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Kritik | Risen 2: Dark Waters : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Risen 2: Dark Waters

14. Juni 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Risen 2: Dark Waters
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Deep Silver
Plattform:
PC, PS3, Xbox 360
LeserInnen-Wertung:
Release:
27. April 2012
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Genre:
USK:
12

Bei uns im Test: PC-Version

Ein namenloser Held, ein frisches Setting und eine spannende Geschichte rund um Piraten und Titanen sollen die Zutaten für ein erfolgreiches neues Rollenspiel aus dem Hause Piranha Bytes sein. Ob diese Rechnung aufgeht und wie die Karibikatmosphäre ankommt oder ob eventuelle Bugs den Spielspaß trüben, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Setting & Atmosphäre 

Mit dem Südsee-Setting haben die Entwickler einen mutigen Schritt fort von dem schon so oft verwendeten Fantasy oder Mittelalter-Setting getan. Es besticht durch herrliche Landschaften, ist voll von sympathischen Piraten mit ihrem besonderen Charme und wirkt frisch und unverbraucht. Es ist einfach mal etwas Anderes und macht von Anfang an Lust, seine Geheimnisse zu erkunden. Besonders die musikalische Untermalung in Kombination mit der wunderbar in Szene gesetzten Landschaft trägt viel zu der tiefen Atmosphäre bei. Ebenso die guten Synchronsprecher, die den Charakteren glaubhaft Leben einhauchen. Auch wenn man sagen muss, dass es gut und weniger gut synchronisierte Charaktere gibt.

Erfreulicherweise ist es nicht nötig, den Vorgänger gespielt zu haben, um dem Verlauf der Geschichte von Risen 2 zu folgen. Es wird keinerlei Vorkenntnis in irgendeiner Weise benötigt. Die Spielwelt wirkt im Großen und Ganzen glaubwürdig und lebendig, besonders da die NPCs alle einen eigenen Tagesablauf haben und auch auf die Aktionen des Spielers reagieren. Auch wenn einige Logikfehler im Verhalten der NPC dieses Bild zuweilen stören.

Die Geschichte beginnt recht linear, aber sobald man aber im Besitz eines eigenen Piratenschiffs ist, kann man frei entscheiden wo die Reise als nächstes hingehen soll. Dabei hat man die Wahl zwischen 6 unterschiedlichen Inseln und Küstengebieten. Die Welt ist insgesamt groß genug, um Freiraum für Entdecker und Schatzsucher zu bieten. Allerdings ist sie kompakt genug, dass man sich nicht verloren vorkommt.

Story & Quests 

Einige Jahre nach den Ereignissen aus Risen haben die Götter die Welt verlassen und die Titanenlords die Erde verwüstet. Geheimnisvolle Monster aus der Tiefe des Meeres attackieren die Menschen, für die es nur noch einen sicheren Ort gibt: Arborea. Das Hauptquartier der Inquisition ist die letzte Zuflucht der Menschen. Als Spieler schlüpft man, wie bereits beim Vorgänger, in die Rolle des namenlosen Helden, der sich seit Neuestem der Inquisition angeschlossen hat.

Allerdings scheint dieser seine hart erarbeiteten Kampffertigkeiten aus dem ersten Teil auf wundersame Weise wieder verloren zu haben, denn man beginnt als schwachbrüstiger Säbelschwinger. Muss wohl am Alkohol liegen…böser Alkohol…Als letzte Hoffnung der Menschheit wird man ausgesendet, um einen Weg zu finden wie das Chaos, dass von den Ungeheuern verursacht wird, aufzuhalten ist. Das Abenteuer startet auf der Insel Faranga, wo ihr auch gleich eine alte Bekannte aus dem ersten Teil wieder trefft: Petty. Diese begleitet euch auf eurer Reise, bei der ihr 4 magische Artefakte sammelt, um den Titanenlords Einhalt zu gebieten. Diese Artefakte befinden sich im Besitz von 4 Piratenkapitänen, die sie euch natürlich nicht einfach so geben.

Aus diesem Grund schleicht man sich im Namen der Inquisition bei den Piraten ein und versucht, ihr Vertrauen zu gewinnen. Was sich nach einem spannenden Doppelagenten-Szenario anhört, wurde leider etwas unspektakulär umgesetzt. Nach ein paar simplen Aufträgen ist keiner mehr von den Piraten wirklich misstrauisch. Schade, denn hier wurde ein interessantes Storyelement einfach nicht genutzt. Nichtsdestotrotz ist der Rest der Geschichte für ein open World Rollenspiel gut erzählt.

Ähnlich sieht es hier auch bei den Quests aus. Ein Großteil der Aufträge, die man erhält, sind absolute Standardkost: Hole dies, töte das oder sammle jenes. Allerdings sind diese Aufgaben in so unterhaltsame Dialoge oder witzige Umstände verpackt, dass absolut keine Langeweile aufkommt. Daneben gibt es aber auch einige komplexe Questreihen, bei denen sogar alternative Lösungswege möglich sind. Die alternativen Möglichkeiten beeinflussen zwar nicht den Fortlauf der Handlung, sondern nur die Art der Belohnung für die Mühen und bringen Abwechslung ins Spiel.

Kampfsystem & Charakterentwicklung 

Wie bei den meisten Rollenspielen sammelt man durch verschiedene Aktionen wie z.B. Gegner besiegen oder Aufgaben erfüllen Erfahrung und wird stärker. Hier nennt sich das Ruhmpunkte. Diese werden dann im Charaktermenü dafür genutzt, um die Grundattribute Klingen, Feuerwaffen, Härte, Gerissenheit und Voodoo zu steigern. Dabei wirkt sich jedes Attribut auf drei Talente aus. Des Weiteren steigert man seine Talente direkt für ein paar Goldmünzen bei einigen Lehrern. Dabei hat man selbst die Qual der Wahl, für welche Talente man sein hart verdientes Geld ausgibt. Das ermöglicht es dem Spieler, sich seinen individuellen Charakter zu erstellen. Das macht Spaß und ist zudem noch motivierend.

Das Kampfsystem ist leider etwas weniger motivierend, da es einfach zu wenig taktische Möglichkeiten gibt. Im Großen und Ganzen besiegt man seine Widersacher, indem man einfach wild drauf losklickt, bis sie im Staub liegen. Es gibt zwar noch eine Blocken-Funktion, es macht allerdings in den wenigsten Fällen Sinn, diese auch einzusetzen. Mit dem neusten Patch wurde das Kampfsystem allerdings etwas abwechslungsreicher, da es nun möglich ist, eine Ausweichbewegung zu vollführen. Gerade bei Kämpfen gegen Wildtiere ist das ein enormer Fortschritt, da deren Angriffe nicht geblockt werden konnten, was den Kampf zu einem stumpfen „totgeklicke“ machte.

Im Laufe des Abenteuers schließen sich dem Helden insgesamt 7 Gefährten an. Davon kann euch immer einer auf euren Reisen begleiten. Dieser unterstützt euch nicht nur im Kampf, sondern meldet sich auch durch unterhaltsame Kommentare zu Wort. Leider kann man ihnen keine Ausrüstung geben und nur grundlegende Sachen wie „warte hier“ befehlen. Allerdings erweisen sie sich trotzdem als nützliche Begleiter.

Fazit:

Risen 2 ist ein gelungenes Rollenspiel mit einem frischen Setting. Gerade die tollen Landschaften, die große frei erkundbare Welt und die stimmungsvollen Dialoge überzeugen. Das Kampfsystem hat leider ein paar Schwächen aber im Großen und Ganzen kann man mit Risen 2 einige Stunden eine Menge Spaß haben.

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