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Kritik | Create

6. Januar 2011
Titel:
Create
Redaktions-Wertung:
Publisher:
EA
Plattform:
PC, PS3, XBox 360, Wii
LeserInnen-Wertung:
Release:
18. November 2010
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USK:
0

Bei uns im Test: PC-Version

Kreativität kennt keine Grenzen! Diesen Vorsatz haben sich wohl auch die Entwickler von Create mal so richtig zur Brust benommen, denn hier dreht sich alles um Pinsel, Farben und Effekte in eurem hauseigenen Versuchslabor. EA bringt uns ein Farbspektakel, in dem man endlich mal wieder seiner kreativen Ader freien Lauf lassen und herumexperimentieren kann. Dass das auch ohne Hilfe von diversen Disneyfiguren viel Spaß machen kann, haben ja bereits bekannte Titel wie LittleBigPlanet deutlich bewiesen. Lasst uns in die schräge Fantasiewelt von Create eintauchen und prüfen welches Erlebnis sich dahinter wirklich verbirgt!

Das kreative Chaos

Trophäen, Medaillen und ähnliche Gewinne sind Schnee von gestern, denn bei diesem Spiel dreht sich alles um die begehrten „Funken“. Diese glänzen zwar nicht so schön, geben einem aber ein nettes Feuerwerk als Belohnung. Um sie zu kassieren, müsst ihr innerhalb vierzehn Szenarien jeweils zehn knifflige physikalische Herausforderungen bewältigen. Dabei könnt ihr auch durch das verschönern der Umgebung einige von diesen Funken sammeln. Mit Hilfe der Funken schaltet ihr nicht nur neue Objekte und Gestaltungsoptionen sondern auch die weiteren Szenarien nach und nach frei. Die neu erworbenen Objekte kann man jedoch nur bei der Gestaltung der Szenarien verwenden, bei den Herausforderungen gibt es immer eine begrenzte Anzahl an vorgegeben Gegenständen. Eigentlich schade, aber man kann dies auch als eine gewisse Hilfestellung zur Lösung der Aufgabe sehen.

Zu Beginn gibt es natürlich einige Tutorials und bereits jetzt könnt ihr die euch vorgegebene Welt mit einigen Objekten verschönern wie mit … einer Bank oder einer Laterne. In den ersten Levels will man uns anscheinend einfach nicht überfordern, man fühlt sich jedoch etwas auf den Arm genommen. Aber keine Sorge dies war nur die Aufwärmphase, denn anschließend wird euer Repertoire großzügig immer mehr erweitert.

Es gibt unzählige animierte Objekte, Aufkleber, Graffitis, Pflanzen und sogar Lebewesen, wie z.B. Tiger zu entdecken. Am besten hat mir persönlich aber das Tool gefallen, mit dem man die Oberflächen farblich und individuell gestalten konnte, zudem finden sich hier viele unterschiedliche Strukturen und Muster. Nachteil bei der Gestaltung ist nur, dass es hier wirklich keine Grenzen gibt, d.h. wenn man sich nicht gerade besonders Mühe gibt eine schöne und angenehm anzusehende Welt zu erschaffen, kann das Ganze schnell zu einer absurden und abstrakten Horrorshow werden. Da man jedoch durch die verschiedenen zu lösenden Aufgaben gezwungen wird sich länger in jedem Szenario aufzuhalten, wird der Ehrgeiz eine schöne Welt zu erschaffen gefördert.

Lass die Herausforderungen beginnen!

Wer jetzt eine Herausforderung sucht, die schweißtreibend, nichts für Waschlappen und nur für Menschen mit steinhartem Gemüt geeignet ist und mit Physik zu tun hat, ja der ist hier genau richtig. O

k, besonders körperlich anstrengend ist das zwar nicht. Dennoch, so einfach die ersten Aufgaben auch sind, wird es mit der Zeit immer komplexer.

Dabei täuscht das doch eher niedliche Design anfangs durch angenehme Pastelltöne, fröhlicher Musik und auch einem kinderleicht zu bedienendem Menü. Zu Beginn geht es darum einen Truck mit Hilfe einer Rampe über einen kleinen Abhang ans Ziel zu bringen. Dazu muss man sagen, dass es in allen Szenarien darum geht, ein Objekt von A nach B zu befördern. Klingt etwas unspektakulär? Nun ist es anfangs auch. Doch jede Herausforderung stellt ein neues Problem dar. Was in den ersten Szenarien noch einfache Übungen sind, wie mit Hilfe einer Rakete einen Eiswagen fortzubewegen oder mit Hilfe eines Ballons und Ventilatoren ein Schwein über einen Abhang fliegen zu lassen, wird spätestens bei dem fünften Szenario erst richtig knifflig.

Neben den Ballons, Raketen, vielen unterschiedlichen Fahrzeugen und Feuerreifen, gibt es dabei unzählige Objekte zu entdecken. Nebenbei gibt es bei jeder Aufgabe Extrapunkte, die man sich ebenfalls nicht entgehen lassen sollte. Hat man alles richtig platziert, muss man nur noch auf den „Play-Button“ klicken und kann sich den gesamten Vorgang in Ruhe ansehen und auch wieder anhalten, um gewisse Fehler im eigenen Konstrukt wieder auszubügeln. Schafft man es dann einen Funken zu ergattern, gibt es als Belohnung das o.g. Feuerwerk.

Grafik, Sound und physikalische Vorgänge

Spielmakel oder auch unschöne Spaßbremsen – wie wir Fachleute sagen … – gibt es in diesem Spiel eigentlich kaum. Die Grafik ist recht gut, da ich zuletzt zwei grafisch unschöne Simulatoren getestet habe, für mich sogar eine wahre Augenweide. Auch das Gamedesign an sich ist sehr angenehm und die Bedienung der Toolbar kinderleicht. Der Sound passt zwar gut zum Spiel, wird aber mit der Zeit doch etwas nervig. Dieser Eintönigkeit kann man jedoch durch anderer auswählbarer Sounds Abhilfe schaffen.

Die Aufgaben scheinen zudem nicht ganz überzeugend bzw. physikalisch einleuchtend zu sein. Ich bin zwar kein Physiker, aber fast sicher, dass man mit ein und demselben Ballon nicht jedes unterschiedliche Fahrzeug und Objekt fliegen lassen kann. Es gibt da so einige Vorgänge, die man beim Thema Physik infrage stellen könnte, aber da es hier ja mehr um den Spaß am Experimentieren geht, wollen wir da mal nicht so kleinlich sein. Ich muss zugeben, dass es teilweise sogar spannend ist, zu erfahren, was wohl passiert, wenn man z.B. einen Monstertruck gegen eine Rakete fliegen lässt. Der Spielspaß wird jedoch durch die langen Ladezeiten und die fehlende Vorspuloption bei den längeren Vorgängen etwas gestört. Der zweite Punkt ist in meinen Augen dabei das größte Manko.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Fazit

Einige von euch dürften das Spielprinzip zwar auch bereits von diversen ähnlichen Onlinegames oder Apps kennen, das macht aber nichts, denn auch für euch hat Create so Einiges zu bieten. Neben der recht guten Grafik und dem teilweise leider etwas erschlagenden Farbflash, durch einfach zu skurrile kreative Möglichkeiten, gewinnt das Spiel nach und nach an Komplexität und macht, trotz oder vielleicht auch gerade wegen der physikalisch angehauchten Herausforderungen, Spaß. Auch wenn diese teilweise aufgrund der fehlenden Vorspuloption sich etwas in die Länge ziehen und damit viel Geduld fordern. Es ist besonders für die jungen Gamer unter uns gut geeignet und auch wenn ihr keine kreative Ader und die Kombinationsgabe einer Nudel habt, ist das nicht weiter schlimm. Denn selbst dann wird euch hier ein gewisser Spaßfaktor und sogar ein Lerneffekt geboten, zumindest was die Kombinationsgabe angeht.

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