Kritik | EA Sports MMA

27. November 2010 | 0 Kommentare
Titel:
EA Sports MMA
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Electronic Arts
Plattform:
PS3, Xbox 360
LeserInnen-Wertung:
Release:
21. Oktober 2010
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Genre:
USK:
18

Nach dem sehr guten UFC Undisputed 2010 kommt mit EA Sports MMA nun der große Konkurrent auf den Markt. Die Messlatte wurde von THQ hochgelegt, da stellt sich natürlich die Frage, ob EA da mithalten kann oder sogar ein noch besseres und realistischeres Game auf den Markt gebracht hat?

Übung macht den Meister

Ähnlich wie bei dem oben angesprochenen Konkurrenten ist die Steuerung nicht so ganz leicht zu erlernen. Das war aber schon im Vorfeld klar, denn wie will man so viele Schläge, Tritte und Griffe sonst auf nur einem Controller unterbringen? Geschlagen wird mit dem rechten Stick, was anfangs relativ gewöhnungsbedürftig ist und manchmal schleicht sich das Gefühl ein, dass das Spiel erst immer 1-2 Sekunden später auf die ausgeführte Attacke reagiert, aber man gewöhnt sich schnell dran. Sehr zu empfehlen ist der Modus “MMA Einmaleins”. Dort erlernt man die Grundlagen, wie das Blocken von gegnerischen Angriffen. Oben wird befindet sich eure Ausdaueranzeige. Bei einem Angriff mit vielen Attacken sinkt diese gewaltig schnell. So ist man gezwungen, die ganze Zeit im richtigen Moment den richtigen Schlag oder Tritt anzuwenden, damit der Kämpfer nicht bereits nach ein oder zwei Minuten völlig am Ende ist. Die Anzeige lädt sich nach einiger Zeit ohne gegnerischen Treffer auf. Der ganze Kampf kommt dadurch ziemlich realistisch daher. Klasse sind auch die Phasen, wo man selber, oder der Gegner, schwer angeschlagen sind. Ein widerlich klingender Ton fiept in eurem Ohr, das Bild verfärbt sich leicht. Die Kämpfe kommen unfassbar intensiv rüber, man spürt praktisch jeden Treffer selber. Da kommt echtes Feeling auf, das hat EA wunderbar hinbekommen. Nochmal kurz zur Steuerung: Sie ist zwar schwer, aber natürlich lernbar. Spätestens nach den ersten 9-10 Kämpfen sollte man sich eingefunden und seinen eigenen Kampfstil entwickelt haben.

Das Herz des Spiels, der Karrieremodus!

Es dürfte keine große Überraschung sein, dass der Karrieremodus der Hauptbestandteil von EA Sports MMA ist. Als allererstes erstellt ihr euren eigenen Kämpfer. Dabei fällt die Auswahl an Frisuren, Tattoos, Bärten, Kopfformen und vielem mehr recht groß aus. Im besten Falle kämpft ihr euch dann nach und nach an die Weltspitze, doch bis dahin ist es ein langer Weg. Ihr werdet immer 8 Wochen vor dem nächsten Kampf über euren Gegner informiert, über dessen Stärken und Schwächen. Bis zum Kampf nutzt ihr dann eure Zeit sinnvoll und trainiert, was das Zeug hält. In folgenden Kategorien könnt ihr euren Kämpfer verbessern: Stand, Clinch, Boden und Submission. Nach jedem gewonnenen Kampf kriegt ihr natürlich eine Prämie. Das Geld wird dann in Reisen eingesetzt. Ihr reist beispielsweise nach Las Vegas, Los Angeles, Rio de Janeiro, Tokio oder Liverpool, um dort in spezialisierten Trainingshallen eure Fähigkeiten zu verbessern und zu verfeinern. Insgesamt könnt ihr 16 Special Moves erlernen, alle auf euren Reisen. Wenn ihr erfolgreich seit, wechselt ihr nach einiger Zeit zu einem größeren und bekannteren Verband. Eure Popularität wird auch mit der Zahl der Zuschauer klar. Während man am Anfang in kleinen Trainingshallen vor nur wenigen Fans kämpft, befindet man sich nach einigen Spielstunden in prall gefüllten, von Blitzlichtgewitter übersäten Arenen. Vor solch einer Kulisse macht das Kämpfen natürlich doppelt Spaß. Es klingt bisher, als wäre der Karrieremodus perfekt gelungen, doch kleine Schwächen sind vorhanden. Die Trainingseinheiten sind relativ langweilig und unspektakulär, zum Glück kann man sie auch simulieren. Desweiteren könnte das Ganze noch etwas umfangreicher sein und nicht nur aus Kampf und Training bestehen, zudem hakt der Modus etwas, zum Glück nur außerhalb des Kampfes.


Nette Optik / Soundprobleme

Optisch gesehen gibt es keine großen Kritikpunkte. Die Kämpfer sehen verdammt gut aus, der Schweiß, sowie die kleinen oder auch mal größeren Cuts sehen ziemlich echt aus. Natürlich sieht man auch wie die Muskeln sich bewegen – klasse! Auch am Aussehen der Hallen gibt es nichts auszusetzen. Allerdings gibt es beim Sound das ein oder andere Problem. Wenn man das Spiel erstmals einlegt, kann es sein, dass alles ohne Ton läuft. Anscheinend ist den Entwicklern ein kleiner Fehler unterlaufen. Nach langem Recherchieren kommt man so langsam auf des Rätsels Lösung. Ihr müsst euren Audio Ausgang auf Scart umstellen (Playstation 3 Version) und schon funktioniert’s. Warum auch immer. Nun hört man auch endlich den netten Soundtrack, sowie die höchst gelungene Atmosphäre im Kampf.


Fazit


EA Sports MMA
weiß von vorne bis hinten zu gefallen und weist keine groben Schnitzer auf. Alles wirkt sehr ausgereift. Selten hat man so ein intensives Kampferlebnis selber spielen dürfen. Die Steuerung passt perfekt und entfaltet sich mit der Zeit immer mehr. Auch an der Soundkulisse sowie der Grafik gibt es nichts auszusetzen. Ob das Spiel nun besser ist als UFC Undisputed 2010 ist schwer zu sagen. Auf dem selben Level ist es aber allemal und ein Kauf für Fans dieses Sports ist Pflicht!

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