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Kritik | Disney Micky Epic – Die Macht der 2

15. Dezember 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Disney Micky Epic - Die Macht der 2
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Disney
Plattform:
PS3, Xbox 360, Wii
LeserInnen-Wertung:
Release:
17. November 2012
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Genre:
USK:
6

Bei uns im Test: PS3-Version

In Micky Epic machten wir mit Disneys Vorzeigemaus bereits einen Ausflug nach Wasteland, der Welt der vergessenen Disney-Charaktere und Attraktionen. Zusammen mit dem glücklichen Hasen Oswald, dem ersten dieser vergessenen Disneyfiguren mussten wir besagte Welt vor einem Monster retten, das wir zufällig selbst erschaffen haben. Diejenigen, die dieses Abenteuer nicht bestritten haben, können zumindest jetzt erahnen, dass es wohl geglückt sein muss, sonst fänden wir uns nun nicht Micky Epic: Die Macht der 2 gegenübergestellt. Der Nachfolger greift auf das Spielprinzip des Vorgängers zurück, macht aber an einigen anderen Stellen Gewisses ein wenig anders. Einiges ist gelungen, anderes nicht ganz. Freuen dürfen sich grundsätzlich schon mal PS3- und Xbox-Besitzer, denn anders als beim ersten Teil, der nur für die Wii erschien, bekommen nun auch diese Konsolenspieler die Möglichkeit, Micky herumzukommandieren. PC- und Wii U-Eigner müssen sich dagegen noch ein wenig gedulden.

Zurück ins Vergessene

Micky Epic: Die Macht der 2 entführt uns auch dieses Mal wieder nach Wasteland, das durch ein Erdbeben komplett zugrunde zu gehen droht. Dabei wird dies drohende Unheil stimmungsvoll untermauert, nämlich durch ein wirklich nettes und witziges Lied des Mad Doc. Diese Gesangseinlagen kommen in dem Spiel ab und an mal vor und gehören für mich zu den positiven Neuerungen und überhaupt mit zu den schönsten Stellen in dem Spiel – auch wenn man letztendlich nur zuhört -. Man lauscht gern den Protagonisten und bewundert dabei die wirklich ansprechende und schöne Grafik während dieser Szenen. Wer mit derartigen Musikeinlagen überhaupt nichts anfangen kann, kann diese überspringen, sollte sich aber bewusst sein, dass er dadurch einiges verpasst.

Wie dem auch sei: das Unglück droht Wasteland zu zerstören und wir liegen faul in unserem Bett. Doch nicht allzu lange, denn schnell werden wir vom Kobold Gus zur Hilfe gerufen, zu der wir natürlich unverzüglich eilen. Naja, nicht ganz so schnell. Vorher müssen wir noch den magischen Pinsel finden und uns in einer Minirunde schon mal mit ihm vertraut machen, ehe wir durch den Fernseher gen Wasteland springen und dort auch auf Oswald treffen, der uns ab hier begleitet.

Der Krampf mit dem Zweiten?

Begleiten ist vielleicht gar nicht mal ein verkehrtes Wort, denn oft hat man das Gefühl, dass Oswald wirklich einfach nur da ist. Dabei soll er uns doch auf unserem Abenteuer helfen. Immerhin hat das Spiel doch den Zusatz „Die Macht der 2“. Die Realität sieht dann aber doch ein wenig anders aus. Der glückliche Hase hilft uns zwar, macht uns selbst aber nicht immer glücklich. Er springt mal hier, mal da rum, fällt irgendwelche Abgründe runter, ruft uns zu, dass er bald da ist, irrt aber irgendwo anders noch einige Zeit lang in der Gegend rum, kurzum: er macht nicht – immer – und vor allem nicht sofort das, was er machen soll.

Abhilfe kann man dadurch schaffen, dass man einem zweiten Spieler die Rolle des Oswald zuweist, den er dann steuern kann. Das dürfte aber für den Mitspieler insofern ein wenig langweilig sein, als dass sich die Aktionen des Hasen auf relativ wenige, wie elektrische Geräte mit einer Fernbedienung steuern, Micky über Schluchten befördern, etc. beschränken. Besser, als die Steuerung der KI zu überlassen ist diese Option allemal, richtig Freude dürfte bei dem Mitstreiter aber wohl nicht wirklich aufkommen.

Die Wahl zwischen zwei

Mit eurem Werkzeug, dem Pinsel, könnt ihr entweder Farbe oder Verdünner über der Spielwelt verteilen. Mit Farbe erschafft ihr „Leben“, der Gegenpart zerstört so ziemlich alles. An einigen Stellen müsst ihr Farbe einsetzen, um zum Beispiel Brücken zu erschaffen, an anderen lasst ihr mit Hilfe des Verdünners Objekte verschwinden, um Platz zu machen und an dahinter liegende Orte zu gelangen. Manchmal führt auch beides ans Ziel und ihr könnt euch entscheiden, ob ihr den sanften oder brachialen Weg geht. Nicht immer jedoch ist klar, wo man überhaupt eines der beiden Mittel einsetzen kann. Es kommt also vor, dass man

mit einem der beiden in der Gegend herum schießt und nichts passiert bis man dann die Flüssigkeit wechselt, dann – eventuell mit Glück – die richtige Stelle trifft und sich dann denkt „Aha…“.

Und auch, wenn sich die Idee grundsätzlich ganz gut anhört, ist die Abwechslung bei der Nutzung der beiden Hilfsmittel nicht wirklich groß. Objekte kreieren oder eliminieren, Feinde besiegen oder zu Verbündeten machen und das war es schon so ziemlich. Interessant ist jedoch, dass die Häufigkeit der Nutzung Einfluss auf das Spielgeschehen und auch auf die zu Gesicht bekommenden Zwischensequenzen hat. Wer viel zerstört, zieht den Ärger der Figuren auf sich und sieht andere Videos als der, der nicht mit Farbe geizt. Aber auch an anderen Stellen wird spürbar, dass sich das Spiel unserem Verhalten anpasst. Je nach dem, für welches Mittel wir uns regelmäßig entscheiden, bekommen wir verschiedene Gegenstände, die uns auf ihre eigene Art und Weise weiterhelfen.

Die sonstigen Aufgaben könnten ebenfalls ein wenig spannender und überschaubarer sein. Nicht immer, weiß man, auf welche Art und Weise man eine Quest lösen muss, was man hierfür benötigt, etc. Apropos Überschaubarkeit: auch die Karte und überhaupt die Bewegungsmöglichkeiten sind ein wenig unübersichtlich. Im Vergleich zu der Kameraführung im ersten Teil, die dort noch kritisiert wurde, gibt es hier immerhin eine deutliche Besserung.

In puncto Grafik kann das Spiel dagegen gefallen, wenn auch – nur – besonders in den Zwischeneinlagen. Man hat das Gefühl, als würde man sich eine schöne und wirklich ansehnliche Micky Maus-Episode anschauen. Im Spiel selbst macht das Optische einen ganz guten Eindruck, ohne Bäume auszureißen. Es gibt zum Beispiel aber auch reine 2D-Abschnitte, die es zu bewältigen gibt und die, da sie sowohl optisch als auch soundtechnisch auf „alt“ getrimmt sind, einen gewissen Charme versprühen. Was den Sound sonst angeht, so sind die bereits erwähnten tollen Gesangparts hervorzuheben. Ansonsten herrscht hier eher Unauffälligkeit. Für diverse Extras, wie Kostüme, die dann die Eigenschaften des Trägers, also Mickys und Oswalds, verändern und zur Abwechslung beitragen, ist dagegen gesorgt. Die Steuerung funktioniert sowohl mit dem normalen Controller als auch über Move einwandfrei.

Fazit

Wie gesagt: der Hauptbestandteil, die Nutzung von Farbe und/oder Lösungsmittel, ist an sich nicht soooo sonderlich spannend, weil die Möglichkeiten in dieser Nutzung eben mehr als überschaubar sind. Toll ist allerdings, dass sich unser Verhalten auf den Spielablauf auswirkt. Zusammen mit einer ansehnlichen Grafik, die in den längeren Zwischensequenzen ihre Höhepunkte hat sowie den wirklich schönen Gesangseinlagen ist den Machern jedoch insgesamt ein guter Nachfolger gelungen. Gerade jetzt kurz vor Weihnachten vielleicht das ideale Geschenk für insbesondere die Jüngeren unter uns.

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