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Kritik | Battlefield 3 Premium : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Battlefield 3 Premium

16. August 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Battlefield 3 Premium
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Electronic Arts
Plattform:
PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
21. Juni 2012
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Genre:
USK:
18

Wer in Battlefield 3 bisher packende Infanterieschlachten erleben wollte, musste gezwungenermaßen  auf Operation Metro ausweichen. Nicht selten artete das Gefecht dann aber in einen erbitterten Stellungskrieg an den beiden Rolltreppen aus, bei denen es dann (sofern nicht von einem Admin untersagt war) zu einem fröhlichen RPG- und Gewehrgranatenspam kam. Mit dem brandneuen DLC „Closed Quarters“ bietet DICE nun allen Freunden  packender Indoor-Schlachten die Möglichkeit auf vier neuen Karten ihrem Hobby nachzugehen.

Um in deren Genuss zu kommen, muss man allerdings erst einmal ein paar Euro über die (virtuelle) Ladentheke wandern lassen. „Closed Quarters“ lässt sich entweder einzeln erwerben (14,99€ bei Origin) oder aber man greift zu „Battlefield Premium“, das DICE während der E3 in Los Angeles vorgestellt hat. Der neue Premiumservice ist als eine Art Konkurrenz zu „Call of Duty Elite“ zu sehen und schlägt mit 49,99€ beim Kauf über Origin zu Buche. In ihm sind dann nicht nur die beiden schon erschienenen DLC´s „Back to Karkand“ und „Closed Quarters“ enthalten, sondern man erhält gleichzeitig alle noch erscheinenden Mappacks für Battlefield 3 dazu. Außerdem erhält man zusätzliche Items, um seinen Charakter weiter zu individualisieren und daneben noch Aufträge, bei deren Erfüllung man exklusive Dogtags freischaltet. Auch auf der Liste der Premiumvorteile steht auch noch ein früherer Zugang zu den kommenden DLC´s, exklusive Double-XP-Weekends und spezielle Taktikvideos. Wer also vorhat, sich mehr als nur einen DLC zuzulegen, für den könnte „Battlefield Premium“ die durchaus bessere Alternative sein.

4 Neue Karten

Aber nun genug zur Theorie und rein in die Praxis. Die vier neuen Maps sind entsprechend ihrer Bestimmung im Vergleich zu den bisherigen Karten natürlich deutlich kleiner geraten, aber trotzdem nicht minder schön. Die erste neue Karte hört auf den Namen „Donya-Fortress“ und spielt in den Räumlichkeiten einer orientalischen Festung mit innenliegendem Garten. Auf der Karte „Scrapmetal“ kämpft man sich durch die verschiedenen Ebenen eines alten Fabrikgebäudes und insgesamt macht diese Karte aufgrund ihres modrigen Eindrucks optisch am meisten her. Die beiden übrigen Karten „Operation 925“ und „Ziba-Tower“ gleichen sich zwar in ihrem architektonischen Stil, bei der erstgenannten handelt es sich allerdings um ein Penthouse, wohingegen „Ziba-Tower“ einen Bürokomplex samt Cafeteria und Tiefgarage beinhaltet.

Alle Maps hat DICE mittels Frostbite Engine 2 wirklich schön in Szene gesetzt und Destruction 2.0 trägt dazu bei, dass keine der Maps am Ende einer Runde noch so wie am Anfang aussieht. So lassen sich die eingezogenen Gipskartonplatten mancher Karten mühelos  auch mit kleinerem Kaliber zerlegen und auch andere Einrichtungsgegenstände wie Vasen oder Möbel sind vor der Zerstörungskraft der Waffen nicht sicher. Wie auch schon bei „Back to Karkand“ liefert DICE neue Waffen in Form von Aufträgen mit. Diese beinhalten meist das Erreichen einer bestimmten Abschussanzahl mit einer Waffe oder das Verteilen von Munitions- oder Heilpacks an Squadmitglieder. Sobald man den Auftrag erfüllt hat, wird die neue Waffe unmittelbar freigeschaltet. Zu den neuen Waffen, die in „Closed Quarters“ mitgeliefert werden, gehören unter anderem die SPAS-12 (Shooterveteranen sicherlich ein begriff), das AUG A3 oder die MP5K, die im Spiel unter dem Namen M5K geführt wird.

Neue Spielmodi

Damit auch vonseiten der Spielmodiauswahl keine Langeweile aufkommt, bietet „Closed Quarters“ gleich mal zwei neue. „Conquest Domination“ orientiert sich dabei an seinen beiden großen Brüdern „Conquest“ und „Conquest Assault“, es geht also auch hier um die Einnahme von Flaggenpunkten, deren Anzahl pro Karte drei beträgt. Die Flaggenpunkte lassen sich dabei aber viel schneller neutralisieren und einnehmen, als es bei den älteren beiden Modi der Fall ist. Als Konsequenz daraus ist man in „Conquest Assault“ daher ständig in Bewegung und eilt von einem Flaggenpunkt zum nächsten. Das lässt die Kämpfe sehr dynamisch ablaufen, da das Spawnen hier auch nur an einem zufälligen Punkt oder bei Squadmitgliedern möglich ist, die Flaggenpunkte sind derweil tabu. Man stürmt also mit seinen Teammitgliedern von Flaggenpunkt zu Flaggenpunkt und versucht dabei so viele Gegner wie möglich auszuschalten. Man ist dabei ständig in Bewegung und steht fast dauerhaft, bedingt durch die kleinen Karten, unter Beschuss, sodass man mal für jede kurze Feuerpause dankbar ist, in der man das Gewehr mal in Ruhe nachladen kann. Dabei kommt dann weniger das gewöhnliche Battlefield-Gefühl auf, sondern es fühlt sich dabei mehr nach „Call of Duty“ oder „Counter-Strike“ an. Dies ist aber keinesfalls negativ zu verstehen, denn so kommt etwas actionreiche Abwechslung in den Battlefieldalltag und wer genug von der Hektik der engen Räume hat, der spielt halt einfach eine entspannende Runde „Caspian Border“ und erfreut sich an der grünen Landschaft.

Der zweite neue Spielmodus hört auf den Namen „Gun Master“ und dürfte in ähnlicher Art und Weise vielen noch als „Gungame“ bei „Counter-Strike“ bzw. „Call of Duty“ bekannt sein. Dabei schaltet man in einer festgelegten Reihenfolge verschiedene Waffen für jeweils zwei Abschüsse frei und gewonnen hat derjenige, der beim Messer angekommen ist und damit den ersten Kill erzielt. Neben der momentanen Waffe steht einem auch noch das Messer zur Verfügung, durch das der getötete Gegner bei einem Kill  um eine Waffenstufe zurückgesetzt wird. Dieser Modus zeichnet sich natürlich auch durch eine hohe Dynamik aus, da man bei einem längeren Aufenthalt an einem Ort leicht das Opfer eines Messerangriffs wird. Zu erwähnen gilt, dass nur der Spieler der zuerst mit dem Messer als alleinige Waffe einen Kill erzielt die Runde gewonnen hat, obwohl es zwei Teams gibt. Man spielt also eigentlich „jeder gegen jeden“, obwohl man nur die Hälfte seiner Gegner wirklich ausschalten kann. Für zwischendurch bietet dieser Modus mal eine nette Abwechslung, jedoch könnte er auf Dauer aufgrund der vorgegebenen immer gleichen Reihenfolge der Waffen etwas eintönig werden und damit an Reiz verlieren. Aber evtl. patcht DICE ja immer mal wieder neue Waffenreihenfolgen hinzu oder gibt den Admins sogar die komplette Wahl über die verwendbaren Waffen.

Insgesamt gesehen liefert DICE mit „Closed Quarters“ einen gelungenen DLC ab. Einigen wird vielleicht das Rasseln der Panzerketten, das Dröhnen der Rotorblätter oder das Beobachten der Dogfights am Himmel fehlen, alle anderen erfreuen sich am gelungenen Mapdesign und der gebotenen Action. Alleine und auf Dauer würde „Closed Quarters“ sicherlich nicht funktionieren, aber es bringt wieder etwas Abwechslung in den Soldatenalltag. Außerdem steht mit dem für September angekündigten „Amored Kill“ ja schon der nächste DLC für Battlefield 3 in den Startlöchern und dann sollten auch wieder alle Panzerfreunde Erfüllung finden. Bleibt abschließend nur zu sagen, wer „Operation Metro“ mochte, wird „Closed Quarters“ lieben.

Fazit

Abschließend kann man sagen, dass sich der Battlefield 3 Premium Zugang für alle Spieler rechnet, die definitiv vorhaben, mehr als einen DLC zu kaufen. Die bereits erschienenen und noch kommenden Erweiterungen garantieren eine hohe Langzeitmotivation und der Preis ist für die abgelieferten Inhalte und deren hervorragende Qualität absolut gerechtfertigt.

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