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Kritik | Atelier Ayesha: The Alchemist of Dusk

25. März 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Atelier Ayesha: The Alchemist of Dusk
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Koch Media GmbH
Plattform:
PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
8. März 2013
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Genre:
USK:
6

Atelier_Ayesha_CoverNach Rorona, Meruru und Totori bekommt nun auch Ayesha ihr eigenes Atelier auf der PlayStation 3. Die Atelier-Reihe zeichnet sich durch ihre in den Hauptrollen befindlichen Mädchen im typisch „japanischen Stil“ aus, die mit Hilfe von Alchemie Gegenstände herstellen und sich auf ihren Abenteuern mit verschiedenen Gegnern auseinanderzusetzen haben. Jedes dieser Rollenspiele erzählt dabei eine eigene Geschichte, so dass man auch Atelier Ayesha: The Alchemist of Dusk spielen kann, ohne die anderen jemals erlebt zu haben. Wer eines der Spiele aus der Atelier-Reihe bereits gespielt hat, wird hier nicht allzu viel Neues erleben, was aber nicht heißt, dass das Spiel keinen Spaß macht.

Geschwisterliebe

Ayesha Altugle ist die Hauptdarstellerin und Namensgeberin des Spiels, die etwas weiter weg vom Schuss in ihrem kleinen Häuschen auf ihrem beschaulichen Gut als eine Art Apothekerin arbeitet. In ihrem Kessel mischt sie verschiedene Zutaten zusammen und stellt aus ihnen Medizin her, um sie dann an die Auftraggeber zu verkaufen. Einer von ihnen ist Freund und Händler Ernie, der uns auch gleich zu Beginn des Spiels heimsucht, um seine Produkte abzuholen. Nach einem ersten Plausch lässt er uns auch ein Geschenk für Ayeshas Schwester Nio da, das wir ihr in der darauffolgenden Szene auch überbringen wollen bis wir dann als Spieler leider feststellen müssen, dass Nio tot ist.

Doch das revidiert sich kurze Zeit später als man nur erfährt, dass sie just an den Ruinen, zu denen wir soeben gereist sind und an denen wir uns gerade befinden, verschwunden und nie wieder zurückgekehrt ist. Spätestens als dann auch noch Nios Geist an ihrem Grab erscheint, wird klar, dass sie vielleicht nicht wirklich tot ist. Dass ihre Erscheinung keine Einbildung war, wird durch einen Fremden bestätigt, der zuvor von Ernie in Richtung der Ruinen mitgenommen wurde und der uns offenbart, dass auch er Nios Geist gesehen hat. Er gibt uns zu verstehen, dass Alchemie und „leuchtende Blumen“ der Schlüssel für Nios Rückkehr seien. Mit diesen Informationen machen wir uns auf den hoffnungsvollen Weg, Ayeshas Schwester – ins Leben? – zurückzuholen.

Atelier_Ayesha_1Es vergeht doch – man möchte fast schon sagen „ateliermäßig“ – eine gewisse Zeit bis das Spiel so richtig startet. Es gibt viel zu lesen bzw. zu hören. Das komplette Spiel ist in englischer Sprache. Nahezu alles wird gesprochen mit den entsprechenden Untertiteln, so dass man selber entscheiden kann, ob man lieber seine Ohren oder Augen anstrengt. Jedoch fällt bereits beim ersten Gespräch auf, dass die Charaktere ihre Münder ununterbrochen weiter bewegen, auch wenn der eigentliche Text bereits gesagt wurde. Was aber auch hier in diesem Zusammenhang auffällt und sich auch im weiteren Verlauf des Spiels bestätigt ist, dass es hier „wirkliche“ Dialoge gibt und nicht, so wie man es sonst oft gewohnt ist, Standbilder der beteiligten Personen, unter denen der Text dann lediglich eingeblendet wird.

All die Chemie…

Das Herzstück des Spiels liegt wie in den anderen Games dieser Serie in der Alchemie. Als eine Art Apothekerin, die des Öfteren verschiedene Zutaten zu nützlicher Medizin mischt, ist Ayesha prädestiniert für ihre „Karriere“ als Alchemistin. Weil aber nicht jeder alles gleich beherrschen kann, muss sich auch unsere Protagonistin erst mit dem Herstellen kleinerer Gegenstände vertraut machen bis sie mit der Zeit durch verschiedene Bücher, etc. neue Rezepte erlernt und immer bessere Objekte produzieren kann. Die Bandbreite reicht dabei von Tränken, Angriffsobjekten bis hin zu Ausrüstungsgegenständen.

Atelier_Ayesha_2Das Ergebnis einer Produktion hängt dabei von den eingesetzten Zutaten ab, die sich wiederum in verschiedene Kategorien, wie zum Beispiel Flüssigkeiten, etc. einteilen. Innerhalb einer Kategorie gibt es also verschiedene Zutaten, die man zur Herstellung eines bestimmten Gegenstands einsetzen kann. Die gleichen Zutaten können wiederum unterschiedliche Eigenschaften besitzen. So können bei der Herstellung des gleichen Objekts je nach Einsatz die verschiedensten Ergebnisse erzielt werden. Daneben sind die Zutaten an die Elemente Feuer, Eis, Erde und Wind geknüpft und besitzen auch spezielle Effekte, die bei dem Verschmelzen mit anderen

zum Teil auch übernommen werden. Das Herstellungsprozedere ist vom Prinzip ganz einfach, doch muss man gerade am Anfang das alles schon ein wenig mitverfolgen und ein wenig herumprobieren, damit man auch die Einzelheiten begreift.

By the way…

Apropos begreifen: da das komplette Spiel und damit auch die darin befindlichen Hilfen allesamt in englischer Sprache sind, kann es hier und da schon mal zu Verständnisproblemen führen. Ansonsten stellen die Hilfen jedoch ein nützliches bebildertes Nachschlagewerk dar, in dem man Vieles noch einmal nachlesen kann. Da aber auch das Kampfsystem als zweites wichtiges Bestandteil des Spiels relativ simpel ist, wird man wohl nicht allzu häufig von der Hilfe Gebrauch machen müssen.

Atelier_Ayesha_3Zu einem Kampf kommt es immer nach einer Berührung mit einem Gegner. Diese laufen überall auf der Karte herum und haben den ersten Zug, wenn wir lediglich gegen sie laufen. Versetzen wir ihnen dagegen einen Hieb mit unserem Zauberstab, sind wir als erste an der Reihe. Zu Beginn des Kampfes wechselt die Ansicht in die für solche Spiele bekannte Arena. Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab. Anhand einer Leiste kann man sehen, wer als nächster an der Reihe ist. Man kann auch vor dem endgültigen Durchführen einer Aktion sehen, wo man danach in der Leiste stehen wird. Man kann ganz normal angreifen, spezielle – gegebenenfalls magische – Fertigkeiten bzw. Fähigkeiten einsetzen, Gegenstände benutzen oder aber zum Beispiel auch fliehen.

Man kann jedoch auch seine Position verändern, was allerdings auch einen Zug kostet. Da die Widersacher aber bei einem Angriff von hinten mehr Schaden nehmen und man ihnen gleichzeitig eine geringere Chance offenbart, selbst angegriffen zu werden, kann dieser Schachzug schon das eine oder andere Mal über Sieg und Niederlage entscheiden. Und auch bei Ateler Ayesha gibt es die Möglichkeit, mit seinen Weggefährten und Mitstreitern Komboangriffe auszuführen. Eine sich während des Kampfes füllende Leiste gibt an, wie kurz davor ihr seid, einen mächtigeren Angriff zu vollvorführen.

Tag für Tag

Atelier_Ayesha_4In einem Rollenspiel dürfen natürlich Quests nicht fehlen. So verhält es sich auch bei dem vorliegenden Game. Mal müssen wir bestimmte Gegner erledigen, mal bestimmte Gegenstände herstellen. Die entsprechenden Belohnungen heimsen wir danach gerne ein. Da immer mal wieder ein begehrliches Objekt oder ein hübsches Sümmchen Geld winkt, sollte man auch mit den verschiedenen Leuten sprechen, um an Aufträge zu gelangen. Daneben – aber nicht nur dafür, sondern zum Beispiel auch für einfache Gespräche mit anderen Figuren – erhält man so genannte Memory-Punkte, die man dafür einsetzen kann, dass Ayesha bestimmte Ereignisse in ihr Tagebuch schreibt. Diese wiederum bringen dann ab einem bestimmten Zeitpunkt auch neue Fähigkeiten ein. Für das Meistern der Aufgaben wird uns in der Regel eine bestimmte Zeit in Tagen eingeräumt. Für diejenigen, die mit der Atelier-Reihe noch nicht vertraut sind, will das noch mal erklärt werden.

Nahezu alles, was wir machen, ob wir zum Beispiel Gegenstände herstellen oder auf der Übersichtskarte von einem Ort zum anderen wandern, lässt Tage verstreichen. Auf Reisen mag das ja noch nachvollziehbar sein. Wenn ich aber mehrere Tage benötige, um etwas mit Alchemie zu produzieren oder gar Tage ins Land gehen, nur wenn ich per Tastendruck Rohstoffe einsammle, dann frage ich mich schon so ein wenig, was das soll. Wie dem auch sei, der Zeitablauf sorgt dafür, dass von Zeit zu Zeit bestimmte Ereignisse auftreten, die man sich einfach nur ansieht, von denen man zum Teil aber auch profitieren kann. Daneben trifft man zu den verschiedenen Zeiten an den diversen Orten unterschiedliche Charaktere.

Atelier_Ayesha_5Die einzelnen im Spiel auftretenden Figuren sind optisch genau so, wie man es sich vorstellt und wie man es von so einem Game erwarten würde. Auch der Rest fügt sich in das vermutete grafische Gebilde. Es sieht niedlich aus und wird Freunde dieses Genres nicht stören, auch wenn man hier und da über die eine oder andere verschwommene Textur meckern könnte. Grafische Höchstleistungen werden von derart Spielen sowieso nicht erwartet. So wie Atelier Ayesha ist, so kennt man solche Spiele und so gefallen sie den Fans auch. In puncto Sound gibt es ebenso wenig zu kritisieren wie es hervorzuheben gibt. Die Musik und Melodien passen, wiederholen sich aber natürlich, wenn man an einem bestimmten Ort länger verweilt oder diesen öfter aufsucht.

Fazit

Für mich ist Atelier Ayesha: The Alchemist of Dusk ein typisches Atelier-Spiel. Wer Spiele aus dieser Reihe mag, der wird sich auch an diesem Game erfreuen, ohne bahnbrechend Neues zu erleben. Wer noch kein Spiel aus dieser Serie kennt, dem sei gesagt, dass es ein ganz typisches Japan-RPG ist, bei dem auch Neulinge ruhigen Gewissens einsteigen können, da hier eine eigenständige Story erzählt wird. Atelier Ayesha ist ein solides Spiel, das Spaß macht, das aber auch nicht jeden Geschmack trifft. Das ist aber bei allen Spielen so. Für Atelier-Unbefleckte lohnt sich das Reinschauen allemal und wer Geschmack daran findet, der kann dann bei einem in naher Zukunft bestimmt wieder erscheinenden Atelier-Titel erneut zugreifen.

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