Kritik | Ratchet & Clank: A Crack In Time
Ratchet und Clank. Diese beiden Herren beehren uns seit Jahren immer wieder mit neuen Abenteuern und schon lange ist die Serie um Lombax Ratchet und seinem kleinen, aber genialem Roboterfreund Clank eine feste Größe im “Jump ‘N’ Run” Genre. So warteten die Fans der beiden natürlich gespannt auf “A Crack In Time”, welches im November 2009 erschien.
Doch nun zur Geschichte: A Crack In Time baut unmittelbar auf die Ereignisse der Future Reihe (Tools Of Destruction und Quest For Booty) auf. Zusammen mit Captain Qwark, einem lustigen, aber auch nervigen Superhelden macht man sich auf die Suche nach dem immer noch entführten Clank. Dieser befindet sich immer noch in den Fängen von Dr. Nefarious. Dieser sollte genauso wie Captain Qwark jedem eingefleischten Fan der Serie ein Begriff sein. Zudem findet Ratchet heraus, dass er nicht der einzige zurückgebliebene Lombax ist, aber an dieser Stelle will ich nicht zu viel verraten. Ähnlich wie bei anderen Ratchet und Clank Spielen kommt der Humor auch hier nicht zu kurz, so muss man besonders am Anfang das ein oder andere mal schmunzeln, doch auch der Rest des Spieles ist mit viel Humor verpackt, sodass die Suche nach Clank nicht nur spannennd, sondern auch lustig ist.
Abwechslung in der Galaxie
A Crack In Time setzt genau das um was man von einem guten Jump ‘N’ Run Spiel erwartet. Springen, laufen, springen, laufen und zwischendurch mal eben eine Horde von Gegnern, in diesem Falle Roboter oder andere kleine, lästige Viecher, platt machen. Das mag zwar langweillig klingen, doch die Entwickler schaffen es, dass Spiel relativ abwechslungsreich zu gestalten. Für die verschiedenen Missionen muss man von Planet zu Planet reisen. Diese sind immer komplett anders aufgebaut. So findet man sich mal in einer Großstadt wieder, mal in einem Gebirge. Das Raumschiff kann man selber steuern, wenn man zu faul ist kann man sich auch teleportieren lassen, dieses funktioniert allerdings nur wenn man genügend Zoni hat. Damit kann man das Schiff aufrüsten und das benötigt man ab und an, da einige Planeten von Sicherheitsanlagen geschützt sind oder von anderen kleinen Raumschiffen bewacht werden. Kauft man sich zum Beispiel etwas extra Speed für die Aphelion (so ist der Name des Schiffes), kann man mit etwas Geschick die Sicherheitsanlagen überwinden, indem man einfach mit voller Power dran vorbei fährt. Das kämpfen gegen andere Raumschiffe stellt sich allerdings als schwer und frustrierend dar. Die Steuerung der Aphelion geht leider nicht so locker von der Hand und die Schüsse kommen oft sehr ungenau. Dennoch sollte jeder erprobte Gamer es meistern können, denn wenn man richtig aufpasst kann man dem Gegenfeuer auch recht gut ausweichen. Anfänger sollten hier etwas mehr Probleme haben. Zwischen den großen, wichtigen Planeten, auf denen sich die Story abspielt, kann man auch auf kleineren landen. Dort kann Ratchet herum laufen und Gegenstände sammeln. Bei den Ausflügen durch die Galaxie kriegt man auch von fremden Raumschiffen Aufträge angeboten, diese sollte man bei Bedarf annehmen, denn es wartet immer eine saftige Belohnung.
Waffen und kleine Helfer
In diesem Punkt haben sich die Entwickler nicht lumpen lassen und bieten dem Spieler ein breites Arsenal an Waffen. Für den Nahkampf ist der Omni-Schlüssel am sinnvollsten. Mit ihm kann man allerdings nur kleine Gegner erledigen. Geschossen wird meistens mit der Konstrukto Pistole, diese kann man wie einige andere Waffen updaten, sodass sie innerhalb des Spieles immer leistungsstärker wird. Doch um die Endgegner zu besiegen braucht man etwas mehr als nur eine Pistole. Deshalb sollte man sich beim Waffenhändler unbedingt weiter mit Waffen eindecken. Vom Dynamo des Unheils, einer rollenden Kugel aus Blitzen, Mr. Zurkon, einem kleinen fliegenden Roboter, der auf jeden Gegner sofort das Feuer eröffnet, bis zu dem Grooviton Werfer, der den Gegner zu Discomusik tanzen lässt, hier haben die Entwickler ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Und genau deshalb sind die Kämpfe so gut gelungen, denn sie sind abwechslungsreich und gleichzeitig lustig. Der Endgegner tanzend zur Discomusik – das muss man gesehen haben!
Das Spiel hat zwei verschiedene Seiten. Den Großteil des Spiels verbringt man mit Ratchet. Diese Abschnitte sind immer voller Tempo, sehr actionreich und vollgepackt mit Gegnern. Besonder spaßig sind dabei die Phasen die man auf einer Grindschiene hinlegen muss, besonders wenn man gerade einen Gegner verfolgt. Leider kommen diese Passagen nicht besonders oft vor. Einen kleinen Aufschwung erhält das Spiel ab etwa der Mitte der Spielzeit, denn dort erhält man die Hoverstiefel. Mit diesen schwebt man über den Boden und kommt wahnsinnig schnell von A nach B. Zudem eignen sie sich auch gut um vor Gegnern zu flüchten. Ein nettes Feature, was dem Spiel sehr gut tut.
…und Rätsel
Die wenige Zeit die man mit Clank verbringt ist da um einiges ruhiger. Es gibt zwar auch Gegner, diese allerdings nur in geringer Anzahl. Stattdessen muss man hier um einiges mehr nachdenken und das ein oder andere Rätsel lösen. Diese Abwechslung tut dem Spiel gut, denn das ewige Geballer fängt irgendwann an langweillig zu nerven. Da kommt Clank gerade recht. Mit diesem muss man sogar an einigen Stellen seine eigene Zukunft aufnehmen um weiter zu kommen. Klingt verrückt, ist aber genial umgesetzt!
Nette Grafik
Okay, die Playstation 3 kann grafisch gesehen klar mehr. Und die Umgebungen sind zwar recht nett anzuschauen, aber auch hier wäre mehr Luft nach oben gewesen, von der Grafik in der Galaxie ganz zu schweigen. Aber die Charaktere sind einfach unglaublich lustig und einfallsreich gestaltet, besonders die Zwischensequenzen machen da richtig Spaß. Allgemein kann man sagen das es sich in der Umgebung sehr gut spielen lässt und bei einem Jump ‘N’ Run Spiel sollte man sowieso nicht die beste Grafik aller Zeiten erwarten. Also gibt es nur für die Galaxie klare Abzüge, diese hätte man dann doch etwas schöner gestalten können, besonders den Raumschiffen hätte etwas mehr Liebe zum Detail gut getan.
Fazit
A Crack In Time ist ein richtig gutes Jump ‘N’ Run Spiel, an dem es eigentlich kaum etwas auszusetzten gibt. Selbst für etwas Abwechslung wird mit einigen Rätseln gesorgt. Diese hätten jedoch öfters vorkommen können und insgesamt kommt die Spieldauer mit Clank ein bisschen zu kurz, denn die Zeit mit ihm macht immer besonders Spaß, da man sich zum Teil richtig anstrengen muss um voranzukommen. Auch die eigentlich sehr gute Idee “von Planet A zu Planet B” fliegen wurde nur durchschnittlich umgesetzt, da die Galaxie einfach nicht so schön gestaltet ist und die Steuerung des Raumschiffes einige Schwächen vorzuweisen hat. Aber insgesamt bleibt ein klar positives Bild des neuesten Teils der Ratchet & Clank Serie. Für Jump ‘N’ Run Fans ist dieses Spiel ein Pflichtkauf! Um in den vollen Genuss von A Crack In Time zu kommen, sollte man dennoch die beiden Vorgänger gespielt haben, damit man der Story zu 100 % folgen kann.





