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Kritik | Sniper Ghost Warrior 2 : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Sniper Ghost Warrior 2

3. April 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Sniper Ghost Warrior 2
Redaktions-Wertung:
Publisher:
City Interactive
Plattform:
PC, Xbox 360, PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
15.03.2013
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Genre:
USK:
18

Bei uns im Test: Xbox360 - Version

Bei uns im Test: Xbox360 – Version

Sniper Ghost Warrior enttäuschte im Jahr 2010 in zahlreichen Punkten. Das Spiel war gespickt mit Grafikfehlern und Bugs. City Interactive gibt aber nicht auf und trommelt diesmal die Marketing-Trommel sehr laut. Der Nachfolger Sniper Ghost Warrior 2 soll nun mit Hilfe der CryEngine 3 und verbessertem Gameplay angeblich alle Fehler ausbessern. Das möchten wir in unserem Review einmal genauer unter die Lupe nehmen. Vor allem auch, wie die PC-Version im Vergleich zur Konsole aussieht.

Der Plot ist schnell erzählt, wir dürfen Cody Anderson, unseren Scharfschützen, der einer Elite-Einheit angehört, durch drei Akte steuern. Dabei ist er hinter einer gestohlenen Bio-Waffe her, was uns auch einmal nach Sarajevo in den Bosnienkrieg der Vergangenheit führt. Die Story beginnt interessant, verläuft sich jedoch leider in Belanglosigkeit. Nicht einmal den Protagonisten, den wir selbst steuern lernen wir richtig kennen. Hier hätte man durch geschicktere Inszenierung der Bedrohung durch eine Mega-Waffe einfach mehr herausholen können. Es läuft fast alles auf ein stupides Gegner-Ausknipsen hinaus.

Kaum Spannung

Selbst das „Scharfschießen“ bleibt in der Hinsicht etwas auf der Strecke, dass man sich in den Schlauchlevels die Schusspositionen nur begrenzt selbst aussuchen kann. Die Missionen laufen immer gleich ab, man kämpft sich von A nach B gegen ein paar Soldaten durch und kommt schließlich an einen Aussichtspunkt an dem man von seinem Spotter ein Ziel vorgegeben bekommt. Der Spotter begleitet uns immer auf Schritt und Tritt, das scheint zwar realistisch, doch irgendwie bleibt dabei der Anspruch auf der Strecke. Zudem kommt noch, dass die Ziele immer deutlich markiert werden, man muss also nicht mal selbst nach dem Ziel Ausschau halten. Den roten Pfeil über den Ziel-Gegnern kann man wohl kaum übersehen. Am Interessantesten sind dabei noch die Einsätze, bei denen man bestimmten Soldatentrupps Feuerschutz geben muss. Ansonsten bleibt nur das blinde Folgen der Anweisungen unseres Spotters. Die Schwierigkeitsgrade sind dabei auch nicht gut abgestimmt, entweder die Schuss- und Zielhilfen sind an oder aus, es gibt keinen Mittelweg oder auch kein Training wie man ohne Zielhilfen Feinde auf große Entfernung ausschalten kann. In den Trailern und Versprechen sah da die Lage irgendwie noch anders aus. Nur eine kurze Erwähnung ist der Multiplayer-Modus von Sniper Ghost Warrior 2 wert, denn er bietet bisher nur zwei Maps und den üblichen Team-Deathmatch Modus.

Visuell überzeugender als der Vorgänger

MissionKommen wir zur visuellen Darstellung, die ja im Vorgänger von 2010 wirklich Ecken und Kanten hatte. Man muss sagen, die Landschaften sehen in Sniper Ghost Warrior 2 schon sehr viel besser aus. Dank der CryEngine 3 wirken besonders die Beleuchtung und Lichteffekte besonders gut und erzeugen eine realistische Atmosphäre. Dennoch gibt es auch hier Kritikpunkte, denn besonders auf den Konsolen glaubt man selten, dass hier gerade die CryEngine am Werk ist. Texturen sind matschig, und hier und da flimmern oft Kanten oder Vegetation im Zusammenspiel mit den Schatten. Vergleicht man dabei das Spiel mit Crysis 3 wird deutlich was diese Grafikengine eigentlich leisten kann. Das Team um Sniper Ghost Warrior 2 muss entweder Probleme bei der Programmierung gehabt haben oder stand stark unter Zeitdruck, anders kann man diesen großen Qualitätsunterschied nicht erklären.  Vielleicht würden die an sich tollen Umgebungen wie Burma, Tibet und Bosnien mit einer bessern Storyline auch noch besser wirken, aber so möchte man sich wenigstens an der Grafik erfreuen können. Nichts desto trotz kann das Spiel auf dem PC einfach mehr Details und schärfere Texturen anzeigen wie beispielsweise die Xbox 360. Trotz der mittlerweile im Vergleich geringen Rechenpower der Xbox 360 haben wir schon wesentlich schärfere und schönere Titel auf der Konsole gesehen.

Uncut?

SniperHeiß diskutiert wurde ja schon letztes Jahr über die möglichen Schnitte in Sniper Ghost Warrior 2. Gerade das Feature mit der Bullet-Cam ist ja wie geschaffen für brutale Körpertreffer einer Kugel aus einem Scharfschützengewehr. Die Gewaltdarstellung wird wohl auch in Zukunft sehr gedrosselt, denn der im Vorfeld erwähnte nachträgliche Uncut-Patch wird wohl in keinem Land erscheinen, so zumindest der aktuelle Stand. Schade ist natürlich, dass der Auslöser für diese Schnitte wieder die Prüfstellen in Deutschland waren.

Fazit

Ja, Sniper Ghost Warrior 2 überzeugt etwas mehr als sein Vorgänger, jedoch wurde das Spiel recht schlampig umgesetzt. Die Handlung ist nicht sehr motivierend, darüber hinaus fehlt es auch an spielerischen Anreizen. Denn der Spieler will spielen, und nicht vorgegebene Pfade mit rot markierten Gegnern hinter sich bringen. Was bleibt ist die neue Grafikengine auf der der Sniper-Shooter aufbaut, hier gibt es durchaus schöneres zu sehen, doch auch noch Baustellen. Empfehlen kann man diesen Titel nur Fans des ersten Teils und allen die einem Scharfschützengewehr in der virtuellen Welt wirklich nicht wiederstehen können.

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