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Kritik | Kirby und das magische Garn

11. März 2011 | 0 Kommentare
Titel:
Kirby und das magische Garn
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Nintendo
Plattform:
Wii
LeserInnen-Wertung:
Release:
25. Februar 2011
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Genre:
USK:
0

Nachdem Donkey Kong im Dezember die Wii rockte, darf nun ein weiterer Nintendo-Held seinen ersten Auftritt auf der Konsole feiern. Kirby ist zurück! Und noch dazu so, wie wir ihn noch nie erlebt haben! Anders als der GameCube-Vorgänger “Kirby Air Ride” ist sein neues Abenteuer “Kirby und das magische Garn” nicht in 3D gehalten, sondern folgt dem aktuellen Trend zurück zu den 2D Jump ‘N’ Runs. Ob dies der richtige Schritt war und ob Nintendo auch mit diesem Titel an seine hohe Qualität anknüpfen kann, haben wir für euch herausgefunden.

Verflixt und zugenäht!

Bei einem Spaziergang durchs sonnige Dream Land stößt unser Feund Kirby auf eine merkwürdige und finstere Kreatur, den bösen Zauberer Grimmgarn, ein Wesen völlig aus Wolle. Bevor überhaupt klar wird, was Grimmgarn hier zu suchen hat, entführt er die rosa Kugel prompt mit Hilfe einer magischen Socke in seine Heimat, das Stoffland. Wie der Name schon vermuten lässt, besteht hier alles aus Textilien, aus Fäden und Knöpfen. Selbst Kirby ist nicht mehr als ein Knäuel Garn und muss erstaunt feststellen, dass er in dieser luftdurchlässigen Gestalt die Fähigkeit verloren hat, alles was ihm in den Weg kommt aufzusaugen, dafür aber jegliche Form annehmen kann, die ihm das Leben und die Herausforderungen, die auf ihn zukommen, leichter macht. Und das ist auch bitter nötig, denn im Stoffland treiben sich eine Menge Fieslinge herum! Als Kirby den Herrscher, Prinz Plüsch, kennenlernt, erfährt er von diesem, dass Grimmgarn mit seiner schwarzen Magie das Stoffland unterworfen und es noch dazu in seine Einzelteile zerlegt hat. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, hat der Zauberer auch Ähnliches mit dem Dream Land vor. Unser mutiger Held lässt sich natürlich nicht zweimal bitten und macht sich mit Prinz Plüsch auf, dem Schurken die Leviten zu lesen und trifft dabei sogar auf seine alten Widersacher König Dedede und Meta-Knight, die ebenfalls zu Opfern von Grimmgarn werden.

Ein ganz normaler Tag für Kirby? Noch...

Verwandlungskünstler und Raumausstatter

Wie zu Beginn bereits erwähnt, ist “Kirby und das magische Garn” ein 2D Jump ‘N’ Run Abenteuer, sprich ihr wandert in den Levels klassisch von links nach rechts und trefft dabei immer wieder auf Gegner, die nicht so angenehm flauschig sind, wie ihr Erscheinungsbild vermuten lässt. Da Kirby seine mächtige Saugkraft verloren hat, ist er auf seine neuen Fähigkeiten angewiesen, die es ebenfalls in sich haben. Die Allzweckwaffe heißt Garnhaken. Mit einer gezielten Attacke könnt ihr eure plüschigen Widersacher aus Stoff auftrennen, die Fäden aufsammeln und als Wurfgeschoss weiter verwenden. Außerdem wird der Haken benötigt um zu schwingen, Reißverschlüsse zu öffnen oder versteckte Goodies hinter Aufnähern freizulegen. Dies ist jedoch noch lange nicht alles, was Kirby im Stoffland auf dem Kasten hat, denn er kann ja noch seine komplette Gestalt verwandeln. Zur Standardausstattung gehören ein Auto (in Winterlevels durch den Schlitten ersetzt), mit dem man dem pummeligen Woll-Helden etwas einheizen kann, ein Fallschirm, der es Kirby ermöglicht weite Abstände zwischen Plattformen im Flug zu überwinden und zu guter Letzt kann er sich auch in ein schweres Gewicht verwandeln, mit dem er Gegner und diverse Bodenbeläge zerschmettert. Das alles geschieht auf Tastendruck und kann jederzeit eingesetzt werden, zusätzlich halten zahlreiche Level noch Passagen bereit, die Kirby für längere Zeit ein neues Äußeres verpassen. Dazu springt ihr in einen sogenannten Metamortex, der aus unserem Freund die verschiedensten Dinge, wie Delphin, Panzer, UFO, Surfer, Rakete, Feuerwehrauto und noch viele mehr zaubert. Natürlich hat jede Gestalt eine andere Fähigkeit, mit der es dann einen kurzen Abschnitt zu meistern gilt.

Kirby und Prinz Plüsch in brenzliger Mission

Das Stoffland besteht aus sieben Themenbereichen, die einst zu einer Welt verknüpft waren, aber von Grimmgarn auseinandergetrennt wurden. Habt ihr alle Levels erfolgreich bestanden, wartet in jedem dieser Areale ein Boss-Gegner auf euch, der aus dem magischen Garn, das die sieben Stücke miteinander verband, gestrickt ist. Hier gilt es den Attacken der größenmäßig meist überlegenen Gegner auszuweichen und ihre Attacken zu kontern, bis sie besiegt sind und ihr Garn freigeben, damit es wieder dazu verwendet werden kann, Stoffland zusammen zu nähen. In diesen Kämpfen ist es besonders wichtig, so wenige Treffer wie möglich einzustecken. Das liegt nicht daran, dass Kirby sterben könnte (kann er nämlich nicht), sondern daran, dass es für jeden erfolgreichen Angriff Perlen als Belohnung gibt. Eine gewissen Anzahl davon wird zwingend benötigt, um weitere Bonus-Levels freizuschalten, die im Story-Modus sonst verschlossen sind. Auch in den normalen Levels werdet ihr zahlreiche dieser Perlen finden. Sie dienen zum Einen für einen besseren Highscore, zum Anderen kann man damit auch Möbel kaufen und damit Wohnungen einrichten.

Der Möbelhändler - Freund des Raumausstatters

Am Anfang des Abenteuers, in der Hauptstadt Filzingen, lernt ihr den ortsansässigen Vermieter Willi Webstuhl kennen. Er überlässt Kirby eine Wohnung und erklärt, wie diese mit Möblierung ausgestattet werden kann. Um weitere Mieter anzulocken, geht dies auch mit anderen freistehenden Apartments. Als Dank erhaltet ihr von deren neuen Bewohner, Perline und Suchmich, kleine Bonus-Missionen, die allerdings nichts mit der Hauptstory zu tun haben. Zugegeben: dieses Feature ist relativ unspektakulär, doch was tut man nicht alles für eine etwas längere Spieldauer? Und das ist in “Kirby und das magische Garn” auch bitter nötig, denn den einzig wirklich größeren Vorwurf, den man dem Game machen muss, ist die kurze Spielzeit. Diese kommt durch den doch sehr niedrigen Schwierigkeitsgrad zustande, der es einem ermöglicht, jedes Level relativ zügig zu beenden. Positiv bleibt dabei aber auch anzumerken, dass es immer wieder viel zu entdecken und einzusammeln gibt, außerdem lässt sich das Game im Koop-Modus durchspielen und sorgt somit für Spaß zu zweit.

Flauschige Detailverliebtheit

Wie wir es von Nintendo-Spielen gewohnt sind, sieht auch “Kirby und das magische Garn” wieder einmal wirklich super aus. Die Levels sind farbenfroh, raffiniert designt und mit viel Liebe fürs Detail ausgestattet. So werden jedes Mal gleich zwei Themen verarbeitet, nämlich die Textilien und das jeweilige Thema des Stofflandabschnitts. Auch an Kirby selbst wurde nicht gespart. In Wolle kommt er noch knuffiger rüber als sonst, seine lustigen Verwandlungen tun das Übrige, um das Spiel schnell ins Herz zu schließen. Hinzu kommt ein wirklich passender Soundtrack, der die Stimmung des jeweiligen Spielabschnitts einfängt und untermalt. Auch der deutsche Synchronsprecher erfüllt seine Aufgabe als Geschichtenerzähler perfekt, sodass ein Gefühl aufkommt, an einem interaktiven Märchen teil zu haben.

Stoffland hat einiges zu bieten

Fazit

Man merkt “Kirby und das magische Garn” deutlich an, dass es sich auch an eine jüngere Zielgruppe richtet, doch nach dem teilweise etwas schwierigen “Donkey Kong Country Returns” ist ein weniger nervenzehrendes Jump ‘N’ Run Abenteuer vielleicht genau das Richtige. Geübte Spieler werden Grimmgarn zwar relativ schnell besiegt haben, nichts desto trotz überzeugt Kirby mit diesem wirklich toll gemachten Game für jung und alt voll und ganz.

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