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Kritik | Dead Space 3 : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Dead Space 3

25. Februar 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Dead Space 3
Redaktions-Wertung:
Publisher:
EA
Plattform:
Xbox 360, PS3, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
7. Februar 2013
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Genre:
USK:
18

Bei uns im Test: Xbox 360-Version

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Es ist in der Gaming-Branche bekanntermaßen gang und gäbe, erfolgreiche Franchises so lange weiterzuführen, bis kein Gewinn mehr zu erwarten ist. Manchmal nervt das, manchmal ist es allen egal und manchmal freut man sich trotzdem, weil dabei eine tolle Serie weitergeführt wird. Letzteres galt diesmal für mich, da mir “Dead Space 2″ sogar besser gefällt als der erste Teil. Also war es mir im Grunde egal, warum

die Serie fortgeführt wird, mir ist jede Fortsetzung recht. Hauptsache das Spiel wird gut.

Ich habe mich lange gefragt, wie ich diese Review angehen soll. Sollte ich alles objektiv betrachten und überlegen, wem das Spiel gefallen könnte? Oder sollte ich komplett von meiner eigenen Meinung ausgehen und nichts Anderes beachten? Es ist nämlich so: Mich hat das Spiel extrem enttäuscht. Warum ich das aber so nicht schreiben kann? Weil es trotzdem ein sehr gutes Spiel ist. Also habe ich mich entschlossen, das Ganze in zwei Teilen darzustellen. Einmal meine persönliche Meinung, und einmal eine Einschätzung dessen, was das Spiel rein objektiv ist.

Das soll “Dead Space” sein?

“Dead Space” war ein unerwartet einzigartiges Spiel. Die Entwickler haben komplett auf Klischees verzichtet und ein bedrängendes Horrorspiel mit einer hervorragenden Atmosphäre geschaffen. Mein einziger Kritikpunkt war dort, dass das Spiel auf Dauer etwas eintönig wurde. Dieser Punkt verflog jedoch mit dem zweiten Teil komplett. Hier wurde die hervorragende Atmosphäre mit einer Hintergrundgeschichte und aussagekräftigeren Schauplätzen kombiniert, das Ergebnis finde ich nach wie vor hervorragend (an dieser Stelle möchte ich auch noch mal an meine Review zu “Dead Space 2″ erinnern). Und genau sowas wollte ich ein zweites Mal haben, genau deshalb hatte ich so große Erwartungen an “Dead Space 3″. Aber was ist stattdessen passiert? Das Spiel wurde storytechnisch zwar gut erweitert, aber die ganze Atmosphäre ist völlig verschwunden. Ständig explodiert alles, die Charaktere fliegen meterweit durch die Luft, halten sich gefühlte 600mal grad so mit einer Hand am Abgrund fest, usw. Dieses Spiel läuft beinahe über vor Klischees.

screenshot2

Aber warum musste das passieren? Das erste “Dead Space” hat doch eine gigantische Fangemeinde, also hätte man auch mehr als genug Geld verdient, wenn man nicht auf den Action-Zug aufgesprungen wäre. Auf Amazon häufen sich bereits die schlechten Rezensionen von enttäuschten Spielern, die Fangemeinde wurde gespalten. Ich verstehe also nicht, was die Entwickler zu diesem Schritt getrieben hat. Aus künstlerischer Sicht ergibt die ganze Action für mich keinen Sinn, und wirtschaftlich war “Dead Space” sowieso schon sehr gut dabei. Also wäre ein cleverer Geschäftsmann wohl kaum das große Risiko eingegangen, das mit solch einem Stilwechsel einhergeht.

Zweigeteilte Betrachtungsweise

Aber wie gesagt, das ist meine ganz eigene Sicht auf “Dead Space 3″. Und zwar eine Sicht, die viele Leute teilen. Aber auch eine Sicht, die dem Spiel nicht ganz gerecht wird. Denn betrachtet man es ganz unbefangen, ist es trotzdem ein besonderes Stück Software, das auf jeden Fall ein Durchzocken wert ist. Im Grunde hat sich am Gameplay nichts verändert. Die altbekannten Waffen sind dabei, die Levelarchitektur sieht aus wie vorher, und die Präsentation ist nach wie vor mehr als überzeugend. In diesen Punkten wurde quasi nichts verändert, es gibt nur einige sinnvolle Erweiterungen. Die wichtigste dürfte dabei das neue Waffen- und Itemsystem sein. Es gibt nun keine Ingame-Währung mehr, sondern nur noch Rohstoffe, aus denen man sich die benötigten Items an den Werkbänken zusammenbaut. Das hat vor allem Einfluss auf die Waffen. Diese sind jetzt nämlich nicht mehr nur auf bestimmte Modelle beschränkt, sondern können aus Einzelteilen (die man wiederum aus den Rohstoffen erhält) hergestellt werden. Dadurch entsteht eine riesige Vielfalt an Waffen, die dem Gameplay noch mehr Abwechslung verpasst. Rein vom spielerischen Aspekt dürfte “Dead Space 3″ also sogar der beste Teil der Reihe sein. Hier wurde das sehr gute Grundgerüst durch sinnvolle Komponenten erweitert und damit nahezu perfektioniert.

screenshot3

Auch storytechnisch hat der dritte Teil deutlich mehr auf Lager. Isaac Clarke wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert und erlebt erneut die Hölle auf (nicht) Erden. Durch ein großes Geflecht von religiösen Fanatikern, persönlichen Konflikten und so mancher besonderen Biografie erhält das Spiel einen viel größeren Hintergrund als seine Vorgänger, und vor allem als der erste Teil. Man könnte also sagen “mehr Story, aber weniger Atmosphäre”.

Fazit

Der Sachverhalt ist relativ klar. “Dead Space 3″ sieht aus wie seine Vorgänger, spielt sich wie seine Vorgänger, fühlt sich aber nicht genauso an. Die Levels sehen immer noch gleich aus, die Gegner jagen einem immer wieder einen Schrecken ein, aber die Grundstimmung ist weitaus weniger grausig als vorher. Das liegt vor allem an der massiven Action, die alle 5 Minuten über den Bildschirm flimmert. Unter all den Explosionen kommt die angespannte Horrorstimmung aus Teil 1 nicht mehr sehr deutlich zum Vorschein, wodurch das Spiel einen ganz anderen Ton erhält. Das macht es auf keinen Fall schlechter – aber es könnte den ein oder anderen enttäuschen. So wie es auch mich enttäuscht hat.

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