Warning: mkdir() [function.mkdir]: Permission denied in /www/htdocs/w0123c02/worldofvideogames/wp-content/plugins/Docs/Docs.php(35) : runtime-created function on line 49
Kritik | Hell Yeah! Der Zorn des toten Karnickels : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Hell Yeah! Der Zorn des toten Karnickels

4. Oktober 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Hell Yeah! Der Zorn des toten Karnickels
Redaktions-Wertung:
Publisher:
SEGA
Plattform:
PCDD, XBLA, PSN
LeserInnen-Wertung:
Release:
3. Oktober 2012
Loading...Loading...
Genre:
USK:
12

INAL-280×389.jpg” alt=”” title=”7688HY_Pack image color_FINAL” width=”280″ height=”389″ class=”size-thumbnail wp-image-22826″ /> Bei uns im Test: PS3-Version

Wenn man im PlayStation Store mit dem altehrwürdigen Titel “Spiel des Monats” ausgezeichnet wird, dann muss es sich wahrlich um etwas Besonderes handeln. SEGAs “Hell Yeah! Der Zorn des toten Karnickels” ist das definitiv, was sich auch unschwer am außergewöhnlichen Namen erkennen lässt. Doch was ist das überhaupt für ein Game, das derzeit die Gemüter erregt? Wir sagen es euch!

Das kleine Laster

Hauptfigur des Spiels ist Ash, der Prinz der Unterwelt. Alles könnte für den jähzornigen Despoten so schön sein, gäbe es da nicht die lästige Paparazzi-Schar. In einem unaufmerksamen Augenblick der heimeligen Privatsphäre wird das royale Häschen Opfer eines der Knipser. Prompt landen die Bilder im Netz und geben dabei eine für einen Höllenherrscher unvorteilhafte Vorliebe preis: Ash steht auf Quietscheentchen! Mit Zornesröte im Knochengesicht und ordentlich Wut im Gerippe liegt es nun an ihm, dem Auftraggeber der Fotos eine Lektion zu erteilen. Selbst ist das Karnickel! Und wo er eh gerade schon in Rage ist, geht es auch gleich den ganzen Spöttern mächtig ans Leder. Lang lebe Ash!

Man merkt schon am Plot, dass das Spiel sich nicht ernst nehmen will, was sich durch die witzigen Dialoge auch bis zum Ende konsequent fortsetzt. Ein gewisses Maß an schwarzem Humor sollte also jeder mitbringen, der den Zorn des toten Karnickels selbst erleben möchte.

Innovationslose Genialität

“Hell Yeah!” ist ein klassischer 2D-Sidescroll-Platformer, sprich: wir bewegen uns in großen Levels von links nach rechts, von oben nach unten und umgekehrt, um zum Ausgang zu gelangen. Es würde sich jedoch nicht um “Hell Yeah!” handeln, wenn das schon alles gewesen wäre. Für seinen blutigen Rachefeldzug wird Ash mit einem überdimensionierten Sägeblatt ausgestattet, das als Fortbewegungsmittel und Grabwerkzeug dient, sich natürlich auch zum Filetieren der Gegner hervorragend eignet. Abgerundet wird dieses dämonische Werkzeug mit einem fetten Waffenarsenal, das neben klassischen Knarren wie Schrotflinte, Revolver und Gatling-Gun auch noch Highlights wie den Weihwasser-Werfer umfasst.

All diese totbringenden Gadgets werden auch dringend benötigt, denn die Hölle ist voll von Monstern, die besiegt werden wollen. Das Gesindel lässt sich dabei in drei Kategorien einteilen. Kleinere Gegner, die Ash zwar kratzen, aber nicht wirklich gefährlich werden können, Zwischenbosse und richtig dicke Brocken. In vielen Fällen reicht Dauerbeschuss und permanentes Ausweichen vor feindlichen Angriffen, oft kommt es jedoch auch vor, dass die Widersacher nur mit einer bestimmten Taktik zu besiegen sind. In diesen Situationen hilft euch die Umgebung, beispielsweise wenn ein Monster in eine Säurefontäne zu locken ist. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: das blutige Ende. Ist die Lebensenergie aufgebraucht, bedeutet das nicht automatisch den Sieg.

Jeder Boss kann nur mit einem erfolgreich bestrittenen Mini-Game niedergestreckt werden. Die Vielfalt scheint auch hier keine Grenzen zu kennen. So schnitzen wir eine Keule, steigen in den Wrestling-Ring, rufen blutrünstige Ratten herbei, machen eine Guitar-Hero-Gedächtnis-Session, zermatschen die Brut mit einem LKW, beanworten Quizfragen oder lassen das Schnetzeln von einem T-Rex übernehmen. Der Humor des Spiels spiegelt sich nicht nur in diesen Finishern wider, sondern auch in der kreativen Ausarbeitung der Gegner – stolze 101 verschiedene Bosse gibt es – und deren Schicksal. Denn nach unserem Triumph sind diese nicht etwa tot, sondern werden auf “Die Insel” verfrachtet, wo sie für Ash malochen dürfen.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Für Abwechslung vom Dauergeballer sorgen Level-Abschnitte, in denen unser Karnickel auf seine Ausrüstung verzichten muss und somit leichte Beute ist. Denn einfach auf des Feindes Kopf hüpfen, wie ein gewisser Klempner es tut, ist hier nicht drin. Ash ist verwundbar und kann selbst nicht angreifen. Da heißt es gut ausweichen und schnell herausfinden, wie sich die Gegner besiegen lassen. Zusätzlich sind Passagen im All oder der Tiefsee mit dabei, die wir dann mit Raumschiff und U-Boot durchqueren. Natürlich bis an die Zähne bewaffnet!

Auch der Entdeckerdrang wird von “Hell Yeah!” befriedigt. An allen Ecken und Enden sind Häschen-Dollar und Diamanten “versteckt”, die wir im Shop gegen Waffen, Upgrades und Skins eintauschen können. Die Skins haben auf das Spielgeschehen zwar keinen Einfluss, dafür aber auf unsere Lachmuskeln. Einige davon befinden sich ausschließlich in Geschenkboxen, die teilweise wirklich schwer zu finden sind. Dem immer noch nicht genug, gibt es in den hintersten Winkeln der Unterwelt noch kleine Bonus-Missionen, die mit einem sehr knapp bemessenen Countdown einiges Jump’n’Run-Können abverlangen.

Insgesamt gesehen macht “Hell Yeah!” nichts wirklich neu, aber wen juckt das schon, wenn das Altbewährte so hervorragend funktioniert und uns stundenlange Action ohne Unterbrechung bietet?

So niedlich. So blutig…

Nicht nur, dass das Gameplay wirklich top ist, auch die comic-artige Präsentation des Games ist eine wahre Pracht. Die Stages sind knallbunt und durchaus liebevoll designt. Wer hätte gedacht, dass die Hölle nicht nur das Fegefeuer, sondern auch ein Casino, ein Museum, eine Disco oder eine süße Knuddel-Landschaft enthält? Passend dazu ist – wie bereits angedeutet – die Horde an Feinden äußerst kreativ und witzig gestaltet und so trifft Ash auf seinem Rachefeldzug auf Arschgesichter, einen Ghettoblaster, Tänzer, ein durchgeknalltes Königspaar und viele, viele mehr, deren Niederlagen in Unmengen rotem Saft enden. Unterstützt wird das alles von einem ebenso gelungenen Soundtrack, der immer für die passende Stimmung sorgt.

Leider hat “Hell Yeah!” – zumindest in der PS3-Version – einen dicken Makel. Die Konsole hängt sich während dem Spielbetrieb auf. Und das nicht selten. In der kompletten Testphase musste die Konsole an die 10 Male neu gestartet werden. Das zehrt gehörig an den Nerven.

Fazit

“Hell Yeah! Der Zorn des toten Karnickels” ist eine wahre Spielspaß-Bombe, die jeder mit ein wenig Humor unbedingt auf seiner PS3, Xbox 360 oder dem PC einmal zünden sollte. Punkt.

Hinterlasse ein Kommentar