Warning: mkdir() [function.mkdir]: Permission denied in /www/htdocs/w0123c02/worldofvideogames/wp-content/plugins/Docs/Docs.php(35) : runtime-created function on line 49
Kritik | Endless Space Gold : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Endless Space Gold

11. November 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Endless Space Gold
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Amplitude
Plattform:
PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
18. Oktober 2013
Loading...Loading...
USK:
12

2D-Endless-Space-Gold-DE-HRLiebhaber exzellenter Weltraumstrategie sind sein einiger Zeit auf dem Trockenen. Die einen schwören auf neuere Titel, worunter trotz einiger Jahre immer noch Sins of a Solar Empire fällt oder auf das immer noch sehr beliebte Master of Orion 2, welches bereits mehr als 14 Jahre verbuchen darf. Wer wissen möchte, ob Endless Space Gold zum neuen Genere-König aufsteigt, der liest sich unseren Test durch.

Bekanntes und Neues

Wie in jedem Spiel dieser Art, ist die Story sehr dünn gesät, aber darauf kommt es auch nicht primär an. Denn zu Beginn müssen wir eine Rasse wählen. Zur Wahl stehen die bakterienartigen Amöben, die maschinenhaften Säer, oder die Menschen, vertreten entweder durch das vereinigte Imperium, oder die Pilger. Jede Rasse hat dabei ihr eigenen Vorteile oder Nachteile. So ist das Vereinigte Imperium z.B. eine wirtschaftlich ausgelegte Art, die in der Lage ist die Produktion schneller voran zu treiben. Wer sich mit keiner der 9 Fraktionen anfreunden kann, darf auch kurzerhand seine eigene Rasse kreieren. Hier dürfen Boni und Mali mithilfe eines Punktesystems vergeben werden. Um die Balance zu wahren, wird hier ein Punktelimit eingeführt. Je höher der Bonus, desto schneller wird das Limit erreicht. Die Mali erlauben je nach Schweregrad die Wahl weiterer Verbesserungen. Nach der Wahl, wird jede Rasse vor der ersten Runde kurz vorgestellt und dann geht es auch gleich schon los in das endlose Getümmel, welches sich unser Weltall nennt.

Listenfreunde und Tabellenmeister

Macht euch in diesem Spiel nichts vor. Wer keine Listen wälzen möchte und sich auch nicht mit solchen Spielprinzipien auseinandersetzen möchte, der sollte besser gleich aufhören zu lesen. Denn ein Großteil basiert darin Planeten anzuklicken und Bauaufträge zu verteilen. Diese werden dann der Reihe nach abgearbeitet und sobald sie fertig sind, wird der nächste Auftrag ins Rennen geschickt. Dabei kann es sich um Gebäude handeln, oder aber um Schiffe oder Aktionen, z.B. die Erforschung eines umkreisenden Mondes, Terraforming, oder die Reparatur eines alten Reliktes. Selbst die Kämpfe werden nur durch Textbefehle gelenkt. Sie laufen zwar schick animiert im Hintergrund ab, lassen sich aber nicht direkt steuern.

01 Worldofvideogames.deKommt es nämlich zu einem Gefecht, so hat man die Wahl den Kampf automatisch auszutragen, oder manuell ablaufen zu lassen. Fällt die Entscheidung auf die zweite Wahl, werden für alle Phasen des Kampfes Verhaltensweißen festgelegt. Jede Verhaltensweise hat dabei eine Auswirkung auf die eigene oder die feindliche Flotte. Schilde, stärken, reparieren, oder brutal angreifen. Doch hier gilt es vorsichtig abzuwägen welche Taktik man auswählt. Denn für jede Aktion, manche davon müssen natürlich noch erforscht werden, gibt es eine Gegenaktion und auch der Gegner darf sich entscheiden wie er im Kampf vorgeht. Natürlich ist erst im Gefecht bekannt wie die Wahl des Gegenübers ausgefallen ist. So kann ein von Beginn an aussichtsloser Kampf durch die geschickte Wahl noch zum Positiven gewendet werden.  Auch wenn dieser Aspekt des Spiels eher auf dem Zufallsprinzip basiert, macht es Spaß zuzuschauen wie die Kämpfe ablaufen. Es wäre allerdings wünschenswert, wenn die Entwickler eine Möglichkeit einbauen würden die Kämpfe auf Knopfdruck zu beschleunigen oder ab zu brechen, da sie sonst einfach zu lang dauern. Gerade nach dem 20 Kampf ist die Lust verfolgen, da eine Einschätzung bereits nach den ersten Sekunden getroffen werden kann.

Neben den Kämpfen, gibt es eine Menge Micromanagement. Die Entscheidungen reichen von der Wahl der Produktionsstraße, bis hin zur Forschung, Diplomatie und Kolonisation.

03 Worldofvideogames.de

Der Forschungsbaum ist dabei in vier Zweige getrennt. Hier besteht die Wahl daraus, ob man sich eher Kriegerisch orientieren möchte, um so im Konfliktfall besser dargestellt zu sein, oder ob das Augenmerk vorerst auf Wirtschaft und Kolonisation gelegt wird. Hier werden neue Wege der Planetenbesiedelung ermöglicht, es gibt nämlich neben Wüsten- und erdähnlichen Planeten auch noch Gasplaneten, Trocken-/Lavawelten und Asteroidengürtel. Jeder Planetentyp hat dabei eigene Vor- und Nachteile. So ist eine arktische Welt sehr gut für Forschungszwecke geeignet, generiert aber so gut wie keine Nahrungs- und keine Industriepunkte um die Bevölkerungszahlen anzuheben oder die Wirtschaft anzukurbeln. Gerade unfruchtbare und lebensfeindliche Umgebungen generieren hier auch noch eine große Anzahl an Unzufriedenheit die es durch Bauten und Luxusgüter geschickt auszuhebeln gilt. Denn je unglücklicher die Bevölkerung, desto ineffektiver läuft die Galaxie in der sich der Planet befindet. So kommen weniger Steuern in die Staatskasse und die Produktivität fällt ins Bodenlose. Besteht kein Zugang zu eigenen Ressourcen, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als sich mit den anderen Rassen zu verbünden und über Handelsabkommen und Friedensbündnisse geeignete Handelsrouten einzurichten.

02 Worldofvideogames.de

Hier wollen wir euch aber nicht zu viel vorweggreifen, denn die bisherigen Beschreibungen dienen nur dazu euch einen kleinen Einblick zu geben, denn bisher wurde nur ein Bruchteil der Möglichkeiten genannt. So lassen sich Schiffe modifizieren, neue Schiffstypen erforschen, im Rang aufsteigende Helden als Systemadministratoren und Flottenkapitäne einstellen, Planeten belagern, Forschungssiege oder Wirtschaftssiege erringen, LAN-Spiele ausfechten, MODs einbinden, und so weiter und so fort.  Zusätzlich beinhaltet die Gold Edition die Erweiterung Disharmony Erweiterung, welche mit einer neuen Rasse ein völlig neues Spielerlebnis mitbringt, da die neue Rasse sich im Gegensatz zu den anderen gänzlich anders steuert.

Feindlich, feindlicher, KI-Mitspieler

Bei all den süchtig machenden Aspekten, gibt es leider auch einige negative Punkte die dem Spiel ganz schön den Spaß rauben können. So sind die KI-Gegner auch auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad zu offensiv und zu expansiv. Bereits nach wenigen Runden besiedeln die Mitspieler andere Sternensysteme. Greifen um sich wie eine Heuschreckenplage und verleiben sich ein System nach dem anderen ein. Ist ein Planet besetzt, so muss man diesen erst einnehmen. Doch das bedeutet häufig Krieg. Gerade für Anfänger stellt diese Hürde neben dem Textdschungel sehr viel Frustpotential. Doch häufig herrscht bereits nach wenigen Runden mit mindestens einer der bis zu 8 Fraktionen ein heftiger Schlagabtausch. Die ungenügenden Erklärungen helfen selten dabei herauszufinden was denn nun gerade falsch gelaufen ist. So kommt es nicht selten vor, dass zwei gegensätzliche Aussagen in einer Runde gegeben werden. Eine sagt, dass sich die Beziehung aufgrund einer hohen militärischen Stärke verbessert hat, die nächste teilt einem dann mit, dass sich die Beziehung aufgrund der hohen militärischen Stärke verschlechtert. Was denn nun?

04 Worldofvideogames.deNeben den viel zu aggressiven Gegnern, trüben fiese Textfehler den Spielspaß. Mitten im Tutorial sind ganze Textpassagen auf Englisch verfasst. Eine Person, die der Fremdsprache nicht mächtig ist, darf dann erst einmal in die Röhre schauen und sich diesen Aspekt selber beibringen. Gerade wenn es um essentielle Spielebereiche geht, darf so ein Fehler nicht passieren.

Fazit

Wer schon immer auf eine Mischung aus Master oft the Orion und Civilization gewartet hat, der ist hier definitiv richtig und muss bei der Gold Edition einfach zuschlagen. Doch die KI ist gnadenlos und kann auch auf niedrigen Stufen bei falschen Startbedingungen wie eine Welle über einem hereinbrechen.  Wer Herausforderungen mag und sich gerne in das anfangs komplexe Spiel einarbeitet, der wird Wochenlangem Spielspaß belohnt und wird so schnell nicht mehr von Endless Space los kommen!

Empfohlene Artikel:

  • Kein empfohlenen Artikel

Hinterlasse ein Kommentar