Resonance Of Fate

8. April 2010 | 0 Kommentare
Titel:
Resonance Of Fate
Redaktions-Wertung:
Publisher:
SEGA
Plattform:
PS3, Xbox 360
LeserInnen-Wertung:
Release:
26. März 2010
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Genre:
USK:
keine Angaben

Nach Star Ocean: The Last Hope erwartet JRPG Fans ein erneuter Leckerbissen, denn tri-Ace und Sega bringen Resonance Of Fate auf den Markt. Dieses unterscheidet sich sehr von einem normalem Rollenspiel. Alleine das Cover lässt einige Fragen offen: Pistolen und anderes Schießeisen in solch einem Spiel? Das sieht man nicht jeden Tag.

Kurz zur Geschichte: In weiter Zukunft ist die Erde, dank giftiger Gase, unbewohnbar. Nur der Turm Basel bietet Schutz für die restlichen Überlebenden. Unter dem Volk befinden sich auch Vashyron, Zephyr und Leanne. Mit ihnen lauft ihr umher und versucht die Ereignisse zu klären. Den Spieler erwarten 16 Kapitel, das heißt 16 Hauptmissionen. In jedem Kapitel könnt ihr auch Nebenmissionen erfüllen. Erwähnenswert ist übrigens die Anfangssequenz, die die Geschichte einleitet. Einfach klasse und ein filmreifer Start.

Wie ein Puzzle

Etwas ganz Besonderes haben sich die Entwickler für die Weltkarte ausgedacht. Diese besteht aus kleinen Feldern, welche ihr freispielen müsst. Das funktioniert mit Energiezellen, die man nach Kämpfen  oder in Missionen kriegt. Dieses ganze System ist zwar am Anfang recht lustig und nett, frustriend wird’s aber, wenn man unbedingt weiter will und keine Zellen mehr zur Verfügung hat. An diesen Stellen muss man Nebenmissionen annehmen. Achtung: Wenn ihr ein Kapitel durchgespielt habt, könnt ihr die Side Quests aus diesem nicht mehr spielen. Deshalb sollte man gleich von Anfang an alle machen. Ein dickes Plus gibt es allerdings für die doch recht große Welt. Hier kann der Spieler seinem Sammler- und Erkundungstrieb freien Lauf lassen. Auch sonst hat das Spiel einige nette Features. Denn sogar das Umstylen eurer Helden ist möglich. Und das macht wirklich Spaß und ist ein nettes Extra. Außerdem: Wer will schon, dass sein Charakter durchgehend gleich aussieht? In kleineren Shops kann man dann noch seine Waffen aufrüsten, das alles kostet selbstverständlich etwas Geld.

Schwer ist untertrieben

Wie oben schon erwähnt, wird in Resonance Of Fate scharf geschossen, mit Pistolen und ähnlichem. Das Kampfsystem besteht aus rundenbasierten Attacken und Bewegungen in der Echtzeit. Klingt simpel, oder? Ist es aber nicht, denn es gibt unheimlich viele verschiedene Sachen, die man in einen Kampf einbauen kann. Diese werden einem im Tutorial erklärt. Doch auch nach diesem beherrscht man das System meistens noch lange nicht perfekt. Dieses Spiel ist einfach nichts für Gelegenheitszocker. Denn es braucht locker mehrere Stunden um sich einzufinden. Einige werden dieses System grandios finden und das ist verständlich. Denn die Kämpfe sind wirklich klasse in Szene gesetzt. Spektakulär, actionreich, einfach gut. Bei geduldlosen Spielern wird das allerdings alles wenig Anklang finden. Am besten hätte man sich hier irgendwo in der Mitte eingefunden, das heißt ein doch etwas anspruchvolleres System, allerdings keines, was man ewig lange erlernen muss. In den Kämpfen selber muss man sehr taktisch vorgehen und nicht wie ein wildgewordener Stier drauf los laufen. Das führt eher zur Niederlage in der Schlacht. Schon der kleinste Fehler wird in brutalster Weise bestraft. Einfaches Tastengedrücke ist hier einfach absolut nicht gefragt.

Zwischen Gut und Böse

Die Grafik ist mittelmäßig. Nach der Auftaktszene erwartet man einiges, doch gleich am Anfang des Spieles wird man auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Welt wirkt zwar einzigartig und verschafft eine unbeschreibliche Atmosphäre, aber etwas mehr Liebe zum Detail hätte nicht geschadet. Doch da jede Etage von Basel anders aussieht, bringt zumindest das etwas Abwechslung und eine rundum ereignisreiche Welt. Pluspunkte gibt’s für die bereits erwähnten Kämpfe, da diese spektakulär und ansehnlich geraten sind. In diesem Sinne ein Leckerbissen für jeden Action Fan. Während der Auseinandersetzungen mit Gegnern ertönt eine rockige Musik. Diese passt sicherlich recht gut dazu, doch sie wird auch den einen oder anderen mit der Zeit stören. Außerhalb eines Kampfes läuft alles etwas gediegener ab. Am besten gelungen ist die englische Synchronisation. Diese wirkt lange nicht so langweillig, wie noch zum Beispiel bei “Star Ocean 4“, welches ja auch aus der Schmiede von tri-Ace stammt. Leuten mit nicht genügend Englischkentnissen wird natürlich in Form deutscher Untertitel geholfen.


Fazit

Es ist fast unmöglich, ein allgemeines Fazit über Resonance Of Fate auszusprechen. Den einen wird es gefallen, die anderen dagegen werden es als größten Fehlkauf ihres Lebens betiteln. Insgesamt ist das Spiel sicherlich um einiges zu schwer ausgefallen und nicht für die Menge gemacht, sondern nur für Spieler, die sich mit einem Game unheimlich viel auseinander setzen wollen. Einen dicken Minuspunkt gibt es für die Geschichte. Man hat in jedem Moment das Gefühl, dass diese gar nicht vorangetrieben wird und das ist doch sehr schade, denn die Grundidee um den Turm Basel ist schon sehr beeindruckend und daraus hätte man jede Menge machen können. Den Entwicklern muss man zugute halten, dass sie etwas ganz Neues ausprobiert haben, Ballereien statt Nahkämpfe mit Schwerten und co, zudem eine unheimlich gute und außergewöhnliche Idee mit der Puzzle Karte. Nichts scheint in diesem Spiel unmöglich. Das Ergebnis muss jeder für sich selbst bewerten, Resonance Of Fate wird für viele verschiedene Meinungen sorgen und irgendwie besteht auch darin der Reiz in diesem Spiel. Im Endeffekt will man wissen, was dahinter steckt!  Leute die ein gewöhnliches Rollenspiel erwarten, sind hier völlig fehl am Platz.

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