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Kritik | Rune Factory: Oceans : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Rune Factory: Oceans

15. Oktober 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Rune Factory: Oceans
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Koch Media GmbH
Plattform:
PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
17. August 2012
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Genre:
USK:
6

p-image-23070″ />„Harvest Moon, in dem man ein Schwert führt.“, so beschrieb der Produzent der Harvest Moon-Spiele, Yoshifumi Hashimoto einst Rune Factory und fasste das Game so ziemlich treffend in nur einem Satz zusammen. Inwieweit das aber auch für das aktuelle Rune Factory: Oceans – auch bekannt als Rune Factory: Tides of Destiny -, dem ersten aus dem Rune Factory-Universum für die PlayStation 3, gilt, haben wir für euch getestet. Wie der Titel bereits verrät, geht es diesmal auch auf hohe See. Na dann: Schiff oder… Golem ahoi!

Die Frau im Mann

Rune Factory: Oceans erzählt die Geschichte der beiden Freunde Aden und Sonja und ihrem eigentlich eher wenig spektakulären Leben auf der Insel Fenith… bis zum Beginn des Spiels. Denn schon nach wenigen Momenten werden sie auf mysteriöse Weise in eine andere Zeit befördert. Zwar befinden sie sich, wie sich nach kurzer Zeit herausstellen soll, immer noch auf der besagten Insel, doch ist Vieles anders: die Personen kennen sie nicht, von den überzähligen Erzdrachen, die über ihrer Insel kreisten, ist gerade einmal nur einer zu sehen, die Gebäude haben sie nie zuvor erblickt und das Skurrilste: Sonja steckt im Körper von Aden! Zum Glück sind die Dorfbewohner, allen voran eine der Gasthausbesitzerinnen namens Odette so freundlich – schließlich könnten sie uns auch für verrückt halten, wenn Sonjas Stimme plötzlich aus dem Nichts ertönt und sie auch noch mit unserem Körper spielt, indem sie verrückte Bewegungen macht – und nehmen uns liebevoll auf. Auf dem Weg zu unserer neuen Bleibe zeigt sie uns gleich mal die wichtigsten Plätze der Insel und wir lernen gleich ein paar neue Freunde kennen. Jetzt können wir also beruhigt der ganzen Sache auf den Grund gehen und zunächst versuchen, die später ebenfalls spielbare Sonja aus unserem Innern herauszubekommen…

Bevor wir aber ins Bett gehen, um uns von den Ereignissen der letzten Stunden ein wenig zu erholen, stolpern wir über ein Samenkorn, das Sonja unbedingt einpflanzen will. Da sie uns wahrscheinlich die ganze Nacht nicht schlafen lassen würde, wenn wir es nicht täten, erfüllen wir ihr den Wunsch. Am nächsten Morgen staunen wir dann nicht schlecht, als aus dem kleinen Körnchen plötzlich ein riesiger Golem geworden ist. Diesem können wir – wie den beiden Protagonisten übrigens auch – einen individuellen Namen verpassen. Ab hier steht uns der Riese zur Verfügung und soll uns helfen, die Meere zu erkunden und neue Inseln zu entdecken.

So führt er uns gleich mal auf ein neues Eiland, das er aber zunächst noch aus dem Wasser heben muss. Darauf gelandet, müssen wir feststellen, dass es dort nur so vor Monstern wimmelt. Zum Glück liegt da aber diese Schatztruhe, aus der wir uns eine Waffe aussuchen und uns auf Monsterjagd begeben dürfen, wobei wir unsere Waffe mit nur einem einzigen Knopf schwingen. Unsere Widersacher kommen immer wieder aus den verschiedenfarbigen Portalen herausgeschossen. Erst wenn

wir ein Tor zerstören, bringen wir das Nachrücken an dieser Stelle zum Stillstand.

Unsere Gegner müssen wir jedoch nicht zwangsläufig eliminieren. Wir erhalten dann zwar hier und da mal den einen oder anderen Gegenstand von ihnen, jedoch können wir auch zärtlich mit ihnen umgehen und sie für uns gewinnen. Hat ein Monster unsere Zuneigung gewonnen, können wir auch diesem einen Namen verpassen, bevor es in der Monsterscheune im Inneren unseres Golems verschwindet. Mit der Zeit erkunden wir nämlich auch neue Inseln, auf denen wir Landwirtschaft betreiben können. Und da auf der Insel Fenith selbst nichts angebaut werden kann und daher Materialien entsprechend teuer sind, kann man die lustigen gezähmten Gesellen an den verschiedenen Orten die Arbeit machen lassen, um neue Früchte, etc. anzubauen, zu erlangen und sie dann verwenden, verkaufen, usw. Jedes Monster hat dabei seine eigenen Fertigkeiten. Manche lassen sich auch gut mit in den Kampf nehmen, andere wiederum spazieren gemütlich hin und her und liefern Eier, Wolle oder Milch.

Nicht nur Bauer, auch Schmied und Koch will gelernt sein

Auf unserem Abenteuer versuchen wir uns auch als Meisterkoch oder Schmied und kreieren leckere Speisen oder stärkere Waffen. Die Zutaten erhalten wir wie gesagt aus eigenem Anbau, durch das Beseitigen von Monstern, durch entsprechende Käufe oder wir stellen sie uns einfach selber her. Egal jedenfalls, was wir auch auf der Insel machen, ob wir Leute begrüßen, laufen, springen, angeln oder schlafen, für alles sammeln wir Erfahrungspunkte. Im Umgang mit den Waffen münden solche Punkte in neuen Techniken, die wir dann anwenden können.

Bei all den Sachen, die man auf seinem Weg macht, sollte man seine Ausdaueranzeige im Auge behalten. Denn irgendwann kann es sein, dass man mitten im Kampf einfach zusammenbricht. Das ist jedoch insofern weniger schlimm, als dass man dann in seinem Bettchen auf Fenith Island aufwacht und einen neuen Tag mit neuer Kraft angehen kann… außer, man hat sich erkältet. Gleiches widerfährt einem, wenn man bis um fünf Uhr morgens auf den Beinen bleibt. Richtig, in Rune Factory: Oceans spielt die Zeit auch eine Rolle. Draußen vergeht die Zeit schneller als in einem Gebäude. Es gibt einen Kalender, der Ereignisse festhält, an denen man teilnehmen kann oder die man einfach beachten sollte.

Dank einer Übersichtskarte sieht man die aktuellen Aufenthaltsorte der einzelnen Dorfbewohner, denn auch die Beziehungen zu denen wollen gepflegt und deren Aufträge erfüllt werden. Redet oder unternimmt man etwas mit seinen Freunden, steigt man in deren Gunst. Es geht sogar soweit, dass man in diesem Spiel auch heiraten und eine Familie gründen kann. Man merkt recht schnell, die Möglichkeiten in diesem Game sind ziemlich zahlreich.

Ähm, gabs da nicht auch ne Story?

Natürlich gibt es in dem Spiel auch eine Handlung, die immer mal wieder von wirklich schönen Zwischensequenzen untermalt wird. Die Geschichte an sich ist jedoch nicht so sehr spannend und es kann bei den Nebenaufgaben und den zahlreichen Nebenspielplätzen eine Zeit dauern bis man entsprechend voranschreitet.

Auch optisch ist das Spiel – abgesehen von den Sequenzen im Anime-Stil und einigen liebevollen Details – eher kein Hochgenuss. Die Wii-Ummantelung ist klar erkennbar, die Texturen sind wie Animationen hier und da wirklich unter mittelmäßig und Objekte, wie die Blätter der Bäume sehen in einer Nahansicht aus wie noch vor Jahren. Zum Teil ein wenig nervend sind die Gesten des Hauptdarstellers, der bei Anklicken eines Objektes immer dieselbe Handbewegung macht. Auch zu Beginn des Spiels, als Odette uns auf die kleine Inselführung nimmt, werden die Nerven schon ein wenig auf die Probe gestellt, wenn wir unserer neuen Freundin folgen sollen, sie vorausgeht, die Szene wechselt und sie uns immer wieder auf gleiche Weise zu sich winkt und wir dann in der nächsten Szene feststellen, dass sie eigentlich direkt vor uns oder maximal paar Schritte entfernt von uns steht. Auch die Reaktionen der einzelnen Charaktere sind ein wenig gewöhnungsbedürftig, hier macht es blink und kleine Herzchen fliegen umher, da macht es bong und eine Träne erscheint im Gesicht der Figur, hier macht es plong und… naja und so weiter und immer wieder eben.

Das können auch die Move-Unterstützung, auf die man nicht wirklich zurückgreifen sollte sowie der Sound nicht wettmachen. Die Dialoge sind nur alibimäßig vertont. Wenn gar nichts gesprochen wird, wird nur der erste Satz gesagt und dann muss man weiterlesen. Zum Glück gibt es das Spiel mittlerweile aber auch mit deutschen Untertiteln. Schade eigentlich, denn wenn etwas gesagt wird, klingt das wirklich gut.

Fazit

In Rune Factory: Oceans kann man sich nach Belieben austoben und sich mit vielen Dingen beschäftigen. Neu sind die Ausflüge auf dem Wasser, wo man auch mit seinem riesigen Begleiter kämpfen kann. Die landwirtschaftlichen Elemente gehen durch den Einsatz der Monster besser von der Hand als man es bisher gewohnt ist, das Kampfsystem ist trotz des Einsatzes weniger Knöpfe dynamischer. Auch wenn die Story keine Bäume ausreißen kann wie unser Golem die Inseln aus den Gewässern, macht auch dieser Titel Spaß und man ist immer wieder versucht, Neues zu erkunden, zu erfinden und sich in den einzelnen Bereichen zu verbessern. Und die Auswahl an Damen, die unser Held vor den Altar führen kann, ist ebenfalls ziemlich groß…

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