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Kritik | Gran Turismo 6

30. Dezember 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Gran Turismo 6
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Sony Computer Entertainment
Plattform:
PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
6. Dezember 2013
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Genre:
USK:
0

PS3_GT6_2D_GERWenn eine Rennserie untrennbar mit der PlayStation verbunden ist, dann ist es Gran Turismo. Kaum ein anderes Racing Game begeistert mit jeder neuen Auskopplung so viele Käufer wie GT. 2013 feiert die Ikone ihr stolzes 15-jähriges Jubiläum und nimmt mit dem mittlerweile schon 6. Teil Abschied von der PS3. Ein geschichtsträchtiger Moment für alle Anhänger von Sony Computer Entertainment. Doch wird GT6 diesem Ereignis überhaupt gerecht?

The Real Driving Simulation…?

Seit jeher ist es der Anspruch von Gran Turismo, eine realitätsnahes Rennspiels zu sein. Und tatsächlich schafft es die Serie besser als die meisten ihrer Konkurrenten, die Wirklichkeit zu simulieren. Mit neuer Physik-Engine ausgestattet, soll dies dem neuesten Ableger noch besser gelingen als seinen Vorgängern. Doch wie fühlt sich das Steuern der Boliden denn nun tatsächlich an? Kurz gesagt: grandios! Selbst als Anfänger, der die Fahrhilfen eingeschaltet lässt, spürt man den Effekt von Bodenwellen und Randsteinen, lernt die Konsequenzen eines ausbrechenden Fahrzeugs bei zu früher Beschleunigung aus Kurven, merkt den Unterschied zwischen Front-, Heck- und Allradantrieb oder erkennt, dass zwischen Serienauto und Rennwagen Welten liegen. Und dies sind nur die auffälligsten Details. Dank zahlreicher Tuning-Teile lassen sich die meisten Fahrzeuge in ihrer Performance verbessern, was sich ebenfalls sofort spürbar auf die Leistung auf dem Asphalt niederschlägt. Egal, ob bessere Beschleunigung durch mehr Power und weniger Gewicht, oder ob bessere Straßenlage durch weichere Reifen und Aerodynamik-Anbauteile, GT6 zeigt uns, dass die Investitionen in den Wagen durchaus viel bringen.

_bmUploads_2013-05-15_2668_HDR_03Die K.I. der anderen Piloten zeigt sich als durchaus gelungen. Zwar verursachen sie auch den ein oder anderen Rempler, sodass es einen schon mal von der Piste fegt, insgesamt aber wird dem Spieler ein gewisses Maß an Geschicklichkeit abverlangt, um am Vorausfahrenden vorbei zu kommen. Da die anderen Autos nicht schnurgerade hintereinander unterwegs sind, sondern sich selbst untereinander duellieren und ihren Platz verteidigen, erhöht den Spaßfaktor im Vergleich zu anderen Rennspielen deutlich. Die Aggressivität, mit der die Kontrahenten zu Werke gehen, lässt sich zudem im Menü anpassen. Richtig harte Fights kommen jedoch leider eher selten vor. Mit der korrekten Fahrzeugwahl und ein wenig Tuning sollte es einem halbwegs geübten Gamer ohne Probleme möglich sein, jedes Rennen unter den Top 3 zu vollenden.

Bisher scheint Gran Turismo 6 alles richtig zu machen, doch wie so oft ist nicht alles gold, was glänzt. Das Schadensmodell ist beispielsweise ein echter Witz und so gut wie nicht vorhanden. Selbst bei einem Unfall aus höchster Geschwindigkeit zeugen nicht mehr als eine paar Beulen im Blech und leichte Lackschäden vom Crash, weiter fahren ist kein Problem. Nicht einmal die Fahreigenschaften werden negativ beeinträchtigt. Desweiteren fällt die wenige Abwechslung auf, was Streckenauswahl sowie Witterungsverhältnisse betrifft. Viel zu oft muss man sich bei strahlendem Sonnenschein auf den gleichen Pisten messen. Dabei hätte das Game ja deutlich mehr Varianten zu bieten.

M4_04_1386754436Umfangmonster GT6

Im Vorfeld wurde ja bereits zur genüge mit dem bombastischen Aufgebot von 1200 verfügbaren Fahrzeugen geworben, zudem folgen weitere per PSN. Auto-Liebhabern wird da natürlich ganz warm ums Herz, dennoch sei angemerkt, dass GT6 in dieser Hinsicht ein kleiner Blender ist. Ein Großteil der Wagen ist bereits aus früheren Spielen der Serie bekannt, zudem beinhaltet das Spiel von diversen Modellen mehrere Varianten. Gerade die asiatischen Hersteller bekommen dadurch eine schier endlose Liste an Autos, die sich nur in Nuancen unterscheiden. Aber sei’s drum. Nichts desto trotz ist die Vielfalt an Vehikeln wieder einmal so riesig, dass sich jeder einen umfangreichen Fuhrpark zusammenstellen kann. Und das nicht nur mit Rennwagen oder normalen Straßenautos, auch Gokarts, Rally-Boliden, Oldtimer und zahlreiche andere Kategorien von Marken aus Europa, Asien und Amerika verleiten zum Sammeln.

Wie man all die Autos bekommt, ist Gran Turismo Fans natürlich nicht neu. Generell hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel geändert, weshalb folgende Erläuterungen sicher eher für Einsteiger interessant sind. Wie so oft in Racing Games, ist auch in GT6 der Karrieremodus das Herzstück. Angefangen wird in einer niedrigen Rennserie mit nur wenigen Gegner und verhältnismäßig schwach motorisierten Fahrzeugen. Hier gilt es einzelne Rennen, die gerne auch mal nach Mottos unterteilt sind – wie Mittelmotor, Allrad, Japaner, Tuning, Supersport, usw. -, zu bestreiten und möglichst gut zu beenden. Landet man auf dem Siegerpodest, gibt es zusätzlich zur Prämie, die sogenannten CP, Sterne zu gewinnen. Eine bestimmte Anzahl dieser Sterne wird benötigt, um die Lizenz für die nächst höhere Serie zu ergattern. Hierfür müssen jedoch vorher noch diverse Fahrtests bestanden werden. So steigt man nach und nach von einer Rennserie in folgende auf. Mehr Events, mehr Gegner, mehr Fahrzeuge und höhere Belohnungen sind die Folge.

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Um sich etwas vom Rennstress erholen zu können, stellt uns GT6 weitere Challenges, wie Missions- und Markenrennen, bei denen es vorgegebene Ziele und Fahrzeuge gibt, oder die sogenannte Kaffeepause zur Verfügung. Die Kaffeepause verbringt man damit, in einem vorgegebene Zeitfenster Kegel umzufahren, mit einem Liter Benzin möglichst weit zu kommen, oder an einem Drift-Wettbewerb teilzunehmen. Zudem verfügt Gran Turismo über die Red Bull Challenge, die exklusiv von Adrian Newey kreierte Fahrzeuge enthält. Auch Außerhalb des Karrieremodus können wir unsere Zeit vertreiben, nämlich mit dem Online-Multiplayer, Splitscreen sowie Sonderveranstaltungen, die uns sogar auf den Mond führen. Große Klasse!

Egal welches Event gestartet wird, immer gibt es reichlich CP, die das Konto anschwellen lassen. Mit ihnen lassen sich neue Fahrzeuge kaufen, diese aufmotzen, neu lackieren, einen Wartungsservice durchführen oder dem Piloten neue Ausrüstung spendieren. Alles in Allem bietet GT6 also massig Inhalt, der einen lange beschäftigen wird. Speziell die Jagd nach allen Autos wird einige Zeit verschlingen.

Das schönste GT aller Zeiten

Red_Bull_X_Challenge_Kart_Racing_05Dass ein Nachfolger optisch wohl immer besser aussieht als sein Vorgänger, dürfte wohl kaum einen überraschen. Auch bei Gran Turismo 6 ist das der Fall. Es scheint fast, als wolle man die Serie mit einem echten Leckerbissen von der PS3 verabschieden, den selten gab es ein schöneres Rennspiel auf dieser Konsole. Speziell die Fahrzeuge machen mit ihren Details und Linienführungen einiges her, aber auch die Strecken sind echt klasse designt. Seien Kurse in Städten oder der Natur, Rally Pisten oder legendäre Grand Prix wie Silverstone, Spa oder Monza – alle sind sie liebevoll und realitätsnah dargestellt. Speziell die Panoramen lassen ein tolles Feeling aufkommen. Fans und Streckenposten haben da wie gewohnt das Nachsehen und machen einen recht hölzernen und verpixelten Eindruck. Dass GT6 desweiteren mit tollen Lichteffekten punktet und obendrein flüssig läuft, lässt einen aber über die leichten Defizite hinweg sehen.

Wesentlich schwerwiegender fallen da die Motorengeräusche ins Gewicht. Nur wenige Autos haben den satten Sound ihrer reellen Vorbilder, die meisten klingen eher wie Mofas oder Staubsauger und unterscheiden sich zudem untereinander kaum. Das ist schon sehr schade, gerade wenn man bedenkt, wie gut die jeweiligen Fahreigenschaften ins Spiel übertragen wurden. Die Reifen quietschen hingegen richtig ordentlich und auch Kollisionen scheppern – je nach Perspektive – recht ordentlich. Der zugehörige Soundtrack ist wie immer Geschmackssache, liefert in jedem Fall aber flotte Begleitung zur rasanten Action auf dem Asphalt.

Fazit

Gran Turismo 6 setzt weiterhin auf die Stärken der Serie und macht diesbezüglich alles richtig. Vom Fahrgefühl her, dürfte da wohl kein anderes Rennspiel heran kommen. An der Perfektion schrammt das Game aufgrund diverser Defizite jedoch auch vorbei, was jedoch nicht vom Kauf abschrecken sollte. Insgesamt schafft GT6 einen mehr als würdigen Abschied von der PS3 und fährt rosigen Zeiten auf der PS4 entgegen.

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