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Kritik | Der Puppenspieler

30. September 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Der Puppenspieler
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Sony Computer Entertainment
Plattform:
PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
11. September 2013
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Genre:
USK:
6

Ppptr_2D_GER USKVorhang auf, Bühne frei! Mit dem Puppenspieler führt uns Sony eine ganz besondere Darbietung auf, denn einen Mix aus Jump ‘n’ Run und Theaterstück gab es wohl noch nie auf Konsole zu bewundern. Daher nicht lange fackeln, Popcorn auspacken und das Abenteuer des kleinen Helden Kutaro genießen!

Fieser Teddy

Wie so oft bei Schurken, war auch der böse Mondbärenkönig einst ein unangenehmer Zeitgenosse, der sich aus Frustration und Machtbegierde dazu entschloss, der Mondkönigin ihren Thron zu entreißen. Gleichzeitig gelang er dadurch auch in Besitz des Mondsteines, der seinem Träger außergewöhnliche Kräfte verleiht. Er zerteilte ihn und verteilte die Fragmente an seine Generäle, die seitdem den Mond kontrollieren. Dem nicht genug, raubt der grausige Grizzly den Kindern der Erde die Seelen, während sie nachts schlafen, und verwandelt sie in Holzpuppen, die ihr Dasein von dort an auf dem Mond fristen müssen. Eines dieser Kinder ist unser Held Kutaro, der sich mit Unterstützung der Mondhexe Ezma Potts, deren Kater Ying Yang und der vorlauten Prinzessin Pikarina auf macht, um den Mondbärenkönig zu stürzen. Ausgestattet mit der magischen Schere Calibrus schnibbelt sich der kleine Recke quer über den Mond und scheut dabei weder finstere Orte, noch düstere Schergen…

Verglichen mit anderen Genrevertretern ist die Story von Der Puppenspieler umfang- und facettenreicher. Sie wird ganz im Stile eines Theaterstückes in 7 Akten mit je 3 Szenen erzählt. Tolle Kulissen, viel Humor, ein wenig Gesang, ein frenetisches Publikum und ein mitreißender Erzähler sorgen dafür, dass man sich selbst während des Spielens auch wie ein Zuschauer vorkommt. Wirklich großes Kino… äh… Theater!

Nur nicht den Kopf verlieren!

_bmUploads_2013-07-09_4734_Puppeteer_SC_a32_028Dummerweise wurde Kutaro vom Mondbärenkönig nicht nur die Seele entrissen, sondern auch sein Kopf. Glücklicherweise lassen sich überall neue Schädel finden, angeblich bis zu 100 verschiedene. Nicht nur im Aussehen unterscheiden sich die Köpfe, sie dienen auch dazu versteckte Bonus-Stages zu betreten oder magische Helfer in Bosskämpfen frei zu lassen. Kutaro kann 3 davon mit sich führen. Wird er von einem Gegner getroffen oder berührt ein spitzes Hindernis, verliert er den Kopf. Wer flink ist, schafft es innerhalb von 3 Sekunden seine Birne wieder aufzusammeln, falls nicht, ist er unwiederbringlich weg. Sind alle Häupter aufgebraucht, wird Kutaro ein Leben abgezogen und es muss vom letzten Checkpoint begonnen werden. Neue Leben erhält er hingegen, sobald 100 kleine Mondfunkel, die überall zahlreich in den einzelnen Level verteilt sind, aufgelesen hat.

Der Puppenspieler ist ein klassisches Sidescroll-Jump-n-Run, bietet jedoch weit mehr als nur hüpfen und springen. Oftmals kommt Kutaro nur mit Hilfe seiner Schere weiter und muss große Hindernisse überwinden, indem er sich beispielsweise durch Wolken oder im Wind wehende Blätter zur nächsten Plattform schneidet. Des weiteren bekommt er im Laufe des Spiels neue Waffen und Fähigkeit, wie das Werfen von Bomben, um Licht zu erzeugen oder Gegner zu zerfetzen, einen Greifhaken, einen Ritterschild zur Verteidigung und reflektieren von Sonnenstrahlen sowie einem Stiergeweih für kraftvolle Wrestling-Attacken. Viele Geheimnisse bleiben einem während der ersten Durchspielens verborgen, da Kutaro noch das “Werkzeug” fehlt, um sie frei zu legen, was den Wiederspielwert etwas erhöht.

B00D7BN46Q_pd_1._SX900_Das war jedoch noch nicht alles. In diversen Abschnitten stehen Kutaro rasante Ritte auf Pferd, Flamingo oder Sternschnuppe bevor, bei denen es in hohem Tempo gilt Hindernissen auszuweichen. Zudem sind in fast allen Levels Schnüre, an denen Kutaro entlang schneidet und dabei ebenfalls oft über versperrte Passagen hinweg springen muss. Hat man die Stages mit all ihren Bösewichten und anderen Strapazen hinter sich gebracht, wartet nicht selten ein Bosskampf. Hierbei stellen sich einem Stoffmonster, die sogenannten Weber, und auch die Generäle des Mondbärenkönigs, denen Kutaro ihr Mondsteinstück entreißen will, entgegen. Fast alle fordern eine unterschiedliche Taktik zum Triumph, die den Einsatz von Kutaros diversen Gadgets nach sich ziehen. Bomben werfen, mit Sonnenlicht blenden, auseinander reißen oder einfach mit Calibrus zerschnibbeln – es wird nie langweilig! Zudem werden manche dieser Fights mit einem Quick-Time Event beendet werden, was jedoch äußerst simpel ist. Simpel ist generell ein gutes Stichwort in Bezug auf den Schwierigkeitsgrad des Games. Einen geübten Gamer wird es vor keine allzu großen Schwierigkeiten stellen, ein bisschen mehr Herausforderung hätte da schon gut getan. Dies beeinträchtigt den Spielspaß allerdings nur minimal.

Packende Darbietung

Nicht nur das Gameplay ist beim Puppenspieler durchaus gelungen, auch optisch macht das Spiel einen hervorragenden Eindruck. Die Level sind knallbunt, kreativ und detailreich gestaltet, bieten dynamische Hintergründe und so manch verstecktes Geheimnis, das man per rechtem Analogstick mit Pikarina frei legen kann. Das Einmalige ist der Bühnen-Look. Sowohl Charaktere als auch die Kulisse sieht nach Requisiten aus Holz und Pappe aus, abgerundet wird dies von den roten Vorhängen sowie dem Bühnenboden, die am Bildrand zu sehen sind, sowie dem Publikum, das mit Gelächter und Applaus seine Begeisterung für die Darbietung zum Ausdruck bringt.

4736_Puppeteer_SC_a53_004Doch nicht nur die Geräusche der Zuschauer wissen zu gefallen, auch die restliche Vertonung ist grandios. Sei es der mitreißende Geschichtenerzähler, das raue Organ des Mondbärenkönigs oder das freche Geplapper von Pikarina, wirklich die ganze deutsche Synchronisation ist echt top. Als einziger Wehrmutstropfen bleiben die gesungenen Lieder, die wir nur auf Englisch zu hören bekommen, dafür aber mit deutschen Untertiteln. Perfektioniert wird das alles durch den stimmungsvollen Soundtrack, der sowohl düstere als auch heitere Passagen von Kutaros Abenteuer immer passend unterlegt.

Fazit

Mit dem Puppenspieler ist für die PS3 noch mal ein echtes Jump-n-Run-Highlight erschienen, bevor sie im November so langsam in Rente gehen darf. Das Spiel bietet alles, was Genre-Fans für gute Unterhaltung brauchen, lediglich der Schwierigkeitsgrad dürfte etwas höher sein. Für kleine und große Freunde von Renn- und Hüpfspielen ohne Einschränkung zu empfehlen.

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