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Kritik | Legasista : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Legasista

7. Oktober 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Legasista
Redaktions-Wertung:
Publisher:
NIS America
Plattform:
PSN
LeserInnen-Wertung:
Release:
21. August 2012
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Genre:
USK:
6

p-image-22929″ />Wer es liebt, mit seinen Charakteren durch verschiedene Szenarien zu jagen, um diese immer besser zu machen und immer stärkere Ausrüstungen zu bekommen, der dürfte mit Legasista aus dem PlayStation Network bestens bedient sein. Das Spiel reduziert sich dermaßen auf das Hochleveln und Verbessern seiner Schützlinge, dass für alles andere, selbst für die Szenarien nicht mehr allzu viel Platz bleibt. Wir haben uns das Spiel mal näher angeschaut und durch ich-weiß-nicht-mehr-wie-viele Dungeons gekämpft.

Geschwisterliebe

In Legasista schlüpft ihr zunächst in die Rolle von Alto, dessen Schwester durch einen bösen Fluch in einen Kristall verwandelt wurde, den unser Protagonist mit allen Mitteln zu brechen versucht. Doch offensichtlich gibt es nur das eine Mittel, was unserem Abenteurer helfen kann. Und dieses Mittel ist… ja man kann fast sagen ein menschliches Objekt. Nachdem unser Held zu Beginn des Spiels in die Nähe des Ivy Towers gelangt, wo die Lösung für sein Problem verborgen zu sein scheint, trifft er nach einem mehr oder weniger langen Tutorial in mehreren Dungeons auf Melize, eben jenes menschenähnliche Wesen, das der Schlüssel zum Aufheben des Fluchs sein soll.

Nach einer kurzen Diskussion ist Alto bereit, sein Leben für das seiner Schwester herzugeben. Doch just in dem Moment, in dem Melize Alto seines Lebens berauben will, passiert es… Unsere – ab da – Freundin verliert sämtliche Erinnerungen und weiß weder, wie man den Fluch brechen kann noch, dass sie uns wenige Momente zuvor nach dem Leben getrachtet hat. Nun heißt es für uns, in noch mehreren Dungeons nach chipartigen Objekten Ausschau zu halten, um so Melizes Erinnerungen wiederherzustellen und so Altos Schwester Mari zurückzuverwandeln.

Dungeon, Kampf, Ausrüstung! Dungeon, Kampf…

Damit wären wir auch schon bei dem ganzen Spielprinzip, das darin besteht sich von Dungeon zu Dungeon zu begeben und sich zwischendrin mit der gesammelten Ausrüstung auszustatten, um die einzelnen Labyrinthe erfolgreich zu bestreiten. Im Laufe des Spiels könnt ihr bis zu zwei weitere Mitglieder auf die Reise nehmen, von denen ihr aber immer nur einen steuern könnt. Die anderen kämpfen aber nicht von allein an eurer Seite, sondern ihr seid wirklich auf euch alleine gestellt und könnt lediglich zwischen den einzelnen Charakteren hin und her wechseln. Verloren habt ihr erst, wenn jedes Teammitglied das Zeitliche segnet.

Hierbei macht man von einer eigentlich ganz witzigen Idee Gebrauch: man hat nämlich mehrere Leisten, die man mit entsprechenden Gegenständen versehen kann sowie zum Teil mehrere Gesundheitsleisten. Verloren hat man erst, wenn alle Leisten jedes Charakters auf null sind. Dabei hat jeder Gegenstand eine Verbleibdauer, so dass man zum Beispiel erst seine Rüstung verliert, dann sein Schwert und erst dann seine Gesundheit, bevor es mit einem zu Ende ist. Hier kommt es aber darauf an, wie die Balken angeordnet sind. Mit zunehmender Spieldauer und höherem Level stehen euch verschiedene dieser so genannten Frames zur Verfügung, die jeweils eine verschiedene Anordnung haben. Zudem hängen sie von dem Job ab, den man aktuell innehat. Ab einer bestimmten Levelanzahl kann man seine Jobs auch wechseln.

Die Dungeons sind grundsätzlich nicht allzu komplex und groß, können aber aus mehreren Etagen bestehen. Die Gegenstände, die man in ihnen findet, sollte man zunächst heil herausbringen, bevor man sich mit ihnen ausrüstet. Tut man dies nicht und zieht die soeben gefundene Rüstung an, kann es passieren, dass sie im nächsten Kampf beschädigt wird und sie daher im späteren Verlauf schwächer ist bzw. ihr sie ganz verliert. Denn normalerweise erhält man, auch wenn die jeweilige Verbleibdauer eines Gegenstandes abläuft und man ihn im aktuellen Labyrinth verliert, diesen wieder zurück, sobald man draußen in Sicherheit ist. Wurde ein soeben gefundenes Objekt nach außen geschafft, steht es einem in seiner vollen Stärke für die nächsten Aufgaben zur Verfügung.

Viele individuelle Möglichkeiten

Gegenstände können dabei einen Main- sowie einen Sub-Title besitzen. Der Main-Title wirkt sich auf die Subs aus, die wiederum direkten Einfluss auf den jeweiligen Gegenstand haben. Entledigt man sich Objekten, die man nicht mehr braucht, behält man zumindest ihre Titles, die man dann auf seine anderen Objekte anwenden und sich somit in gewisser Weise individuelle Artikel herstellen kann. Das ganze Prozedere ist jedoch nicht unbedingt leicht zu verstehen, so dass man etwas Zeit und ein paar Experimente investieren werden muss, um hinter die Logik und das System zu steigen.

Apropos individuell: ab einem gewissen Punkt im Spiel könnt ihr auch eigene Charaktere erschaffen, mit denen ihr euch auf die Abenteuer macht. Es ist sogar möglich, Bilder über den PC zu importieren, wobei natürlich auch hier Einiges wie Dateiformat oder Größe beachtet werden muss. Wer also glaubt, mit seinem eigenen Ich durch die Labyrinthe zu spazieren, der verspricht sich vielleicht zu viel. Wem es so gelingt, dass man sich auch gut erkennt, dem sei gesagt: Hut ab! Wie dem auch sei, der Editor ist eine witzige Möglichkeit, um eigene Kämpfer ins Rennen zu schicken. Der Fantasie sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt.

Gesteuert sowie gekämpft wird in dem Spiel aus der Vogelperspektive. Im Vergleich zu den Aufnahmen während der Dialoge sehen die Figuren im Spiel ein wenig seltsam, wenn auch wiederum irgendwie lustig aus. Das Spiel ist in 2D gehalten und es gibt lediglich eine – auch ausschaltbare – japanische Tonspur mit englischen Untertiteln. Die Story tritt in dem Spiel eher in den Hintergrund und wird nur an einigen Stellen zwischen zwei Dungeons weitererzählt. Das Kampfsystem ist ganz simpel. Für seine Waffe, egal ob Nahkampfwaffe oder zum Beispiel Bogen hat man letztendlich einen Knopf. Daneben gibt es selbstverständlich Magie oder auch zum Beispiel diebische Elemente, die man über die Schultertasten aktivieren kann.

Neben den “Story-Dungeons”, die höchstens aus paar wenigen Ebenen bestehen, gibt es noch andere, spezielle, die auch aus bis zu 200 Ebenen bestehen können. Hier kann man natürlich richtig gute Ausrüstung finden, muss sich aber auch Gegnern stellen, deren Level von einem Floor zum anderen schon mal um das 100fache, wenn nicht gar 1000fache steigt. Hier hängt einiges vom Glück ab, welches Tor man benutzt und was man damit auslöst. Ärgerlich, ja sogar deprimierend ist es, wenn man sich bis zu einer bestimmten Etage durchgekämpft hat, dann das falsche Portal nimmt und sich dann schier unüberwindbaren Gegnern gegenübergestellt sieht. Und wenn das mehrere Male hintereinander passiert, dann… Zumindest gibt es hier Wege, wie man sein bis dahin gesammeltes Equipment behält, wobei man natürlich auch hier nicht sterben darf. Wenn es diese Möglichkeiten in diesen besonderen Dungeons jedoch nicht geben würde, würde man wohl so schnell kein einziges Equipment heil nach draußen bringen.

Fazit

Legasista ist ein Dungeon-Crawler mit wenig Story, bei dem es einfach darum geht, sich von einem Labyrinth ins nächste zu kämpfen und seinen Charakter zwischendurch mit den neu erworbenen Gegenständen auszustatten. Zugegeben, die individuellen Anpassungsmöglichkeiten sind wirklich groß und in einer echt hohen Anzahl vorhanden. Nichtsdestotrotz bleibt es dabei, dass man einfach nur in einen Dungeon geht, dort versucht, heil den Ausgang zu finden und bei Bedarf noch das eine oder andere Monster tötet, um sich mit dessen abgeworfenen oder in Schatztruhen gefundenen Objekten auszurüsten. Und allein darin liegt in diesem Game die Motivation, um auch die 200stufigen Labyrinthe irgendwann erfolgreich zu meistern, wenn auch bei diesen eben nicht nur das beste Equipment ausreicht, da die Gegner das offenbar vor Betritt irgendwie “wissen” und ihre stärkeren Freunde ins Gefecht schicken, sondern man an mehreren Stellen das gewisse Quentchen Glück benötigt.


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