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Kritik | Rhythm Thief & der Schatz des Kaisers : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Rhythm Thief & der Schatz des Kaisers

18. Mai 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Rhythm Thief und der Schatz des Kaisers
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Nintendo
Plattform:
3DS
LeserInnen-Wertung:
Release:
5. April 2012
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Genre:
USK:
6

Zumba und diverse Tanzspiele fordern uns bereits auf den unterschiedlichsten Konsolen dazu auf, den Rhythmus zu spüren und musikalische Talente zu offenbaren. Bisher dienten nur die stationären Konsolen und das Wohnzimmer als Tanzstudio. Nintendo wäre nicht Nintendo, wenn man nicht über den Controller-Rand hinaus schauen würde. Und so entstand mit Hilfe von SEGA “Rhythm Thief & der Schatz des Kaisers” als erstes Game dieser Art für 3DS. Wir machen mit euch zusammen die Musikkiste auf und lassen einen wirklich wilden Tänzer heraus. Feel the beat!

Ein Dieb mit Beat

Der Hauptdarsteller in Rythm Thief kann einem schon Leid tun. Nachdem sein Vater spurlos verschwunden ist, lebt er nun ganz allein in seiner Wohnung mitten in Paris. Doch ganz allein nun auch wieder nicht: sein treuester Freund Fondue, ein aufgeweckter und überaus schlauer Hund, steht im zur Seite. Wie nicht anders zu erwarten, setzt Raphael alles daran, seinen Vater wiederzufinden und seit kurzem hat er eine ganz heiße Spur. Das Symbol auf der von seinem Vater hinterlassenen Münze findet sich auch auf einem Armband im Museum wieder. Raphael hat zwar keine Möglichkeit, da heran zu kommen, doch nicht so sein Alter Ego. Raphael ist nämlich bei Zeiten der berühmt berüchtigte Phantom R, der die Pariser Polizei auf Trapp hält. Und der wäre ja kein Meisterdieb, wenn er seinen geplanten Coup nicht schon im Vorfeld bei den Gesetzeswächtern ankündigen würde. Der ehrgeizige Inspektor Vergier hat schon lange nichts anderes mehr im Kopf als unseren musikalischen Helden. Das Phantom hat mit der Musik jedoch immer ein As im Ärmel, mit dem es eine Nasenlänge voraus ist. Egal worum es geht – mit dem richtigen Rhythmus ist alles zu schaffen.

So kommt es, dass Phantom R unbehelligt mit dem Armband fliegen kann und kurz darauf die schöne Marie trifft. Das Zeichen auf ihrer Geige ist das gleiche, wie auf Armband und Münze, was Marie nicht nur für Phantom R interessant macht, sondern auch für ein paar seltsame Gestalten. Deren Anführer gibt sich als Napoleon Bonaparte aus, der aus seinem Graf aufgestiegen ist und nun auch nach den Artefakten sucht, um eine Drachenkrone zu vervollständigen. Nach und nach kommt Raphael dem Geheimnis um das mysteriöse Zeichen näher und erkennt dabei auch, dass sein Vater gemeinsame Sache mit dem auferstandenen Herrscher macht. Was geht da nur vor?

1, 2, 3 Tapp

Wer in Rythm Thief voran kommen möchte, braucht ein gutes Gehör und den Rhythmus im Blut. Phantom R muss immer wieder kleine Minispiele durchlaufen, bei denen im passenden Moment auf das Touchpad zu drücken ist. Dabei helfen die Musik und die Laute der Charaktere besonders. Bei fast allen Minispielen ist der eingeschaltete Ton unverzichtbar. Anzeigen auf dem Bildschirm unterstützen den Spieler zwar, doch es kommt wirklich auf jede Millisekunde an – da hilft es nur, die Ohren zu spitzen. Es ist schon erstaunlich, welche Hürden unser Dieb spielend leicht mit dem richtigen Beat bewältigt. Er läuft beispielsweise einen Gang voller Polizisten entlang und nimmt hinter Statuen genau dann die gleiche Haltung an, sobald sich die Blicke in seine Richtung wenden. Auch aus einem handfesten Kampf macht Phantom R einen Tanz, bei dem unter Umständen alle Buttons des 3DS bedient werden müssen. Ab und zu kommen auch Minispiele dazu, bei denen durch Schwenken des Handhelds ausgewichen wird. Hier wird der 3D-Modus dann automatisch abgeschaltet.

Das Prinzip der Mini-Games ist in der Regel gleich. Es gibt je drei Abschnitte, die nacheinandern in der Schwierigkeit steigen. Ein Balken zeigt an, wie gut man im Rhythmus ist. Verpasst man den Einsatz, leert sie sich. Gefüllt wird mit sekundengenauen Aktionen. Trifft der Spieler mehrmals hintereinander, ohne zu patzen, gibt es auch einen Kombibonus. Sinkt die Anzeige auf Null, muss das Minispiel noch einmal von vorne begonnen werden. Ein Bisschen Hilfe kann man sich durch käufliche Items holen. Diese bewirken z.B., dass sich die Leiste langsamer leert, schneller füllt oder bei Null noch eine letzte Chance gibt. Es kann immer nur ein Item pro Minispiel genutzt werden – mehr ist aufgrund der nicht allzu großen Herausforderung aber auch nicht nötig.

Sidequests

Es stehen diverse Nebenaufgaben zur Verfügung, die sich wahlweise angehen lassen. Hierzu gehört das Erkaufen von Hintergrundmusikstücken und bereits gesehenen Filmsequenzen. Die ertragreichste Weise, an die dafür notwendigen Medaillen zu kommen, ist das Absuchen des Bildschirms durch Tippen mit dem Touchpen. An nahezu jedem Schauplatz sind Münzen versteckt. Ewiges Herumgestochere auf dem Touchpad lässt sich leider nicht vermeiden – das hätte durchaus besser gelöst werden können. Bei der wilden Tippaktion kann es auch passieren, dass Musikstücke auf CD gefunden werden oder ein paar Noten, die ebenfalls sammelbar sind.

Mit aufgenommenen Tönen, wie das Miauen einer Katze oder das Rauschen eines Brunnens, werden für die Sidequest des perfekten Musikinstrumentes benötigt. Hier müssen nach und nach unterschiedlichste Geräusche gefunden werden, die überall versteckt sind. Zusätzlich zur Hauptstory lädt ein Sudden-Death-Modus bei den Minispielen über eigene Herausforderungen ein. Maximal drei Fehler darf es geben – die meisten gelungenen Combos befördern den Spieler dann auf die Bestenliste. Ein Battle gegen Freunde ist mit nur einem Game möglich, Onlinepartien stehen aber nicht zu Verfügung. Dafür wird Street Pass genutzt. Als Prämie feuert euch eine kleine Figur in den Pariser Straßen künftig an.

 

Musik, Musik, Musik und auch ein Bisschen Design

Das wichtigste Attribut von Rythm Thief ist natürlich die Musik und der Klang. Dahingehend haben sich die Macher auch nicht lumpen lassen. Exzellente Stücke lassen die Füße im Beat mit wippen und machen es auch gar nicht so schwer, im Rhythmus zu bleiben. Darüber hinaus sind die Gespräche englisch vertont – mit ein paar lustigen französischen Einflüssen. In den Videosequenzen kann es aber passieren, dass diese so schnell ablaufen, dass es nicht möglich ist, den Untertext zu lesen – ein geringes Übel bei einer ansonsten sehr gelungenen Vertonung und Dynamik.

Die Grafik ist zwar minimalistisch gehalten aber dadurch durchaus passend. Klare Formen und Strukturen machen es leichter, sich auf das Timing zu konzentrieren. Der Spieler wird in eine Manga-Welt entführt, die sich nicht immer sonderlich ernst nimmt. Der 3D-Effekt ist zwar da, aber nicht sonderlich ausgeprägt und eigentlich auch nicht relevant. Weniger für die Augen und mehr für die Ohren! Man merkt, dass die Entwickler viel Zeit damit zugebracht haben, die Synchronisierung von Touchpadaktivitäten und Spielverlauf zu optimieren. Man hat nie das Gefühl, dass die Aktion zu spät registriert wurde. Das gilt auch für den Schwenkmodus. Hierbei ist es lediglich ärgerlich, dass beim nach vorne schwenken, der obere Bildschirm zur Hälfte einklappen kann.

Fazit

“Rythm Thief & der Schatz des Kaisers” ist ein Game, das wieder frischen Wind bringt. Mikrofon und Touchpad wurden schon in der Vergangenheit über die Maße strapaziert, jedoch nie in der raffinierten Verbindung mit einem bestimmten Rhythmus. Die Melodien laden zum Mittanzen ein und die Story ist erfrischend keck, ebenso wie die Dialoge. Also nicht lang fackeln, den 3DS zücken und das Tanzbein schwingen!

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