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Kritik | Formula 1 2013 : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Formula 1 2013

27. Oktober 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Formula 1 2013
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Namco Bandai
Plattform:
Xbox 360, PS3, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
4. Oktober 2013
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Genre:
USK:
0

Bei uns im Test: Xbox 360 Version

Jedes Jahr ein neues Formel-1-Spiel. Die Jungs von Codemasters sind um ihren Job nicht zu beneiden. Denn irgendwann wird es schwierig, ein bestehendes, gutes Produkt noch besser zu machen.

Daher gibt es in diesem Jahr die Nostalgiepackung: Plötzlich spielen nicht mehr die aktuellen Stars wie Sebastian Vettel und Fernando Alonso die Hauptrolle, Codemasters kramt alte F1-Recken wie Nigel Mansell, Mika Häkkinen oder Niki Lauda aus der Blütezeit des Rennzirkus hervor.

 

Auf in die neue Saison

Der Spielumfang von „F1 2013“ kann sich sehen lassen. Das Spiel beginnt standardmäßig mit dem Young Driver’s Test. In Abu Dhabi übt ihr zwei Tage lang die wichtigsten Grundfertigkeiten eines F1-Fahrers: Ihr bremst bei Nässe, versucht euch an Schikanen und müsst schließlich ein Kurzrennen vor einem herunter tickenden Zeitlimit beenden. Während dieses Mini-Tutorial sicherlich für Einsteiger hilfreich ist, stört es Experten, dass sie durch die ersten Simpelprüfungen müssen, um Vertragsangebote für den Karrieremodus zu erhalten. Es sei denn, ihr habt den Vorgänger schon gespielt. Denn dafür wird euch Codemasters  belohnen indem Ihr den ersten Trainingstag vorzeitig beenden dürft und trotzdem Angebote der kleineren Teams erhaltet.

Nach der Absolvierung des „Young-Drivers-Test“ habt Ihr etliche Möglichkeiten zur Auswahl – mit freiem Training und Qualifikation oder ohne, voller Renndistanz oder nur einem Teil davon. Wer am liebsten das ganze Drum und Dran haben will, wird sich außerdem freuen, dass man jetzt auch mitten in langen Rennen den Spielstand abspeichern darf. So wird niemand mehr zu ellenlangen Spielsessions gezwungen. Und: Der im letzten Jahr gestrichene Grand-Prix-Modus feiert seine Rückkehr – ihr dürft also auch mit eurem Lieblings-Team und -fahrer um WM-Punkte, in Einzelrennen oder in benutzerdefinierten Runden auf die Tube drücken. Und wem das noch nicht reicht, der kann natürlich auch online gegen andere Spieler antreten.

In der Karriere kämpft ihr euch dann mit einem eigenen Fahrer nach oben. Dabei gibt euch daa42d385b5daef83c5b48a2ab8fa987da42dfcb2f_fit1090x0s Spiel stets Ziele vor, die zu eurem aktuellen Status passen. Meistert ihr sie, bekommt ihr Angebote höherklassiger Teams. Die Karriere ist somit motivierend, auch wenn hier nur (sinnvolle) Kleinigkeiten verändert wurden. Es wurde der wirklich sehr gelungene Reifenverschleiß auch an kürzere Rennen angepasst. So ist der Karrieremodus weiterhin ein guter Zeitvertreib. Gleiches gilt für die Season Challenge, in der ihr eine Saison bestreitet und euch selbst ausgewählter Rivalen erwehrt. Season Challenge und Karriere sind exklusiv für den aktuellen F1-Kader und sind nicht mit den klassischen Fahrern spielbar.

Die Fahreigenschaften aller Fahrzeuge sind weiterhin einstellbar. Anfänger sollten sich mit Fahrhilfen wie einer dynamischen Ideallinie unterstützen lassen. Profis können dagegen auf solche Funktionen getrost verzichten und versuchen, sich und das Material an die Grenzen zu bringen. Generell spielt sich „F1 2013“ sehr ähnlich wie der Vorjahrestitel. Das bedeutet Codemasters präsentiert weiterhin ein modernes, aber nicht hyperrealistisches Rennspiel. Hier findet sich jeder irgendwie zurecht und absolviert nach einigen Versuchen vernünftige Rennzeiten.

 

Nostalgie trifft Moderne

„F1 2013“ erscheint in gleich zwei Versionen: Die Classic und die Standard Edition. Sind in der Standard Edition der aktuelle Kader und die Fahrer bzw. Strecken des 80er-Pakets vertreten, gibt es bei der Classic Edition auch die 90er obendrauf. Diese Strecken, Autos und Fahrer sind ebenfalls als separater DLC im PSN sowie im Xbox Store erhältlich. Tatsächlich machen die Klassiker in „F1 2013“ den Unterschied. Sie besitzen einen eigenen Menüpunkt mit individuellen Szenarien, allerdings gibt es hier keinen traditionellen Karrieremodus oder gar die Option mit den alten Boliden gegen den aktuellen Kader anzutreten. Was mir allerdings besonders bei den Klassikern gefällt, ist das deutlich veränderte Fahrgefühl. Während die Boliden der aktuellen Saison geradezu schwer in den Kurven liegen und nur in Ausnahmesituationen ausbrechen, muss ich mit den alten Karren wirklich Feingefühl am Lenkrad beweisen. Sobald ich hier einen Tick zu früh oder zu spät auf das Gaspedal latsche, bricht mir das Fahrzeug hinten aus und gerät ins Schleudern. Codemasters gelingt es somit wirklich gut, den Classics trotz fehlender Langzeit-Modi einen gewissen Mehrwert zu verleihen.

3ea7d848446a33cfeba5971f912c1e184f07ee0b_fit1090x0Abgesehen davon gibt es an F1 2013 aber kaum etwas zu bemängeln. Der Saison-Modus stellt selbstverständlich das Herzstück dar und bringt Langzeitspielspaß ohne Ende. Diesmal auch ohne störende Ruckler, die in der Vorjahresversion schon mal den Spaß verdarben. Und das, obwohl die Grafik stellenweise noch ein kleines Stück zulegen konnte. Besonders gelungen sind neben der ohnehin tollen Umsetzung der PS-Boliden wieder einmal die Regen- und Wassereffekte. So viel Spaß bei Regenrennen macht wohl sonst kein anderes Rennspiel – auch weil die Fahrzeuge deutlich von den äußeren Einflüssen beeinflusst werden und es eine außerordentliche Herausforderung darstellt, bei diesen Events überhaupt heil ins Ziel zu kommen.

Apropos Schwierigkeit: Codemasters hat noch ein Dutzend “Szenarien” eingebaut, in denen eurer fahrerisches Können besonders gefordert wird. Wenn es beispielsweise gilt, in den letzten drei Rennrunden nicht nur zehn Sekunden auf den Vordermann aufzuholen, sondern ihm auch noch mal zehn Sekunden abzunehmen, verzweifeln auch gewiefte Rennfahrer. Zumal einem die Ideallinie oft genug keine große Hilfe ist.

 

Alle Jahre wieder

Die ganz großen Innovationen erwarten euch bei „F1 2013“ nicht. So solide der Karrieremodus und die Season Challenge auch sein mögen, sie wirken dennoch ein wenig bieder und emotionslos. Vom Glamour der Formel 1 ist hier nichts zu spüren. Ähnlich kühl präsentieren sich auch die gelegentlich eingestreuten Zwischensequenzen. Statt einer hübschen Champagnerdusche gibt es lediglich kurze Jubelmomente.

Die großen Stars tauchen dagegen nahezu überhaupt nicht auf. Warum es weiterhin nicht möglich ist, in der Karriere einen bestehenden F1-Fahrer zu benutzen, ist mir schleierhaft. Nur in den Nebenoptionen wie Grand Prix oder Time Trial steuere ich selbst Sebastian Vettel und Konsorten. Ansonsten übernehme ich aber stets meinen Avatar. Die großen Karrieremodi von „F1 2013“ vermitteln daher trotz kleiner Neuerungen ein ganz ähnliches Spielgefühl wie der Vorgänger. Und Besitzer dieses Spiels müssen sich zu Recht Fragen, ob sie für ein paar kleine Extras, klassische screenshot__0011_F1_2013_Screenshot_029Fahrzeuge und ein Kader-Update den Vollpreis bezahlen wollen. Die Gegner-KI von „F1 2013“ ist wie schon beim Vorgänger eher grenzwertig. Zwar agieren die Computer-Vettels in dieser Saison deutlich aggressiver und wagen sogar mutige Überholmanöver, allerdings führt diese Risikobereitschaft auch immer wieder zu unplanmäßigen Unfällen. Im Puncto Innovationen zeigt sich „F1 2013“ leider von seiner schlechteren Seite. So toll beispielsweise der dynamische Reifenverschleiß der unterschiedlichen Gummis auch sein mag. Der Rest von „F1 2013“ ist weiterhin sehr rudimentär. So läuft der Boxenstopp lediglich in einem kleinen Zwischenfilmchen ab. Echte Einflussmöglichkeiten auf die Zeiten der Reifenwechsel habe ich leider nicht. Die Tuning-Optionen sind ebenfalls auf einige vorgefertigte Einstellungen beschränkt. Jeder Autoschrauber ärgert sich jetzt natürlich, darf er doch nicht selbst an seinem Boliden Hand anlegen darf. Außerdem ist das gesamte Spiel geradezu klinisch unpersönlich. Keine großartigen Filmchen, keine Boxencrew, keine echten Siegesfeiern. Wo andere Spiele mit Atmosphäre glänzen, bekomme ich hier lediglich ein Rennspiel ohne viel Drumherum

Fazit

Das Fahrverhalten ist im Vergleich zu F1 2012 größtenteils gleich geblieben. Das heißt, die Kontrolle der Rennwagen ist glaubwürdig und lässt sich auch mittels der Einstellungsmöglichkeiten auf den individuellen Geschmack so weit hochschrauben, dass es Simulationscharakter erhält. Durch das Thema Reifenwahl bekommt das Spiel ohnehin eine taktische Komponente, die dem realen Rennwochenende von Vettel & Co. gut nachempfunden wurde, ohne gleichzeitig zu sperrig oder schwierig für Einsteiger zu sein. Die Wahl der Pneus wirkt sich teils deutlich auf die Kontrolle des Wagens aus. So gelingt den Machern ein guter Mittelweg zwischen Arcade- und Simulation. Eine nichts verzeihende Simulation ist das zwar nicht, F1-Fans dürften aber trotzdem auf ihre Kosten kommen.

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