Metro 2033

29. März 2010 | 0 Kommentare
Titel:
Metro 2033
Redaktions-Wertung:
Publisher:
THQ
Plattform:
Xbox 360, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
16. März 2010
Loading ... Loading ...
Genre:
USK:
keine Angaben

Taucht ein in die düstere Endzeit von Moskau und erfahrt wie gut der neue Singleplayer-Shooter von THQ wirklich ist. Metro 2033 basiert auf dem Buch von Dmitry Glukhovsky.

Nukleares Desaster

Moskau und der Rest der Welt liegen im Jahr 2033 nach nuklearen Kriegen in Schutt und Asche. Die Luft ist vergiftet, die Temperatur liegt tief unter dem Gefrierpunkt, ätzende Flüssigkeiten bahnen sich ihren Weg durch die Tunnels und Gewässer. Das sind noch die schönen Seiten dieser Welt. Denn euch erwarten Ausgeburten des nuklearen Klimas, die sich als neue Rasse den Menschen in den Weg stellen und ihren Hunger durch Menschenfleisch stillen wollen. Doch auch das ist nicht genug, es taucht noch eine neue Lebensform auf, die „Schwarzen“ genannt. Diese kann Menschen auf psychischer Ebene beeinflussen und nur Willensstarke überleben Begegnungen mit diesen Wesen.

Einer davon ist unser Protagonist Artjom. Ein junger Überlebender der noch nie die Sonne gesehen hat und jetzt den Menschen helfen soll in dieser Welt zu überleben. Leben gibt es nur noch in den verbunkerten Metrostationen von Moskau. Die Menschen haben sich da unten an eine eingepferchte Lebensweise gewöhnen müssen, ständig wartend auf neue Angriffe durch Monster, die von der Oberfläche in die Metro-Tunnels vordringen.

Die Dunkelheit

Metro 2033 fesselt von der ersten Stunde an, da es immer wieder etwas Abwechslung gibt. Zeitweise sind wir auch mit befreundeten Kämpfern unterwegs, die uns Sicherheit in der feindlichen Umgebung geben. Wenn man alleine in den dunklen Tunnels unterwegs ist und immer wieder manuell die Taschenlampe aufladen muss spürt man förmlich die Monster in der Dunkelheit. Die Folge ist oft, dass durch Panik ein ganzes Magazin auf ein Monster verballert wird und das nächste dann zwangsweise mit der anderen Waffe oder dem Messer erledigt werden muss. Bei Metro 2033 kämpft ihr aber nicht nur gegen Monster, sondern auch gegen Menschen in feindlichen Lagern oder Plünderer. Diese sind weitaus intelligenter und daher anspruchsvoller zu bezwingen.

Obwohl sich die Monsterauswahl in Grenzen hält, darf man 4A Games positiv zuschreiben, dass sie der typischen Gigantomanie nicht verfallen sind und keine haushohen Drecksviecher auf uns los lassen. Dennoch erwartet man im Verlauf des Spiels doch mehr Monstervielfalt. Die Atmosphäre wird vor allem durch die apokalyptische Grundstimmung aufgebaut, die Bilder sprechen für sich. Diese wird aber zum Beispiel auch durch die Benutzung unserer Ausrüstung verstärkt. Die Gasmaske, bei der wir ab und zu den Filter wechseln müssen oder unser Notizblock, den wir oft nur lesen können wenn wir das Feuerzeug als Beleuchtung verwenden. In jeder dieser Sekunden können uns plötzlich Monster aus der Finsternis angreifen.

Grandiose Schauplätze

Die Ausleuchtung der Schauplätze in der Dunkelheit oder an der Oberfläche sieht beeindruckend realistisch aus. Lagerfeuer an denen Menschen sitzen geben einem das Gefühl von Sicherheit, tauchen dann aber Monster oder andere Gestalten auf ziehen sich die Schatten über die ganze Wand und vermitteln Angst und Schrecken und das aufblitzende Mündungsfeuer gibt für Bruchteile von Sekunden den Blick auf die garstigen Kreaturen frei. Technisch überzeugt das Horror-Abenteuer also mit tollen Licht- und Schatteneffekten, welche die bereits mehrmals erwähnte düstere Atmosphäre bestens unterstützen.

Scharfe Texturen und eine sehr detaillierte Gestaltung der verseuchten Stadt und Natur mit giftigen Bächen und verkommenen Bäumen sind großartig anzusehen. Bei aufgesetzter Gasmaske sieht man sogar die feucht angelaufene Scheibe vor den Augen. Auf der Xbox360 läuft dabei alles ruckelfrei und ohne weitere technische Aussetzer.

Phänomenal ist auch der Sound,  unheilvolles Kratzen hinter einer Stahltür, dann wiederum bröckeln Steine von den Wänden, zerbersten Holzplanken oder tröpfelt Wasser von der Decke. Die Bedrohung der Metro bekommt ihr also auch auditiv zu spüren. Die Waffensounds sind auch sehr gut umgesetzt, mir ist nur eine Waffe aufgefallen die etwas mager klingt. Musik hört man kaum, aber wenn sie eingesetzt wird, wirkt sie auch. Situationsangepasste Melodien sind so schön anzuhören, dass ich im Menü den Musik-Pegel fast ganz aufgedreht habe.

Fazit

Ein Singleplayer-Shooter der Extra-Klasse. Lange hat es gedauert bis so eine Perle auf dem Markt erschienen ist. Die Wartezeit hat sich aber gelohnt, Metro 2033 wartet mit einer detailverliebten Endzeit in und unter Moskau auf. Aufwendige Charaktere, die uns auf unserem Horror-Trip begleiten und eine spannende Story mitbringen. Kritik gibt es zum einen bei der Spielzeit, die wohl aufgrund der aufwendigen Geschichtenerzählung und Verwendung vieler Charaktere zur Spielerführung etwas kurz geraten ist. Zum anderen lässt die Gegnervielfalt vor allem im weiteren Verlauf des Spiels zu wünschen übrig, da einfach nichts Neues mehr kommt. Wir werden aber durch eine tolle beängstingende Atmosphäre getröstet (je nachdem wie man das sieht) und in eine Welt der Finsternis und Bedrohung versetzt. Metro 2033 ist nichts für schwache Nerven und nur für Erwachsene, und das ist gut so.

Empfohlene Artikel:

  • Kein empfohlenen Artikel

Hinterlasse ein Kommentar