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Kritik | Guided Fate Paradox : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Guided Fate Paradox

5. November 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Guided Fate Paradox
Redaktions-Wertung:
Publisher:
NIS America
Plattform:
PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
25. Oktober 2013
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Genre:
USK:
12

01 Guided Fate Paradox Logo_Worldofvideogames.deFür Fans des JRPG Generes ist in diesen Gefilden in der Regel nicht so viel los. Wer sich nicht gerade die Spiele importiert, muss oft lange Zeit warten, bis er das von vor drei Jahren bei uns spielen kann. Umso erfreulicher ist es, dass NIS America nach Disgaea nun auch The Guided Fate Paradox bei uns veröffentlicht. Ob das Spiel wirklich so toll ist, wie der Trailer vermuten lässt, könnt ihr hier erfahren.

Die übersinnliche Fügung

Die Person, die sich zu Beginn über die viel zu lange Pechsträhne auslässt, ist unser Protagonist. Seines Zeichens ein unscheinbarer 17 jähriger Schüler mit dem Naben Renya Kagurazaka. Als er eines Tages durch das Einkaufszentrum seines Vertrauens schlendert, spricht ihn eine mysteriöse junge Schönheit an. Sie möchte ihn zu der Teilnahme an einem Gewinnspiel motivieren. Er ist wenig überzeugt und von seiner Erfahrung gezeichnet, wehrt zu Beginn noch ab, aber kann einer so bezaubernden Dame nichts abschlagen und lässt sich zum Schluss doch darauf ein. Und wer hätte das gedacht? Er gewinnt tatsächlich den Hauptpreis. Dieser hat es unerwarteter Weise wirklich in sich. Denn es winkt kein überdimensioniertes Kuscheltier oder ein neues Auto. Nein. Renya wird zu Gott ernannt. Denn die Frau an der Maschine ist ein waschechter Engel namens Lilliel Saotome und sie bedient nichts anderes als die „Lottery Mashine of Destiny“. Frei übersetzt bedeutet das so viel wie Lotteriemaschine der Vorsehung/des Schicksals.

06 Guided Fate Paradox _Worldofvideogames.deAb diesem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es war. Denn der Engel schlägt den neuen Gott kurzerhand mit einer nagelbesetzten Keule nieder und nimmt ihn mit nach Celestia. Kennern der Disgaea Saga sollten diesen Ort bereits gut genug kennen. Neben Lilliel gibt es noch 6 weitere heilige Bewohner mit mehr oder minder komischen Persönlichkeiten. Da wäre zum einen die mit Persönlicheitsproblemen behaftete Lanael Shiratori, welche bei jedem Gespräch mit neuen Spitznamen für sich Namen aufwarten kann. Oder die mit großer Oberweite gesegnete Cheriel Ayanokoji, die ihre Bedürfnisse nicht ganz im Griff hat. Auf alle Fälle ist die Zusammensetzung sehr bunt geraten.

Gelenkte Schicksale

Schon sehr früh wird sich herausstellen, dass der Name des Spiels hier Programm ist. Auf Celestia gibt es eine Maschine. Dieses trägt den äußerst wichtigen Namen „Fate Revolution Circuit Mashine“. Denn mit deren Hilfe kann Gott seine Aufgabe erfüllen, die darin besteht sich den Wünschen und Gebeten aller Lebewesen aus allen Dimensionen anzunehmen. Und der erste Auftrag weiß zu überraschen, da er uns in die Märchenwelt von Cinderella entführt, die sich plötzlich ihrer Existenz bewusst geworden ist. Prompt stellt sie die Liebe zum Prinzen in Frage und macht sich auf die Suche nach ihrer wahren großen Liebe die sie so sieht wie sie wirklich ist. Die goldene Regel für Götter immer im Hinterkopf, dass ein einmal angenommener Wunsch um jeden Preis erfüllt werden muss, sonst wird er von einem unbekannten Wesen verschlungen.

02 Guided Fate Paradox _Worldofvideogames.deDas Erfüllen der Wünsche erfolgt dabei in rundenbasierten Zügen. Über schwachbrettartig unterteilte Spielfelder bewegen wir uns Kästchen um Kästchen Richtung Ausgang. Nach jedem Schritt vergeht eine Runde für uns und die Gegner machen ihren Zug. Kommt es dabei zu einer feindlichen Begegnung, dann kommt es zu einer Auseinandersetzung. Hier besteht die Möglichkeit mit seinem Begleiter auf das Geschöpf einzuschlagen, oder einen der zahlreichen Fähigkeiten einzusetzen. Mit jeder Bewegung und mit jedem Angriff reduziert sich die „Youthful Energie“ Anzeige. Diese fungiert als eine Art Puffer zum Schutz der HP. Ist sie aufgebraucht, dann verbrauchen wir für alle Aktionen unsere HP. Sind auch diese bei 0 angekommen, dann werden wir aus dem Dungeon geworfen und verlieren alle Gegenstände die sich im Rucksack befinden, samt Ausrüstung.

Die Fähigkeiten sind dabei an die jeweiligen Ausrüstungsgegenstände gebunden, die zu Hauf in den Dungeons gefunden werden können. Mit jedem Einsatz steigt dabei die Burst Anzeige. Ist diese gefüllt, dann werden die Statuswerte des jeweiligen Gegenstandes solange reduziert, bis dieser aufgewertet wird. Im Austausch dafür wird einem bei jedem Erreichen der Burst Grenze ein Emblem gegeben, dass man zum Aufwerten der eigenen Attribute verwenden kann.

Tiefgang, trotz flacher Sprüche

04 Guided Fate Paradox _Worldofvideogames.deDie Optik des Spiels ist auf ein Minimum reduziert. Neben den Animefiguren, die mit viel zu großen Köpfen und Augen durch die Gegen laufen, ist der Hintergrund alles andere als schön gestaltet. Die einzelnen Dungeons finden zwar an den unterschiedlichsten Schauplätzen statt, doch verpasst es hier Nippon Ichi diese Standorte vernünftig zu nutzen. Ab und zu befinden sich z.B. auf einem Friedhof ein paar Grabsteine und ein Baumstumpf, aber die restlichen Texturen wirken lieblos.

Neben der doch recht drögen Darstellung, zieht das Spiel das eigene Niveau drastisch nach unten, indem immer wieder flache, sexuelle Anspielungen vom Stapel gelassen werden. Bei Disgaea D2: A brighter Darkness, waren diese dezent eingebunden und lustig dargestellt. Hier konnte nur gelacht werden. Doch hier möchte man sich schon nach der zweiten Andeutung voller Scham an den Kopf und möchte die Konsole mit rotem Kopf wieder ausstellen. Was allerdings sehr schade ist, da gerade bei den Storyschnipseln in der Wunschmaschine die inneren Beweggründe von Renya aufzeigen werden und einen richtig fesseln können. Es kann auch durchaus passieren, dass einem eine Gänsehaut über den Körper oder eine Träne aus dem Auge rinnt. Die Musik untermalt diese Szenen nämlich so gut und atmosphärisch, dass ein Losreißen nahezu unmöglich wird. Leider ist auch hier, wie bei solchen Nischentitel üblich, die englische Sprache für all diejenigen eine Pflicht die auch den Inhalt verstehen wollen, da es nicht lokalisiert ist.

Fazit

Guided Fate Paradox ist ein sehr atmosphärisches Spiel. Allerdings schaffen es die Entwickler diese Atmosphäre durch die plumpen sexuellen Anspielungen, die in einer solchen Anzahl daher kommen, diese außerhalb der Dungeons wieder zunichte zu machen. Trotzdem sollten alle Fans von Disgaea und JRPGs einen Blick riskieren. Die Darstellung ist zwar noch veralteter als bei Disgaea, auch ist die Steuerung zu Beginn gewöhnungsbedürftig, aber der typische schrille Humor weiß durchaus zu überzeugen, wenn man das ein oder andere Auge zudrückt. Und dann erwartet einen wirklich ein sehr schönes Erlebnis und eine spannende Geschichte.

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