Kritik | Age of Conan: Rise of the Godslayer

29. Juli 2010 | 0 Kommentare
Titel:
Age of Conan: Rise of the Godslayer
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Funcom
Plattform:
PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
11. Mai 2010
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Genre:
USK:
keine Angaben

Der Start des Originalspiels von Age of Conan verlief alles andere als optimal. Trotz Grafikpracht, erwachsenem Setting und viel nackter Haut konnte Age of Conan nicht überzeugen. Bis Level 20 war noch fast alles ok, falls man mal von den Warteschlangen auf den Servern und Latenzproblemen absieht. Aber mit Verlassen des Tutorial Gebietes kam das große Erwachen. Viel zu wenig Quests, fehlender High Level Content und viel zu viele Bugs verdorben den Spielern schnell die Lust am Spiel. Somit verließen viele Enttäuschte die Welt der Barbaren und widmeten sich wieder anderen Spielen. Erfreulich ist, dass sich seit diesem Zeitpunkt viel daran geändert hat. In nahezu allen Bereichen wurde durch viele Patches nachgebessert um Age of Conan zu verbessern. Nun kam noch mehr High Level Content, in Form der ersten kostenpflichtigen Erweiterung, dazu. Age of Conan Rise of the Godslayer ist vollgepackt mit neuen Quests, Dungeons, Waffen und Rüstungen. Sogar ein neues spielbares Volk hat Einzug in die Spielwelt gefunden, die Khitaner. Ärgerlich: Diese haben kein eigenes Startgebiet spendiert bekommen. Sie starten auf der Insel Tortage, wie der Rest der Völker, was gerade für Twinker, die das Gebiet und ihre Quests zur Genüge kennen, frustrierend sein kann.

Das Fraktionssystem

Mit Age of Conan Rise of the Godslayer entführt Funcom den Spieler in ein asiatisch anmutendes Land namens Khitai. Schon die Gebiete des Originalspiels wussten durch ihre Detailliertheit und Grafikpracht zu überzeugen. Nun, so scheint es, setzten die Entwickler noch mal einen drauf und bringen aufgrund des fernöstlichen Stils frischen Wind in das MMORPG. Die weitläufigen und wunderschönen Landschaften können allerdings nicht über das politische Chaos hinwegtäuschen, welches dort herrscht. In jeder der neuen Regionen kämpfen 2 Fraktionen um die Vorherrschaft und der Spieler muss sich entscheiden, welcher er sich anschließen will. Sobald er Partei für eine ergreift und seinen Ruf erhöht, sinkt automatisch das Ansehen bei der verfeindeten Fraktion. So unterschiedlich die Gruppierungen sind, so unterschiedlich sind auch die Belohnung, die man erhält. Das hat zur Folge, dass man nicht einfach drauf losquesten sollte, sondern sich vorher überlegen muss, welcher der Fraktionen man angehören möchte. In diesem Zusammenhang fällt eine Belohnung ganz besonders auf: Bei 2 verfeindeten Fraktionen gibt es die Möglichkeit sich, durch eine lange Reihe von Quests, ein Reittier zu verdienen. Man hat dabei die Wahl zwischen einem Wolf und einem Tiger. Beide müssen als Jungtier gefangen und aufgezogen werden bis sie in der Lage sind als Reittier oder als Kampfgefährte genutzt zu werden.

Offline Leveln und Aufstiegssystem

Ein weiteres neues Feature ist der automatische Levelaufstieg. Anders als bei anderen MMORPGs, wo man ständig spielen muss, um den Anschluss nicht zu verlieren, bekommt man die Möglichkeit den Helden alle 4 Tage einen Level aufsteigen zu lassen. Einzige Voraussetzung dafür ist ein Held der Stufe 30. Einen ungewöhnlichen Schritt macht Funcom, indem sie die Maximalgrenze der Charaktere nicht erhöhen. Im Gegenzug dafür gibt es das alternative Aufstiegssystem, das es einem ermöglicht mit Erfahrungspunkten viele neue Fähigkeiten freizuschalten. Somit gibt es trotz des nicht erhöhten Maximallevels eine Möglichkeit seinen Charakter weiter zu individualisieren und zu spezialisieren.

Fazit:

Age of Conan hält nun endlich, was es verspricht, und liefert dem Spieler eine erwachsene Spielwelt mit toller Atmosphäre. Das Add-on sorgt für noch mehr High Level Content und andere innovative Änderungen. Mit Rise of the Godslayer geht Funcom in die richtige Richtung und man kann mit gutem Gewissen behaupten, dass sich auch für enttäuschte Spieler der ersten Stunde ein zweiter Blick nach Hyborea lohnt.

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