Warning: mkdir() [function.mkdir]: Permission denied in /www/htdocs/w0123c02/worldofvideogames/wp-content/plugins/Docs/Docs.php(35) : runtime-created function on line 49
Kritik | Fallen Enchantress: Legendary Heroes : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Fallen Enchantress: Legendary Heroes

2. September 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Fallen Enchantress: Legendary Heroes
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Kalypso
Plattform:
PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
16. August 2013
Loading...Loading...
Genre:
USK:
12

LH_DE_PC_OWP_ANNA_v2.inddIn einer Welt in der alles verloren scheint, erheben sich Menschen die imstande sind, das Schicksal vieler zu lenken. Sie sind dazu in der Lage, Elemental wieder auf zu bauen oder in das ewige Chaos zu stürzen. Ob sich dieser Fantasy-Strategie-Titel mit all seinen Drachen, Elementaren und Kobolden lohnt, oder ob Stardock Entertainment einen lieblos programmierten Einheitsbrei abgeliefert hat, könnt ihr in diesem Test erfahren.

Ein Kampf der Titanen

Die Handlung ist wenig einfallsreich und wurde so, oder so ähnlich bereits häufiger gehört. Die Welt Elemental ist durch einen magischen Krieg verwüstest worden. Aus der Asche der Gefallenen erheben sich neue Anführer. Diese sind in der Lage die Zaubersplitter zu beherrschen und können dadurch starke Magie wirken. Als einer dieser Anführer ist es nun die Aufgabe des Spielers das Reich zu erobern. Dabei stellen sich einem mehrere Nationen in den Weg, die es entweder auszuschalten, oder für sich zu gewinnen gilt. Bei Fallen Enchantress handelt es sich um eine Mischung aus Heroes of Mighty and Magic und Civilisation. Serientypisch bieten sich für den Sieg über die Feinde also 4 Möglichkeiten an. Die Eroberung, der diplomatische Sieg, Meisterquest und der Zauber der Erzeugung, was mit einem Forschungssieg gleichzusetzen ist.

Für den Eroberungssieg müssen alle übrigen Königreiche vernichtet werden. Der diplomatische Sieg wird durch eingegangene Bündnisse erreicht. Der Zauber der Erzeugung wird durch Forschung freigeschaltet und muss aktiv gezaubert werden. Der Sieg durch die Meisterquest ist etwas schwieriger zu erlangen. Diese muss nämlich zuerst gefunden werden und ihr Ort kann zufällig irgendwo auf der Karte liegen. Ist diese epische Quest erfüllt, weht als Belohnung der süße Duft der Niederlage der Gegner durch die Gegend.

Divide and Conquer

dragon-2Teile und Herrsche – Was bereits bei den alten Römern funktionierte, muss in einem rundenbasierten Titel doch auch klappen. Der Anfang beginnt damit, dass man sich einer von 10 Fraktionen anschließt. Kurz darauf wird der Held ausgewählt. Dieser kann aus einem vorgefertigten Charakter bestehen, es stehen ebenfalls 10 Stück zu Auswahl, oder er wird individuell erstellt. Hierbei kann das Aussehen mit vorgefertigten Sets (Haaren, Gesichtszügen, Farben, usw.) verändert werden. Neben dem Aussehen wird zu Beginn die Magieschule festgelegt, welche jeweils einem der 4 Elemente zugeordnet ist. 2 davon kann jeder Charakter in sich vereinen.

Sobald die Anfangseinstellungen getroffen wurden, geht es auch schon raus in die Welt von Elemental. Zu Beginn ist die Armee noch sehr klein und unerfahren. Doch je mehr Zeit auf der Karte verbracht wird und je mehr Kämpfe bestritten werden, desto mehr Erfahrung sammelt jede Einheit. Sobald der Held die zweite Stufe erreicht, wird ihm eine von 5 Klassen zugewiesen. Jede dieser 5 Klassen besitzt einen eigenen Fertigkeitsbaum, der nach jedem Stufenaufstieg um jeweils einen Skillpunkt aufgewertet wird.

Neben dem Rollenspielteil, kommt ein großer Strategiepart zum Tragen. So müssen wie in Civilisation Städte gebaut oder erobert werden. Der Platz sollte möglichst geschickt zu wählen, da ein großer Ressourcenzugang den Einstieg stark vereinfachen kann und auf höheren Schwierigkeitsstufen durchaus sehr früh über Sieg oder Niederlage entscheidet.

LH-main map-5Neben den ganzen Fraktionen, Monstern und Ressourcen, lassen sich auf der Karte und nahezu an allen Orten verschiedene Quests finden. Bevor die Quest angenommen werden kann, wird der Hintergrund in einem auftauchendem Textblock erläutert. Die Aufgaben gehen selten über „Gehe zu Punkt A und töte B. Bringe dann Gegenstand C nach Ort D“ hinaus. Stardock Entertainment versteht das jedoch sehr gut den eintönig gestalteten Missionsverlauf aufzulockern, indem regelmäßig moralisch angehauchte Entscheidungen getroffen werden müssen. So kann er z.B. ein Dorf verteidigen, oder es aber mit den einfallenden Banditen überfallen. Nach jeder beendeten Quest erlangt man so wertvolle Erfahrungs- und Ruhmpunkte. Letztere sind entscheidend, damit sich dem Helden neue Anführer anschließen, welche wiederum eine eigene Armee befehligen können.

Das Herzstück sind die rundenbasierenden Kämpfe. Nachdem jede Armee ihren Zug gemacht hat ist die nächste Fraktion an der Reihe. Treffen dabei zwei verfeindete Parteien aneinander, wechselt die Ansicht in den taktischen Modus. Hier führt jede Einheit der Armee je nachdem wie hoch die Initiative ist eine Aktion aus. Neben dem normalen Repertoire welches Bewegung, Verteidigung und Angriff beinhaltet, kann die Aktion aus einem Zauber, wie z.B. einer mächtigen Feuerkugel oder einer spezifischen, teilweise auch waffenabhängigen Fähigkeit bestehen.

Kleinigkeiten bedeuten Qualität

Es gibt viele positive Dinge hervorzuheben, die es rechtfertigen immer mal wieder in die Welt von Elemental abzutauchen. Das Balancing der Einheiten ist sehr gut geraten. Jede hat dabei ihre eigenen Vor- und Nachteile. So ist ein versierter Spieler auch mit einer vermeintlich unterlegenen Armee dazu in der Lage eine stärkere zu schlagen. Es müssen lediglich die richtigen Fähigkeiten zur richtigen Zeit genutzt werden.

TacticalBattle-LH-1Neben dem Balancing sind die vielen Details von Bedeutung. Jeder der sich immer darüber aufgeregt hat, dass andere Ausrüstung sich nicht auf das Aussehen auswirkt, wird hier glücklich werden. Ein neues Schwert, oder neuer Schild ändern tatsächlich das Abbild auf der strategischen Karte. Es ist sogar möglich die normalen Einheiten zu editieren und mit neuer Ausrüstung auszustatten.

Doch das Beste, was es hervorzuheben gilt ist eigentlich nicht das Spiel selbst. Es ist die Retailversion. Hier hat sich Stardock Entertainment richtig ins Zeug gelegt und eine Ausführliche, 63 Seiten umfassende Anleitung in die Hülle gepackt. Das passiert heutzutage leider nicht mehr häufig. Als kleines Extra gibt es sogar ein Poster in der Größe zweier DIN A4 Seiten oben drauf. All jene welche gerne an neuen Anleitungen schnuppern kommen hier also auf jeden Fall auf ihre Kosten.

Kleinigkeiten bedrohen auch die Qualität

Wo es Licht gibt, da gibt es auch Schatten. Neben all den netten Ideen die die Entwickler eingebaut haben, finden sich ebenfalls einige Unzulänglichkeiten. So arbeitet der Rechner bei größeren Runden ungewohnt lange, bis auch die letzte Einheit ihren Zug beendet hat. Die Bewegungen können zwar abgeschaltet werden, erhöhen die Zugraten aber nicht deutlich genug. Gerade wenn wieder eine kurze Ladezeit eintritt und die KI plötzlich die nächste Einheit auswählt, kann es schon einmal zu einem ungewollten Zug kommen der ein Neuladen erfordert. Dieses könnte jedoch umständlicher nicht sein. Das Speichern ist zwar jederzeit aus dem Spiel heraus möglich, jedoch kann das Laden nur aus dem Hauptmenü erfolgen. Das wirkt eher unnatürlich und kann gerade vor schwierigen Kämpfen stören.

TacticalBattle-LH-4Zusätzlich gibt es den ein oder anderen Fauxpas oder Bug der nicht hätte sein müssen. So konnte das Tutorial auch beim zweiten Anlauf nicht beendet werden, da ein Trigger nicht ausgelöst hat. Dämliche Übersetzungsfehler, wo sie nicht hingehören, können den Spaß bereits zu Beginn vermiesen. Wenn man damit wirbt, dass das Spiel komplett lokalisiert ist, dann sollte auch Korrektur gelesen werden. Bereits im ersten Text ein „Ihr/Ihre/Sie“ im Fließtext vorzufinden ist nicht gerade schön.

 

Fazit

Rundenstrategen, die einen liebevoll gestalteten Mix aus RPG, Strategie und Fantasy gesucht haben, werden hier auf alle Fälle fündig werden. Diese werden Fallen Enchantress auch immer mal wieder gerne hervorholen um für einige Zeit in der Virtualität zu versinken. Denn es macht wirklich Spaß. Wer also gerade eine Flaut im Regal hat, kann bedenkenlos zugreifen und in die Welt von Elemental abtauchen. Diejenigen die eine epische Story, realistische Grafik und ein penibles Auge mitbringen, sollten besser eine Ecke weiter gehen.

Empfohlene Artikel:

  • Kein empfohlenen Artikel

Hinterlasse ein Kommentar