Kritik | SBK X – Superbike World Championship

26. August 2010 | 0 Kommentare
Titel:
SBK X Superbike World Championship
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Blackbean
Plattform:
PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
25. Mai 2010
Loading ... Loading ...
USK:
keine Angaben

Alle Jahre wieder dürfen sich Motorradfans auf einen neuen Teil der Superbike Serie freuen. In diesem Jahr haben sich die Entwickler von Milestone vorgenommen, Simulations- und Arcadefans mit getrennten Modi gleichermaßen glücklich zu machen. Ob das Vorhaben gelingt oder ob sie sich lieber auf eine Zielgruppe konzentriert hätten, seht ihr im aktuellen Test.

Simulationsmodus

Im Gegensatz zu anderen Rennspielen kann man bei SBK X vor dem eigentlichen Spielen auswählen, ob man lieber im Arcade- oder Simulationsmodus spielen möchte. Sollte man sich für den Simulationsmodus entscheiden, sind erste Frustmomente für ungeübte garantiert. Nur echte Motorradsimulationsexperten werden hier auf Anhieb Freude haben. Denn wie beim wirklichen Motorrad fahren, ist es essenziell auf seine Geschwindigkeit, Gewichtsverlagerung, den richtigen Bremspunkt und viele andere Sachen zu achten. Selbst kleine Fehler werden hier mit einem Besuch im Kiesbett bestraft und kosten wertvolle Zeit. Sollte man allerdings genug Zeit und Training investieren, bis man sein Bike unter Kontrolle hat, stellen sich auch hier Erfolgserlebnisse ein. Wichtig dafür ist das richtige Setup, das entweder ganz allein oder mithilfe eures Renningenieurs eingestellt werden kann. Wie auch in der Realität haben unterschiedliche Wetterbedingungen unterschiedliche Effekte auf das Fahrverhalten. Somit sorgt der Gummiabrieb der Reifen dafür, dass es im Verlauf eines Rennes mehr Bodenhaftung auf der Ideallinie gibt oder bei Regen der Bremsweg verlängert wird. Des Weiteren kann man zwischen 3 verschiedenen Realitätsgraden wählen, um den Schwierigkeitsgrad, nach seinen eigenen Bedürfnissen, anzupassen. Neben der Möglichkeit ein schnelles Rennen, eine Meisterschaft, ein Rennwochenende oder ein Zeitrennen ganz ohne Gegner zu fahren gibt es auch einen Karriere Modus. Dieser ist meiner Meinung nach das Kernstück des Simulationsmodus. Als Erstes erstellt ihr euch einen eigenen Rennfahrer, wählt einen von anfänglich 3 Verträgen aus und schon können die ersten Rennen beginnen. Dabei steht am Anfang nicht das Gewinnen im Vordergrund, sondern man kommt voran, indem man bestimmte Ziele in den Rennen erfüllt (z.B. einen bestimmten Platz erreichen oder einen bestimmten Konkurrenten überholen). Der Schlüssel zum Erfolg lautet hier: Ruf. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Anerkennung zu erhalten, z.B. eine bestimmte Rennposition erreichen oder von der Pole Position zu starten. Auch für besondere Akrobatik, wie z.B. Wheelies oder Stoppies, erhält man Ruf. Indem man seinen Ruf immer weiter steigert, bekommt man neue Verträge und hat die Möglichkeit in höhere Klassen aufzusteigen, bis hin zur Superbike Klasse.

Arcademodus

Natürliche haben die Entwickler auch an die Rennspielfreunde gedacht, die sich nicht erst stundenlang mit dem optimalen Setup für die Maschine befassen möchten, sondern direkt auf die Piste und die Reifen zu glühen bringen wollen. Hier bietet der Arcademodus genau das Richtige. Ohne lange Vorbereitungen hat man die Wahl zwischen folgenden Modi: Schnelles Rennen, Story Modus, schnell Meisterschaft und Zeitrennen. Im Arcademodus hat man die Möglichkeit in einer unglaublichen Geschwindigkeit über die Fahrbahnen zu brettern, erst kurz vor der Kurve voll auf die Bremse zu steigen, in der Kurve vielleicht noch einen Konkurrenten anzurempeln, um daraufhin möglichst schnell wieder aus der Kurve zu beschleunigen. Zugegeben: Mit der Realität hat dieser Modus nun wirklich nichts zu tun, aber dafür hat er eine Menge mit Spaß zu tun. Selbst wenn man mal im Kiesbett landet, wiegt dieser Fehler noch lange nicht so schwer wie im Simulationsmodus. Somit ist der Arcademodus ideal für Einsteiger und Freunde kurzweiliger Rennaction. Eine weitere Fahrhilfe ist die eingeblendete Ideallinie. Sie zeigt nicht nur den optimalen Weg an, sondern gibt auch anhand ihrer Farbe eine Einschätzung ab, ob man mit der richtigen Geschwindigkeit unterwegs ist. Sobald man zu schnell auf eine Kurve zusteuert, verfärbt sie sich von Grün, über Orange, zu Rot und hilft somit vor allem Anfängern ein Gefühl für die richtige Geschwindigkeit und die richtigen Bremspunkte zu finden.

Grafik, Sound und Steuerung

Die Grafik on SBK X ist zweckmäßig aber nicht wirklich schön. Die Umgebung und die Strecke sind für heutige Verhältnisse sehr karg. Lediglich die Wettereffekte, die Motorradmodelle und die Animationen der Fahrer können überzeugen.  Das stört allerdings nicht, da man bei der unglaublichen Geschwindigkeit im Arcademodus und dem hohen Schwierigkeitsgrad des Simulationsmodus keine Zeit hat, auf die Umgebung zu achten. Der Sound ist ebenfalls solide, haut einen aber definitiv nicht um. Um den vollen Spielspaß zu genießen, sollte man sich auf jeden Fall ein Gamepad zulegen, falls keins vorhanden ist. Man kann zwar theoretisch mit der Tastatur spielen, allerdings wird das spätestens im Simulationsmodus zur Tortur.

Fazit

SBK X richtet sich, aufgrund seines hohen Schwierigkeitsgrades, ganz klar an die Hardcore-Simulationsfans. Der Arcademodus ermöglicht zwar auch Anfängern einen relativ moderaten Einstieg, allerdings bietet dieser doch zu wenig Motivation für langfristigen Spielspaß. Wer allerdings die Motivation aufbringt sich lange genug mit dem Spiel zu befassen und eins mit seiner Maschine zu werden, der hat aufgrund der fordernden Spielmechanik und Steuerung eine Menge Spaß mit dieser realistischen Rennsimulation.

Empfohlene Artikel:

  • Kein empfohlenen Artikel

Hinterlasse ein Kommentar