Warning: mkdir() [function.mkdir]: Permission denied in /www/htdocs/w0123c02/worldofvideogames/wp-content/plugins/Docs/Docs.php(35) : runtime-created function on line 49
Kritik | WRC 4 – FIA World Rally Championship : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | WRC 4 – FIA World Rally Championship

10. November 2013 | 0 Kommentare
Titel:
WRC 4 - FIA World Rally Championship
Redaktions-Wertung:
Publisher:
BigBen Interactive
Plattform:
PS3, PSV, Xbox 360, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
25. Oktober 2013
Loading...Loading...
Genre:
USK:
0
Bei uns im Test: PS3-Version

Bei uns im Test: PS3-Version

Vor ein paar Wochen startete die Formel 1 in ihre neue virtuelle Saison, nun gibt es Nachschub für alle PS-Begeisterten. Auch die World Rally Championship bekommt mit WRC 4 ihren neuesten Ableger spendiert, der unser Bedürfnis nach Geschwindigkeit befriedigen soll. Pflügt das Game weltmeisterlich durch die Rally-Pisten der Erde, oder müssen die Mechaniker doch noch einmal Hand anlegen? Wir sagen es euch!

Fahrspaß pur

Da die Auswahl an Rally-Rennspielen doch arg begrenzt ist, gilt WRC 4 automatisch als eines der besten. Der einzig halbwegs aktuelle Konkurrent ist Dirt 3, was allerdings auch schon das ein oder andere Jahr auf dem Buckel hat und zudem durch seine verschiedenen Disziplinen nicht der optimale Vergleichsmaßstab ist. Nichts desto trotz will man natürlich trotzdem ein überzeugendes Game auf den Markt bringen, was den Entwicklern von Milestone auch größtenteils gelungen ist.

WRC4-PR-SCREENSHOT1-01Im Vordergrund steht selbstverständlich das eigentliche Fahren. Seit dem ersten Teil der Serie wird der Fokus dabei mehr auf Simulation als auf Arcade gelegt, was bei den Käufern gut ankommt. Auch WRC 4 bietet uns ein tolles Fahrgefühl. Speziell die stärker motorisierten Boliden versetzen uns mit ihrer Power und Beschleunigung in einen wahren Geschwindigkeitsrausch. Nun liegt die Herausforderung beim Rally-Fahren jedoch in verschiedenen Bodenverhältnissen und kurvenreichen Strecken, einfach nur ordentlich durchheizen ist also nicht drin. Einmal zu früh oder zu spät gebremst und man verliert wertvolle Sekunden oder landet sogar irgendwo in der Botanik. Durch hektisches oder falsches Einlenken gerät das Auto gerne ins Schlingern und endet nicht selten im Crash. Da ist Feingefühl und etwas Übung gefragt. Speziell die hohe Kunst des Driftens um eine enge Haarnadelkurve wird man auf Anhieb nicht so leicht schaffen. Aber im ständigen Verbessern der eigenen Skills und der Jagd nach immer niedrigeren Zeiten, die für eine Strecke benötigt werden, liegt der eigentliche Reiz. Anders wäre es ja auch langweilig. Als letzter Notnagel dient eine Rückspul-Funktion, mit der man grobe Fehler ausbügeln und den vergeigten Streckenabschnitt noch einmal fahren kann. Wahre Cracks nutzen diese jedoch selbstverständlich nicht.

Photo0713Wer nun als Neueinsteiger etwas Bammel haben könnte, WRC 4 wäre nur etwas für Rally-Profis, der kann beruhigt werden. Dank optionaler Fahrhilfen, wie Bremsassistent oder automatischer Gangschaltung, finden auch Rookies schnell Zugang zum Spiel, brennen ordentliche Zeiten in den Matsch und bleiben vor Unfällen halbwegs verschont. Und unfallfrei sollte man möglichst auch bleiben, denn zum Einen können bei schwerwiegenden Schäden die Fahreigenschaften der Rennwagen leiden, zum Anderen werden zu umfangreiche Reparaturen mit Zeitstrafen belegt, was einen in der Gesamtabrechnung teuer zu stehen kommen kann. Insgesamt eine tolle Sache, allerdings hätten die Schäden und ihre Auswirkungen gerne noch etwas heftiger ausfallen können.

Ein weiteres schönes Detail ist die Fahrzeugabstimmung. Man kommt zwar mit den automatischen Voreinstellung durchaus gut zurecht, wer jedoch auf Feinjustierung steht und sein Auto an seinen Fahrstil anpassen möchte, hat dazu die Gelegenheit und kann zahlreiche Teile auf seine Vorlieben abstimmen. Bei den unterschiedlichen Bedingungen der Pisten erfordert das natürlich Geduld, denn WRC 4 lässt uns deutlich spüren, dass es sich auf Asphalt ganz anders fährt als im Schnee, auf Schotter oder im Matsch. Egal ob Neuling oder Profi, jeder wird mit WRC 4 zurecht kommen und Spaß daran haben, durch idyllische Landschaften zu brettern.

Photo0543

Die Spielmodi

Um es vorweg zu nehmen: In jedem der gebotenen Spielmodi geht es ums klassische Rally-Fahren, also möglichst schnell ins Ziel zu kommen – lediglich der Umfang ist verschieden. Während einem im “Schnellen Spiel” keine Wahlmöglichkeit gelassen wird und man quasi Random mäßig Fahrzeug und Rennstrecke zugeteilt bekommt, lässt uns der “Rally Modus” größere Freiheiten. Hier entscheidet man sich zunächst, ob eine einzelne Etappe, eine ganze Rally oder gleich eine komplette Meisterschaft in Angriff genommen werden soll. Im Falle der Meisterschaft bestimmen wir Anzahl der Rallys, Tage und in welchen Ländern diese statt finden. Selbstverständlich steht uns in sämtlichen Disziplinen das komplette Fahrerfeld aller echten Piloten dank offizieller FIA WRC Lizenz zur Verfügung.

Photo0619Besonders gelungen ist der klassische “Karrieremodus”. Zunächst erstellen wir unseren eigenen Piloten und basteln ihm den passenden Beifahrer. Wirklich viele Gestaltungsmöglichkeiten stehen leider nicht zur Verfügung, was allerdings nicht so dramatisch ist. Etwas schwerwiegender wiegt die Tatsache, dass auch das Fahrzeug bis auf Startnummer und Nummernschild-Aufschrift nicht selbst designed werden kann. Als junger Pilot startet man als Joker in der untersten Klasse, der Junior WRC, und übernimmt das Cockpit der regulären Fahrer. Pro Rally bzw. Meisterschaft gibt es sowohl eine vorgegebene Herausforderung in Form der Endplatzierung, als auch einen bestimmten Gegner, den es zu schlagen gilt. Je nachdem, wie gut man sich schlägt, gibt es Ruf-Punkte als Bonus. Je mehr man davon sammelt, desto besser der Ruf und desto bessere Angebote der diversen Rennställe werden unserem Manager unterbreitet. Ziel ist logischerweise eines der begehrten Top-Autos der WRC zu ergattern. Sofern man halbwegs im Spiel drinnen ist und die Autos beherrscht, ist die oberste Klasse in einem angemessenen Zeitraum zu erreichen, ohne dass man sich zu lange mit den schwächeren Rennwagen nach oben kämpfen muss.

Zusätzlich zu all dem bietet WRC 4 auch noch zwei Multiplayer-Modi, einen online, den anderen lokal. Während man sich online erwartungsgemäß mit Kontrahenten aus aller Welt um die beste Zeit duellieren kann, enttäuscht die offline Variante ein wenig. Das liegt daran, dass kein Splitscreen vorhanden ist, sondern man sich mit fahren abwechselt, sodass immer nur einer seinen Spaß hat, während den bis zu drei Mitspielern nichts weiter übrig bleibt als zu warten. Das hätte man durchaus besser lösen können.

Photo0437

Schwachstellen und Stärken der Präsentation

WRC 4 macht spielerisch total Spaß, doch leider gibt es auch einige Dinge, die diesen etwas trüben. An vorderster Front stehen da die zahlreichen und gefühlt ewig langen Ladezeiten. Vor jeder Etappe, die gelegentlich nur etwas über 2 Minuten dauern, warten wir fast die selbe Zeit vor dem Lade-Bildschirm. Gerade im Karrieremodus, wenn es mehrere Rennen hintereinander zu absolvieren gilt, ist das wirklich unheimlich nervig. Passend dazu macht der Soundtrack so gar keine Freude. Entweder viel zu dramatisch oder total emotionslos hängen einem die immer gleichen Hintergrundmelodien schon bald zu den Ohren raus. Etwas fetziges und mehr Abwechslung wären ein tolles Mittel gewesen, um die besagten Ladezeiten ein wenig angenehmer zu gestalten.

Photo0703Auch optisch gehört WRC 4 nicht zum besten, was technisch machbar ist. Die Texturen der Landschaften sind bei näherer Betrachtung sehr unscharf, Pflanzen teilweise stark verpixelt und die Fans am Streckenrand steif animiert und auch nicht gerade schön anzuschauen. Im selben Atemzug muss jedoch auch erwähnt werden, dass die Fahrzeuge sehr gut aussehen, besonders wenn Dreck an ihnen haftet. Auch das Schadensmodel ist gelungen. Zudem macht das Landschaftsdesign trotz technischer Schwächen durchaus Spaß. Jedes Land ist glaubwürdig umgesetzt und mit typischen Details versehen. Egal ob Skandinavien, Süd- und Mitteleuropa, Australien oder Lateinamerika – überall fühlt man sich wohl und genießt die Abwechslung jeder einzelnen der insgesamt 13 Rallys. Ebenso wissen Lichteffekte sowie aufgewirbelter Staub zu gefallen.

Leider sind die Strecken nicht die originalen, trotz der offiziellen Namen. Grundsätzlich machen die Rennpisten Spaß, bieten mit zahlreichen Varianten an Kurven und Hindernissen – wie Sprüngen oder engen Passagen – einiges an Herausforderung und unterscheiden sich teils stark von Rally zu Rally. Nun das große ABER: viele Streckenabschnitte werden für verschiedene Etappen mehrfach verwendet. Manchmal fährt man einfach die andere Richtung, in anderen Fällen wird eine Abzweigung genommen. Jedenfalls werden einem im Laufe einer Rallye viele Kilometer des öfteren begegnen. Insgesamt nicht wirklich schlimm, da im Endeffekt trotzdem jede Fahrt irgendwie anders ist als die vorherige, aber es sollte auch nicht unerwähnt bleiben.

Fazit

WRC 4 – FIA World Rally Championship bietet einiges an Fahrspaß, sowohl für Profi, als auch für Neulinge. Und das ist seine große Stärke. Hätte es nicht die vielen kleinen Macken, wäre es wohl das beste Game, welches das Rally-Genre je hervor gebracht hat. Doch auch so ist es jedem Fan von Rennspielen absolut zu empfehlen.

Hinterlasse ein Kommentar