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Kritik | London 2012 – Das offizielle Videospiel der Olympischen Spiele

26. Juli 2012 | 0 Kommentare
Titel:
London 2012
Redaktions-Wertung:
Publisher:
SEGA
Plattform:
PS3, Xbox 360, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
29. Juni 2012
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Genre:
USK:
0

Bei uns im Test: PS3-Version

Es nähert sich mit schnellen Schritten wie ein 100m-Sprinter der Ziellinie. Die ganze Welt ist gespannt wie der Bogen eines Bogenschützen. Die Stimmung ist auf der einen Seite angespannt wie die Muskeln eines Gewichthebers, auf der anderen ist sie so heiß wie die Beachvolleyballerinnen in ihren knappen Outfits. Die Rede ist natürlich von einem DER Sportereignisse dieses Jahres, den Olympischen Spielen in London. Nachdem die Fußball-Europameisterschaft nun schon gefühlte Monate vorbei ist, blickt die Sportwelt gen England, wo sich in der Hauptstadt Athleten aus der ganzen Welt zum Kampf um die begehrten Medaillen treffen. Natürlich darf ein entsprechendes Videospiel nicht fehlen, immerhin ist so ein Ereignis bzw. Game grundsätzlich prätestiniert für jede Menge Spielspaß. Ob auch SEGA die Hürde(n) erfolgreich genommen oder sich nur mit Ach und Krach ins Ziel gerettet habt, erfahrt ihr hier.

Die Spiele sind eröffnet!

Mit großer Freude habe ich die dünne Scheibe in meine Konsole gesteckt. Endlich wieder ein Spiel, das einfach zu Zock- und Wettkampfabenden mit seinen Freunden einlädt. Wie viele schöne Stunden, bittere Momente und spannende Minuten hatte ich damals auf der PS2 schon mit meinen Freunden und Athens 2004 verbracht. Das Feuer war also schnell in mir entfacht. Blöd war nur, dass ich beim Antesten von London 2012 erst mal alleine war. Aber kein Problem, denn das Spiel sollte ja auch was für Einzelspieler bieten.

So habe ich mich direkt in den Olympischen Modus gestürzt und mich für eine Nation entschieden, mit der ich antreten wollte. Direkt danach war ich das erste mal positiv überrascht. Denn wie es sich gehört, gab es, unterstützt von englischen Kommentatoren – das Spiel selbst ist bis auf das Gesprochene auf deutsch – eine kleine Eröffnungsfeier, die wirklich nett anzuschauen war und mit einem Feuerwerk beendet wurde. Die Spiele sollten also nun endlich für mich beginnen.

Go for Gold!

Der Olympische Modus verläuft über mehrere Tage, an denen jeweils zwei Disziplinen ausgetragen werden. Stehen am ersten Tag nur vier zur Auswahl, werden es dann in den nächsten Tagen mehr bis dann am Ende nur noch Wettkämpfe übrig bleiben, die man bestreiten muss. So hat man auf dem Schwierigkeitsgrad normal, bei dem der Olmypische Modus zehn Tage andauert, zwanzig festgelegte Disziplinen, die man absolvieren muss, die man sich aber eben frei einteilen kann. Ob das wirklich viel Sinn macht, weil man ja eh irgendwann die vorgegebenen Disziplinen spielen muss, mag dahingestellt bleiben.

Am ersten Tag habe ich mir dann jedenfalls zwei Wettkämpfe ausgesucht. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich noch die Namen und das Aussehen der Athleten ändern können. Zwar nicht individuell, was das Äußere anbelangt, sondern aus einer Auswahl an vorgegebenen Charakteren, aber immerhin. Nachdem ich mich entschieden hatte, alles so zu belassen, ging es mit der Qualifikation für den Finaldurchgang los, was bei diesem Modus Standard ist. Das mag zwar am Anfang noch interessant sein, weil man in der Regel unter die ersten vier Plätze gelangen muss, um im Finale zu sein, kann dann aber später, wenn man sich eingespielt hat bei einigen Disziplinen wie dem Skeetschießen, das aus acht Durchgängen besteht, ein wenig lästig sein, weil es dann natürlich schon eine gewisse Zeit braucht, bis die Quali vorbei ist und man vielleicht schon nach der Hälfte sowieso so gut wie im Finale steht.

Knopf, links, Knopf, Knopf, rechts, oder wie?

Vor Beginn jeder Disziplin hat man die Möglichkeit, eine Einführung zu machen, in der man mit der Steuerung vertraut gemacht wird. Besonders toll daran ist, dass man bereits hier aktiv eingreift und so schon mal ein Gefühl dafür bekommt. Das ist allemal besser als es einfach nur gezeigt zu bekommen. Wer etwas vergessen hat, kann sich aber auch noch im Pausemenü die Bedeutung der einzelnen Knöpfe anzeigen lassen.

Das wird jedoch wahrscheinlich nicht so oft nötig sein, denn die Steuerung an sich ist oft ziemlich leicht und beschränkt sich auf wenige Tasten. Beim Sprint wird mit Ausnahme des Ins-Ziel-Hechtens nur ein Knopf benutzt, beim Bogenschießen nur die Sticks und bei den Schwimmdisziplinen im angenehmen Wechsel ein bis zwei Knöpfe und die Analogsticks. Wenn auch die Steuerung schnell verinnerlicht ist, heißt das noch lange nicht, dass man tolle Weiten, Zeiten oder Punkte erzielt. Denn bei London 2012 ist auf jeden Fall das Gefühl für den richtigen Rhythmus und das richtige Timing aber auch ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt.

Wer in den Laufdisziplinen wie ein Verrückter auf den Knopf drückt, der schießt mit seinem Balken aus der Leiste in den roten Bereich und macht seinen Läufer damit langsam. Wer beim Schwimmen die Arme mit Hilfe der Analogsticks zu schnell oder ungleichmäßig bewegt, sorgt dafür, dass sich sein Olympionik fast gar nicht mehr bewegt. Das soll jetzt zwar nicht heißen, dass man überhaupt keine Fehler machen darf, um erfolgreich zu sein, aber wenn sich diese häufen, sieht es natürlich eher schlecht aus.

Besser sehen dagegen die Orte aus, an denen die Spiele stattfinden. Ob im Stadion selbst, im Aquatics Centre oder sonst beim Bogenschießen, etc., die Spielplätze sehen gut aus und die Ränge sind allesamt gefüllt. Die Zuschauer sorgen für ordentlich Stimmung und es kommt auf jeden Fall eine tolle Atmosphäre zustande. Sehr gelungen ist auch die Siegerehrung nach jedem Wettkampf, bei der die Fahnen gehisst und die Nationalhymnen abgespielt werden. Das scheint auch den Zuschauern zu gefallen, denn nicht mal in diesen Momenten geben sie Ruhe und jubeln stattdessen fröhlich, laut und munter vor sich hin.

Wenn wir schon beim Optischen sind, können wir ansonsten festhalten, dass auch die Athleten gut aussehen. Wenn die Turmspringer mit nacktem Oberkörper aus dem Wasser kommen, dann sieht das schon toll aus… ääähhh, bitte nicht falsch verstehen. Schade ist nur, dass dieselben anscheinend nur drei Gefühlsregungen haben, je nach dem, ob sie gut, schlecht oder mittelmäßig springen. Macht man drei gute Sprünge nacheinander, ist es schon ein wenig unvorteilhaft, wenn sie dann auch dreimal in Folge gleich jubeln. Und warum es beim Bahnradfahren bei den auftretenden Kollisionen solcher Stärke keine Stürze gibt, bleibt wohl ein Rätsel.

Weitere Rätsel… bei einem Sportspiel?!

Nachdem ich meine ersten Olympischen Spiele in London absolviert hatte, hatte ich genau zwanzig Disziplinen gezählt und mich gewundert. Dass das nicht alles sein konnte, wusste ich ja und wurde auch schnell fündig, nämlich im Disziplinmodus. Hier kann man sich aus den über 45 Disziplinen eine Liste aus maximal acht Wettkämpfen zusammenstellen und mit bis zu vier Spielern diese runterrattern. Ja, die Liste ist leider auf acht Disziplinen begrenzt, nein, im Olympischen Modus, gibt es auch nicht alle Disziplinen – auf dem Schwierigkeitsgrad schwer ein paar mehr als zwanzig – und ja, der Olympische Modus kann nur solo bestritten werden. Wieso, weshalb, warum… keine Ahnung… Rätsel halt…

45 Disziplinen, das hört sich ja erst mal viel an. Natürlich kann man fast, also nicht ganz die Hälfte abziehen, denn ob ich 100m, 200m oder 400m sprinte, ob ich 100m Brust, Freistil oder Sonstiges schwimme, ob ich mit einer Frau oder einem Mann Skeetschießen mache, ob ich vom 3m-Brett oder vom Zehner springe, das ist ja nun wirklich fast egal. Entsprechend gibt es dann auch nicht die Riesenvariation bei der Steuerung. Beim Schwimmen muss ich mal beide Analogsticks gleichzeitig bewegen, mal einen nach dem anderen, aber viel anders ist das eben nicht. Auf der anderen Seite muss man natürlich sagen oder besser sich fragen, wie man es denn hätte anders machen sollen. Klar, Möglichkeiten gibts sicherlich, aber wäre doch auch Schwachsinn, wenn man beim 100m-Lauf nur einen Knopf bräuchte und beim 200m-Lauf dann auf einmal mit den Analogsticks oder sonst was arbeiten müsste. Es ist halt nicht einfach, in dieser Hinsicht alle 100%ig zufriedenzustellen.

Leider – man muss es fast schon so sagen – gibt es aber auch Disziplinen, die dermaßen einfach sind, dass sich die Ergebnisse bei den einzelnen Versuchen nur marginal unterscheiden. Beim Kugelstoßen gelang mir auf Anhieb ein Weltrekord, was eigentlich bei jedem drin sein sollte. Denn am Anfang nur Kraft aufbauen durch schnelles Drücken einer einzigen Taste und dann im richtigen Moment den Stick nach vorne bewegen… also die restlichen fünf Versuche bewegten sich alle im selben Bereich. Ähnlich ist es beim Gwewichtheben, wo man fast direkt schon auf Rekordgewicht gehen kann. Hier ist es übrigens schön anzusehen, wie die Köpfe der Athleten rot, die Muskeln dicker und die Gesichter verkrampfter werden, toll gemacht!

Dabei sein ist alles

Freunde von Move oder Kinect können sich freuen, denn auch hier bietet das Spiel einige Möglichkeiten. Daneben gibt es einen Online- sowie einen Partymodus, der einige Fantasiedisziplinen, sprich Abwandlungen von den normalen beinhaltet. Neben Wettkämpfen, die man zusammen bestreitet, wie dem Synchron-Turmspringen, gibt es auch Herausforderungen für zwei bis vier Spieler, die bei erfolgreichem Meistern wiederum neue freischalten. Daneben gibt es Outfits, etc. zu gewinnen… das übliche halt. Von den eher unüblichen oder besser gesagt nicht klassischen Sportarten, die dabei sind, wären Beach-Volleyball, Tischtennis, Schnellpistole oder Kajak zu nennen. Ach ja und 3D bei entsprechender Ausrüstung ist ebenfalls am Start.

Fazit

London 2012 macht Spaß! Es wirft an der einen oder anderen Seite einige Fragen auf, macht aber dennoch Spaß und ist nahezu gleichermaßen geeignet für Familien oder Zockerabende mit Freunden. Dass solche Spiele alleine weniger Spaß machen als in einer Gruppe, muss ich keinem erzählen. Aber auch solo macht die nicht immer leichte Jagd nach Rekorden und Medaillen… Spaß. Und das ist doch das wichtigste. Auch wenn zehn Schwimmdisziplinen vorhanden sind, die nahezu gleich sind, macht das Spielen… na ihr wisst schon.

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