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Kritik | Crysis 2

17. April 2011 | 0 Kommentare
Titel:
Kritik | Crysis 2
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Electronic Arts
Plattform:
Xbox 360, PS3, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
24. März 2011
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Genre:
USK:
18

 

Vor 4 Jahren veröffentlichte Crytek die Grafikoffenbarung Crysis. Realistische Umgebungen, tolles Leveldesign und freies Gameplay. Nun erschien Crysis 2, diesmal sogar auch als Konsolenversion. Lest weiter um unsere Meinung zum neuen Crysis 2 zu erfahren, das auf der neuen Cryengine 3 basiert.

New York in der nahen Zukunft

Die Aliens, die hier Ceph genannt werden setzen ein tödliches Virus in New York frei. Mit Hilfe des Nanosuits soll nun der Soldat und unser neuer Protagonist Alcatraz die Ceph aufhalten und den Virus unschädlich machen. Der Anzug spielt auch hier wieder eine wichtige Rolle, es wird erzählt wie der Nanosuit dabei mitgewirkt hat und man erfährt sogar was zwischen Crysis und Crysis 2 passierte. Auch wenn Crysis 2 ein paar Jahre nach dem ersten Teil spielt hat es wenig damit zu tun. Crysis 2 könnte daher auch einen komplett anderen Titel tragen.

Der verbesserte Nanosuit

Der Anzug hat bei Crysis 2 eine ganz neue Funktion erhalten: Die Taktik-Übersicht. Dadurch werden alle taktischen Wege oder Alternativrouten eines Gebiets angezeigt. Wählen kann man dann selbst ob man z.B. die Konfrontation auf der Straße sucht oder lieber den Weg durch die Kanäle geht. Neu ist auch dass man sich an Kanten hinaufziehen oder im Kampf über den Boden rutschen kann, so lässt sich unser Held erstaunlich flink und specktakulär durch die Levels steuern. Der Anzug kann im Laufe des Spiels sogar mit neuen Fähigkeiten ausgerüstet werden. Dazu müssen wir Nano-Katalysatoren von besiegten Aliens einsammeln. Altbewährt können wir uns auf Knopfdruck unsichtbar oder widerstandsfähiger machen. Bei Aktivierung dieser Fähigkeiten sinkt die Energieanzeige des Anzugs, daher sind diese nur begrenzt einsetzbar. Dennoch hat man mehr Zeit als bei Crysis 1.

Linearer Standard-Shooter?

Nicht ganz. Crysis 2 läuft sehr viel linearer ab als sein Vorgänger, das liegt aber hauptsächlich an dem engeren Leveldesign. Entschädigt wird man dafür von den coolen Skriptsequenzen: Wenn Wolkenkratzer und Brücken einstürzen oder man von einem Soldaten aus einem Hochhausfenster gekickt wird, dann entsteht Hollywood-Atmospäre. Ansonsten spielt sich der neuste Crytek-Titel nach dem bekannten Shooter-Schema: Neues Areal betreten, Gegner erledigen im offenen Gefecht oder per Stealth-Kill oder vorbeischleichen. Auch wenn Spielablauf und Gegnerauswahl nur wenig Abwechslung bieten, bleiben die Kämpfe bis zum Schluss unterhaltsam. Meist reagieren die Feinde clever: sie gehen in Deckung, schwärmen in Suchtrupps aus und setzen Alcatraz auch auf Distanz kräftig zu. Aliens können zusätzlich enorm hoch und weit springen oder Wände hinaufklettern, das macht sie unberechenbar und gefährlich. Richtige End-Fights gibt es bei Crysis 2 aber nicht. Selbst die mächtigsten Ceph lassen sich mit ein paar Raketen schnell erledigen. Die Waffen lassen sich mit Upgrades wie Zielfernrohren und Schalldämpfern ausrüsten. Nur ein Kaliber sticht aus dem Waffenarsenal heraus: Die Mikrowellenkanone mit der man Aliens kochen kann. Fahrzeuge können oder müssen beim neuen Ableger auch verwendet werden. Crysis 2 erscheint hierzulande komplett ungeschnitten und ab 18, das liegt wohl daran dass es kaum „Splatter-Szenen“ gibt.

Die Cryengine 3

Das neue Crysis überzeugt durch flüssige Animationen, eine hohe Weitsicht, geniale Licht- und Explosionseffekte sowie einen hohen Detailgrad bei der Darstellung der Charaktere. Auf dem PC ist Crysis 2 somit der bestaussehende Shotter derzeit. Und hier kommt das Aber: Die Konsolenversionen können grafisch nicht ganz überzeugen. Der Detailgrad ist hier deutlich niedriger und es kommt oft vor, dass einige Schatten in der Gegend herumzucken und sich neu aufbauen. Die Texturen sehen dagegen sehr gut aus, trotzdem sehen neue Shooter wie beispielsweise CoD: Black Ops fast noch besser aus wie Crysis 2 auf der Konsole. Aber es kommt ja nicht nur auf eine sehr gute Grafik an, sonder auf ein gutes Videospiel.

Multiplayer

Der neueste Crytek-Shooter hat aber noch ein Ass im Ärmel: der Mehrspielermodus, der mit vielen freispielbaren Extras, schönen Maps und coolen Nanosuit-Taktiken eine Menge Potenzial mitbringt. Leider kann sich dieser nicht mit Größen wie BF: Bad Company 2 messen, denn der Spielablauf ist hier langsamer und einfach nicht so spannend und zugänglich.

Fazit

Sieht man auf den vier Jahre alten Vorgänger zurück enttäuscht Crysis 2 etwas. Die Grafik ist zwar wieder auf hohem Niveau, aber das nur auf dem PC. Das Leveldesign ist deutlich enger und die Missionen linearer. Nichts desto trotz ist Crysis 2 ein erstklassiger Shooter mit tollen neuen Ideen. Endlich wieder etwas Innovation im Ego-Shooter-Genre, daher kann ich dieses Spiel besonders denen empfehlen, die wie wir die Schnauze voll haben von Shootern die sich seit Jahren nicht weiterentwickelt haben. Vor allem die Kampagne bleibt durchgehend spannend und kann sich mit einer sehr langen Spielzeit sehen lassen.

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