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Kritik | Diablo III : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Diablo III

7. August 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Diabo III
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Blizzard
Plattform:
PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
15. Mai 2012
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Genre:
USK:
16

Die lang ersehnte Fortsetzung der Diablo Reihe wurde nun endlich nach 10 Jahren Pause veröffentlicht. Die große Frage ist natürlich, ob der Spruch gilt: „Was lange wehrt, wird endlich gut.“ Oder ob die Erwartungen viel zu hoch gesteckt sind, sodass man nur enttäuscht werden kann. Dies erfahrt ihr hier im folgenden Artikel.

Eine hefig umstrittene Neuerung bei Diablo III ist der ständige Onlinezwang. Man muss zum Spielen ständig mit den Battlenet-Servern verbunden sein. Das führt auf der einen Seite dazu, dass weniger Botter und Cheater unterwegs sind, allerdings zieht das auch einige Nachteile mit sich. Wie bei vielen Online Spielen gab es auch bei Diablo III am Anfang allerlei Schwierigkeiten. Volle Server führten zu langen Warteschlangen, sodass man zu den Hauptspielzeiten nur mit viel Geduld oder Glück spielen konnte. Ebenso trübten viele Verbindungsabbrüche den Spielspaß der Spieler. Allerdings hat Blizzard mittlerweile alles im Griff und die Server laufen stabil ohne größere Verbindungsabbrüche und Warteschlangen.

 

Gameplay

Wie auch bei den Vorgängern zieht man in typischer Hack`n`Slay Manier durch das Land und verprügelt Horden von Gegner. Dabei wird man immer mächtiger, steigt im Level auf und sucht sich bessere Ausrüstung für seinen Helden. Einige neue Komfortfunktionen, wie z.B. dass Gold und Heilkugeln beim darüber Laufen aufgehoben werden, sorgen für ein noch besseres Spielerlebnis, weil nervige Sammelpausen entfallen.

Schön ist auch das neu eingeführte Treffer-Feedback. Es gab einige Kritik am Vorgänger, da sich mächtige Schläge oder Attacken nicht so anfühlten. Diese Kritik haben sich die Entwickler anscheinend zu Herzen genommen: Die Animationen und der Sound unterstützen die Wucht der Attacken nun viel besser. Außerdem wurden einige Effekte hinzugefügt, die dafür sorgen, dass auch die Umgebung in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Angriffe zerbrechen Vasen und Tische, Säulen stürzen ein und die Gegner werden durch die Luft geschleudert. Alles in allem macht es einen Heidenspaß sich durch die Gegnerhorden zu schnetzeln.

In alter Diablo Manier kämpft man sich dabei durch 4 Akte, die von einer interessanten aber auch recht vorhersehbaren Geschichte begleitet wird. Die einzelnen Akte haben jeweils unterschiedliche und abwechslungsreiche Settings. So beginnt man beispielsweise in dem Gebiet um das altbekannte Tristram, kommt danach in eine Wüstenlandschaft, kämpft sich über ein riesiges Schlachtfeld und viele andere abwechslungsreiche Gebiete, die darauf warten, von mutigen Abenteurern erkundet zu werden. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei von einem Akt zum anderen immer weiter an. Hat man den 4. Akt auf Normal erledigt beginnt man, wie beim Vorgänger auch schon, wieder in Akt 1 auf dem Schwierigkeitsgrad Albtraum. Nach Albtraum folgt noch Hölle und zu guter Letzt der neue Schwierigkeitsgrad Inferno.

Dabei muss man sagen, dass es ohne größere Probleme möglich ist, sich bis Hölle durchzukämpfen. Mit Inferno beginnt dann allerdings eine harte Zeit für alle Helden, denn hier haben es die Gegner wirklich in sich. Konnte man sich vorher noch durch die einzelnen Gebiete schnetzeln, ohne auf wirkliche Gefahren zu treffen, muss man im Inferno Modus wirklich auf der Hut sein. Um hier bestehen zu können, sollte man schon einiges in seine Ausrüstung investiert haben. Entweder eine Menge Zeit und etwas Glück beim Finden oder eine Menge Gold im Auktionshaus beim Kaufen neuer Ausrüstungsgegenstände.

Die Inszenierung befindet sich beim dritten Teil des Hack`n`Slays auf aller höchstem Niveau: Die gerenderten Zwischensequenzen sind absolut top und die Geschichte weiß vom ersten bis zum letzten Moment zu begeistern. Vor allem auf den 4. Akt darf man sich besonders freuen, denn dieser stellt von der Atmosphäre und dem Setting das absolute Highlight des Spiels dar. Mehr soll dazu aber nicht verraten werden.

Das besondere Merkmal von Diablo ist und bleibt die Sammelwut. Diese packt einen ab dem ersten ausgerüsteten Gegenstand. Hat man erst mal ein blaues oder sogar gelbes Ausrüstungsteil gefunden, will man immer mehr. Man erkundet freiwillig Gebiete abseits des Weges in der Hoffnung eine Gruppe Elite Champion oder seltene Champions zu finden, um bessere Gegenstände zu ergattern. Das ist zweifelsohne Diablos größte Stärke, aber auch ein kleiner Stolperstein ab dem Inferno Schwierigkeitsgrad.

Es ist absolut natürlich, dass dieser als echte Herausforderung gedacht ist, die einen langfristig fesseln soll. Allerdings kann man es als frustrierend empfinden im ersten Akt Inferno fast keine Ausrüstung zu finden, die den eigenen Helden maßgeblich verbessert. Im Gegenteil: Der Großteil der Gegenstände, die man findet, ist nicht für Charaktere der Stufe 60, sondern darunter bestimmt. Wenn man dann nicht wenigstens das Glück hat, anständige Gegenstände zu finden, die man im Auktionshaus verkaufen kann, um sich dann von dem Gold selbst bessere Ausrüstung zu kaufen, verbringt man erst mal eine ganze Weile im ersten Akt ohne wirklich Fortschritte zu machen. Das soll allerdings keine Kritik sein, sondern darauf muss man sich einfach einstellen, wenn man den allerhöchsten Schwierigkeitsgrad bei Diablo angeht.

Charaktersystem:

Insgesamt gibt es 5 unterschiedliche Klassen: Barbar, Mönch, Dämonenjäger, Hexendoktor und Zauberer. Alle diese Klassen unterscheiden sich maßgeblich in der Kampfweise und den Fähigkeiten voneinander. So suchen der Barbar und der Mönch zwar den Nahkampf mit den Gegnern. Allerdings setzt der Barbar auf rohe Gewalt und seine Zähigkeit, wohingegen der Mönch auf seine Schnelligkeit und Geschicklichkeit im Ausweichen von Attacken setzt. Aufgrund der großen Unterschiede zwischen den Klassen hat Diablo III einen hohen Wiederspielwert, was nicht zuletzt an der Tatsache liegt, dass alle Klassen einen hohen Spaßfaktor besitzen.

Das neue Charaktersystem bietet dem Spieler eine Menge Freiheit und die Möglichkeit, sich immer wieder neu an bestimmte Gegner anzupassen. Es werden keine Punkte mehr in Talentbäume investiert, sondern man schaltet mit aufsteigender Stufe immer neue Fähigkeiten und Runen frei. Diese Runen bewirken, dass sich die Fähigkeiten in ihrer Wirkungsweise verändern, teilweise sehr grundlegend sogar. Somit kann jeder den Helden individuell nach seinen Vorlieben entwickeln und gestalten.

Eine weitere Veränderung zum Vorgänger ist, dass keine Punkte mehr verteilt werden, um Attribute zu erhöhen. Dies geschieht nun ausschließlich durch das sammeln neuer Rüstung, was den Helden noch abhängiger von guter Rüstung macht. Besonders deutlich wird das allerdings erst im Inferno Schwierigkeitsgrad.

Grafik und Sound:

Die Grafik wurde vor dem Release heftig von den Fans diskutiert. Vielen waren die gezeigten Bilder zu bunt oder zu comichaft. Man muss zwar auch im fertigen Spiel feststellen, dass das Spiel etwas farbenfroher als der Vorgänger ist, allerdings wirkt es nie übertrieben oder gar kitschig. Ganz im Gegenteil: Die Grafik ist sehr stimmungsvoll und die Zauber- und Kampfeffekte sind grandios in Szene gesetzt. Ebenso sind die Gebiete abwechslungsreich und die musikalische Untermalung sowie die Soundeffekte machen die Kämpfe zu einem absoluten Highlight. Der Grafikstil hätte zwar alles in allem etwas düsterer sein können, allerdings bin ich der Meinung, die Entwickler haben dafür ein gutes Maß gefunden.

Fazit:

Diablo III ist das wohl mit Abstand beste Hack`n`Slay der letzten Jahre. Die erstklassige Inszenierung, die abwechslungsreichen Gebiete und Gegner, die ständige Jagd nach besseren Gegenständen und die hohe Langzeitmotivation zeigen wieder einmal die Klasse von Blizzard. Lediglich der Inferno Schwierigkeitsgrad lässt aus den oben genannten Gründen Raum für Kritik.

 

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