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Kritik | Shin Megami Tensei: Devil Summoner: Soul Hackers

4. Oktober 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Shin Megami Tensei: Devil Summoner: Soul Hackers
Redaktions-Wertung:
Publisher:
NIS America
Plattform:
3DS
LeserInnen-Wertung:
Release:
20. September 2013
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Genre:
USK:
12

Soul Hackers CoverFür manchen Fan der Shin Megami Tensei Reihe könnte nun endlich eine tiefsitzende Wunde geschlossen werden, die einen schon seit langer Zeit quält. Mit dem Release von Shin Megami Tensei: Devil Summoner: Soul Hackers schafft es der Ableger nämlich das erste Mal, seit seinem ursprünglichen Release 1997 für das Sega Saturn, in westliche Gefilde. Für Fans der Serie sollte die Kaufentscheidung schon feststehen, alle anderen erfahren in der folgenden Review ob sich das Spiel auch heute noch zu behaupten weiß.

Skuril – skuriler – Shin Megami

Soul Hackers ist der zweite Teil der Devil Summoner Saga, welche selbst ein Teil der Megami Tensei Serie ist. Bekannte Aspekte sind natürlich auch in diesem Ableger enthalten. Wie zum Beispiel tiefgehende Spielmechanikern, skurrile Szenarien und die Möglichkeit mit euren Feinden zu verhandeln anstatt sie zu besiegen. Der Schwierigkeitsgrad wurde im Vergleich zu den Vorgängern etwas verringert um auch unerfahrenen Spielern den Einstieg zu erleichtern. Die 3DS Version bietet darüber hinaus einige “Hacks” mit denen ihr Schwierigkeit und andere Dinge zu eurem Vor- oder Nachteil anpassen könnt.

Die wichtigsten Aspekte eines Rollenspiels sind natürlich immer die Story und Spielmechanik auf die nun vertieft eingegangen werden soll.

Der Protagonist, dessen Name selbst gewählt werden darf, gehört den “Spookies” an. Dies ist eine Hackergruppe, die aus einem Trailer heraus agiert und soll bald ein wesentlicher Bestandteil seines Dämonen-Abenteuers werden. Der Anführer findet nämlich einen merkwürdigen, waffenförmigen PC, mit dem niemand so recht etwas anzufangen weiß. Doch als der Protagonist, nicht ganz untätig, den Beta Zugang zu Paradigm X erhält, dem Prototypen einer virtuellen Stadt, versucht eine Macht im PC seine Seele zu stehlen. Im letzten Moment wird dies jedoch von einer mysteriös anmutenden Fuchsgestalt vereitelt, welche ihn anweist die Erinnerung eines Detectives zu erleben.
In dieser Erinnerung erfährt er das Passwort für den waffenförmigenen PC und bekämpft seine ersten Dämonen. Ab sofort ist er ein Summoner. Das sind Menschen die mit Dämonen sprechen und mit ihnen, sowie gegen sie, kämpfen können. Als er den PC aktiviert, entweicht ein Dämon und ergreift Besitz von seiner besten Freundin. Wie sich herausstellt ist ihm dieser Dämon aber gut gesinnt und kämpft an seiner Seite. Plötzlich tauchen auch in der realen Welt Dämonen auf und die Beiden machen sich auf die Suche nach der Ursache, den Erinnerungen seiner neuen Dämonenfreundin und noch einigen anderen Dingen. Die meiste Zeit ist man in Dungeons unterwegs auf der Suche nach Monstern oder Gegenständen.

Wie gut schläfst du bei Vollmond?

Soul Hackers Menus Unterwegs in einem der unzähligen Dungeons trifft man in zufallsbasierten Kämpfen auf die verschiedensten Dämonen. Wer neuere Ableger der Serie gespielt hat wird hier auf das ein oder andere bekannte Gesicht stoßen. Das Kampfsystem baut auf den für Rollenspiel typischen Befehlen wie Magieangriffen und normalen Schwert-, sowie Pistolenangriffen auf. Rundenbasiert geht es hier aus der ersten Person zur Sache. Dazu sei gesagt, dass wir uns sowohl in den Kämpfen als auch in den Dungeons stets in der ersten Person bewegen. Ob einem das gefällt oder nicht dürfte vom persönlichen Geschmack abhängen. Man darf nicht vergessen, dass das Spiel bereits einige Jahre auf dem Buckel hat und eines der ersten 32-Bit RPGs ist. Dafür bietet es ein sehr tiefgehendes Kampf- und Dämonensystem. Die serientypische Möglichkeit mehrere Dämonen zu einem stärkeren zu verschmelzen ist genauso vorhanden wie die Möglichkeit mit ihnen zu verhandeln um sie für seine Seite zu gewinnen oder Items zu erhalten. Bewegt man sich in Dungeons oder auf der Stadtkarte, wechselt außerdem der Mondzyklus, welcher direkten Einfluss auf die Loyalität unserer Dämonen hat. Sinkt die Loyalität, weigern sie sich des öfteren Angriffe auszuführen. Das Setting ist ganz im Steampunk Stil gehalten und besitzt einen starken 90s Flair.

Gutes RPG mit Altersschwäche

Soul Hackers Dungeon DesignSo gut einem das Setting auch gefällt, so wird man nicht übersehen können, dass die Texturen nicht mehr zeitgemäß sind und viele Dinge, die bei heutigen Megami Tensei Teilen die Benutzerfreundlichkeit steigern damals noch nicht umgesetzt wurden. So kann man vor allem zu Beginn von den unzähligen verwirrenden Menüstrukturen etwas überwältigt werden. Das Kampfsystem wird kaum erläutert und der Schwierigkeitsgrad ist teilweise sehr unausgeglichen. So kann es beizeiten passieren, dass ein Dämon mit einem einzigen Angriff eure ganze Party wegfegt. Habt ihr allerdings irgendwann gute Dämonen dabei und eurer Dämonenfreundin ordentlich Punkte auf den Magieskill verteilt, kann euch kaum noch etwas bremsen. Schade ist auch, dass Dämonen nicht leveln können, so wie euer Protagonist und seine Dämonenfreundin. Besonders schade ist, dass das Spiel lediglich die englische Sprachausgabe beinhaltet. Für einige Leute dürfte so die Sprachbarriere sicherlich vom Kauf abschrecken.

Fazit

Shin Megami Tensei: Devil Summoner: Soul Hackers ist eine Retro Perle der fünften Konsolengeneration, dürfte aber aufgrund der Sprachbarriere, des zu Beginn sehr hohen Schwierigkeitsgrades und der veralteten Technik die breite Masse nicht erreichen. Das ist schade, denn hinter der Altersschwäche verbirgt sich ein wahres Juwel, welches an keinem RPG Fan vorbei gehen sollte. Für Hardcore Fans ist der Titel uneingeschränkt zu empfehlen, alle anderen sollten sich vorher bewusst machen was auf sie zukommt.

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