten Profit der Ladung an sich zu reißen. Es gibt zwar die Möglichkeit der Kapitulation, doch wer möchte sich Kampflos ergeben, wenn dies gleichzeitig bedeutet eine herbe Niederlage  einstecken zu müssen?

ROV-Vulkanausbruch-worldofvideogames.de

Um das zu vermeiden, erhöht man die Anzahl der Schiffe. Stattet diese mit Matrosen, Waffen zum Entern und Verteidigen, sowie  diversen Munitionstypen aus. Spezialwaffen, wie das Sprengfass oder die Ölspur, stehen ebenfalls zur Verfügung, sind jedoch mit Bedacht einzusetzen,  da die eigenen Truppen ebenfalls Schaden nehmen. Die Kämpfe können entweder manuell oder automatisch ausgetragen werden. Dabei ist in der Regel zu empfehlen sich selbst ans Ruder zu stellen, da ausweglose Situationen durch geschickte Taktiken doch noch überwunden werden können. Doch auch abseits der normaler Wege lauern große Katastrophen und Herausforderungen. Vulkanausbrüche, Hungernöte, Hurrikans und Seuchen gilt es klug zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Das Kerbe in jedem Spiel
Neben all den positiven Aspekten, gibt es leider auch einige Wehrmutstropfen. Bis man Seeschlachten gemeistert hat, können einige Niederlagen eintreffen. Das kann bei neuen und unerfahrenen Spielern zu Frust führen. Die Erklärungen fallen in dem Bereich leider nicht ausführlich genug aus. Ein Beispielkampf, der einem alles intensiver zeigt, wäre die bessere Lösung gewesen. Ein weiterer Kritikpunkt besteht darin, dass die Geschwindigkeit des Scrollens nicht individuell einzustellen ist. Hoffentlich wird das mit einem Patch nachgeliefert.

Fazit
Obwohl die Geschichte gemächlich und relativ langweilig beginnt, schafft sie es den Spieler innerhalb kürzester Zeit in seinen Bann zu ziehen und man möchte gerne wissen wie sie sich weiter entwickelt. Das gut ausgebaute Handelssystem und die vielen Möglichkeiten sorgen dabei für einen Stundenlangen Spielspaß. Die Beilagen bei dem Spiel (Eine Ausführliche Anleitung und eine Seekarte mit allen Städten) und die Tatsache, dass hier auf eine Accountbindung verzichtet wurde, zeigen dabei deutlich, dass den Entwicklern und dem Publisher der Spieler besonders wichtig ist. So etwas sollte durch einen Kauf unterstützt werden.
Von mir also für alle Fans von Wirtschaftssimulationen und der Patrizier Reihe zu empfehlen, die nicht das Mikromanagement scheuen  und sich schon auf lange Partien alleine oder im Multiplayer freuen.

 

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