Kritik | Green Day: Rock Band

21. Juni 2010 | 0 Kommentare
Titel:
Green Day: Rock Band
Redaktions-Wertung:
Publisher:
EA
Plattform:
Xbox 360, PS3, Wii
LeserInnen-Wertung:
Release:
10.06.2010
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USK:
keine Angaben

Green Day Rock Band ist nun der zweite Teil der Rock Band-Serie die ausschließlich einer einzigen Band gewidmet ist. Im Gegensatz zum Vorgänger: The Beatles Rock Band können nun wieder Songs importiert werden. Hier könnt ihr lesen, warum kein Green Day Fan sich dieses Spiel entgehen lassen sollte.

Musikspiele haben längst den Massenmarkt erreicht, wohl spätestens nach dem Heidi Klum-Werbespot für Guitar-Hero. Viele durften deshalb schon wenigstens einmal eine Plastikgitarre in den Händen halten, so dass eine Erläuterung des Gameplays nicht ganz so ausführlich sein muss. Ganz egal welches Peripheriegerät gespielt wird, es muss jeweils zum richtigen Zeitpunkt die richtige, dem Ton entsprechende Taste gedrückt und angeschlagen werden. Und jetzt können wir abrocken! Egal, ob wir in die Rolle von Billie Joe, Mike oder Tré schlüpfen, es gibt viel zu tun.

Vocals, Gitarre, Bass und Drums

Die visuelle Anschlaghilfe ist wie von Rock Band gewohnt in Balken dargestellt die über den Bildschirm laufen. Egal ob Gitarre oder Schlagzeug das Prinzip ist das gleiche, einfach immer schön im Takt die richtigen Tasten anschlagen und hoffen dass das virtuelle Publikum euch nicht ausbuht. Das Setzen der einzelnen Noten wurde – wie gewohnt – hervorragend von Harmonix inszeniert. Die Songs lassen sich flüssig herunterspielen, wobei der Schwierigkeitsgrad recht anspruchsvoll ist. Folgende Modi stehen zur Auswahl: Training, Quick Play und der Karriere-Modus.

Jeder Song hat seine eigenen Ansprüche in Sachen Vocals, Gitarre, Bass und Drums. Anhand eines Schwierigkeitsgradsbalken am entsprechenden Instrument wird dies bei der Instrumenten und Schwierigkeitswahl angezeigt. Es gibt ansonsten die vier gewohnten Stufen: „Easy“, „Normal“, „Hard“ und „Expert“. Ab „Hard“ kommt z.B. die fünfte Taste bei der Gitarre hinzu. Vorher muss man also noch nicht mit der Hand am Griff verrutschen um alle Tasten anspielen zu können. Das Ziel des Spiels ist es, die Band Green Day durch ihre Konzerte zu führen und dabei möglichst nie einen Abbruch zu erleben, welcher immer dann erfolgt, wenn die Zufriedenheit des Publikums (je nachdem, wie gut Sie spielen) unter einen gewissen Level fällt. Das schnelle Einsteigen ins Spiel, wie bei Guitar Hero 5 ist nicht möglich.

Optisch nicht verbessert

Die Grafik ist wie bei den Vorgängern nicht realistisch sondern eher comichaft. Die Lichteffekte sind schön anzusehen, Details und Atmosphäre fehlen aber dennoch auf den Bühnen. Bei den Beatles sah das Ganze doch noch farbenfroher aus. Zum Glück muss man sich auf die Anschlag- und Tonbuttons konzentrieren und so liegt das Hauptaugenmerk nicht auf der Optik.

Green Day pur

Die Trackliste von Green Day Rock Band bietet ganze 47 Songs. Die beiden Alben “Dookie” und “American Idiot” haben es sogar komplett ins Spiel geschafft. Fans von Green Day dürfen sich also über die fast volle Sammlung freuen. Das Spiel wird im Gegensatz zur Guitar-Hero-Serie nicht von Songs anderer Bands gestört.

Zweifelsfrei darf echten Green Day-Fans das Spiel nahezu ohne Einschränkung empfohlen werden. Harmonix hat sich Mühe gegeben, die Karriere von Green Day möglichst originalgetreu nachzubilden. Allerdings fehlen die Songs mit denen Green Day noch in ihren Anfangszeiten lag und noch nicht bekannt war. Da Green Day bekanntlich ein Trio ist, und das Spiel aber auf vier Spieler ausgelegt ist wird die Besetzung anders verteilt. Leider geht so die Original-Atmosphäre verloren. Zu bemängeln gibt es außerdem, dass es nicht viele Locations zum abrocken gibt.

Fazit

Dieser Ableger der Rock Band-Reihe ist durchaus wieder auf hohem Niveau anzusiedeln, dennoch ist die Motivation und Atmosphäre nicht ganz so hoch wie bei den Vorgängern. Insgesamt wirkt das Spielgeschehen leider nicht ganz harmonisch. Dennoch dürfen Fans der Punkrocker sorgenfrei zugreifen und das pure Green Day Vergnügen auskosten. Die 47 Songs sind genug um ordentlich abzurocken und alte Hits wie „American Idiot“ mit zu grölen.

Anbei die Songliste sortiert nach Alben:
Dookie (1994)

“Burnout”
“Having a Blast”
“Chump”
“Longview”
“Welcome to Paradise”
“Pulling Teeth”
“Basket Case”
“She”
“Sassafrass Roots”
“When I Come Around”
“Coming Clean”
“Emenius Sleepus”
“In the End”
“F.O.D.”

American Idiot (2004)

“American Idiot”
“Jesus of Suburbia”
“Holiday”
“Boulevard of Broken Dreams”
“Are We the Waiting”
“St. Jimmy”
“Give Me Novacaine”
“She’s a Rebel”
“Extraordinary Girl”
“Letterbomb”
“Wake Me Up When September Ends”
“Homecoming”
“Whatsername”

Warning (2000)

“Minority”
“Warning”

Nimrod (1997)

“Hitchin’ a Ride”
“Good Riddance (Time of Your Life)”
“Nice Guys Finish Last”

Insomniac (1995)

“Brain Stew”
“Jaded”
“Geek Stink Breath”

21st Century Breakdown(2009)

“Song of the Century”
“21st Century Breakdown”
“Before the Lobotomy”
“Last Night on Earth”
“Peacemaker”
“Murder City”
“¿Viva La Gloria? (Little Girl)”
“Restless Heart Syndrome”
“Horseshoes and Handgrenades”
“The Static Age”
“American Eulogy”
“See the Light”

Als DLC erhältlich:

“21 Guns”
“Know Your Enemy”
“East Jesus Nowhere”
“Last of the American Girls”
“¡Viva La Gloria!”
“Christian’s Inferno”

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