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Review | Dark Souls 2

23. März 2014 | 0 Kommentare
Titel:
Dark Souls 2
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Namco Bandai
Plattform:
Xbox 360, PS3, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
14. März 2014
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USK:
16
packshot dark souls 2

Bei uns im Test: Xbox 360 Version

Wie From Software vor einigen Jahren mit Demon Souls bewiesen hat, ist der Markt für masochistisch, schwere Spiele größer als man sich vorstellen vermag. Was zunächst als Nischentitel eingestuft wurde, entwickelte sich zu einem wahrhaftigen Mainstream Franchise, in dem Spieler Erfolge nur durch Zähigkeit und vor allem persönlichem Können beweisen konnten. An den Erfolg knüpfte die Spieleschmiede zunächst mit Dark Souls an und nun folgt bereits der Folgetitel Dark Souls 2.

Nichts für Gelegenheitsspieler

Dark Souls 2 bleibt der Linie treu und kommt wieder mit einer knallharten Herausforderung nach der anderen daher. Selbst einfach Trashmobs sollten nicht unterschätzt werden, denn schon ein einziger Treffer kann lebensbedrohlich sein. Im Gegensatz zu den meisten Rollenspielen gilt es hier mehr wert auf Vorsicht, Bedachtsamkeit und Taktik zu legen, denn ungestümes Voranschreiten bringt dem Spieler nur den frühen Tod – und sterben, ja das werdet ihr, und nicht nur einmal!

Was Dark Souls 2 nämlich ausmacht ist gerade der enorme Schwierigkeitsgrad, welcher dem Spieler auferlegt wird. Nichts ist einfach, überall lauert Gefahr und jeder neue Gegner bietet eine breite Palette an verschiedenen Angriffsmanövern, die es zunächst zu verinnerlichen gilt, bevor man sich diesen relativ gefahrlos entledigen kann. Ihr spielt also keinen Helden mit übernatürlichen Fähigkeiten, sondern einen der nur allzu verletzlich ist und sich nur durch Skill behaupten kann

Besonders haben uns die Nebelwände gefallen, also die Durchgänge, welche  den Weg in neue Gebiete versperren. Wie schon in den Vorgängern könnt ihr diese jederzeit durchschreiten, aber was dahinter auf euch wartet ist selten gewiss. Häufig werdet ihr es hier mit einem Bosskampf zu tun bekommen, aus dem es kein Entkommen gilt, ehe nicht eine Partei Tod am Boden liegt. Die Bosse sind in Dark Souls 2 etwas willkürlicher platziert, sodass sie oft äußerst unerwartet kommen, was wiederum nur die Ungewissheit stärkt, was wohl hinter der nächsten Nebelwand verborgen sein könnte. Gerade diese ständige Furcht vor dem Unbekannten und dem möglichen Tod gehört dabei zu einer der wahren stärken des Spiels.

test dark souls 2 screenshot 3
Unbegrenzte Freiräume in einer stimmigen Welt

Auch in Dark Souls 2 werdet ihr nahezu unbegrenzte Freiräume besitzen. Ihr könnt die Welt auf eigene Faust erforschen und müsst zudem für euch selbst entscheiden welchen Pfad ihr beschreitet. Zuerst diese Leiter hinab, die Treppe dort hinten hinauf oder doch lieber durch die Höfe der Festung? Manche dieser Pfade sind einfacher zu bewältigen als andere, dies gilt es selbst heraus zu finden, was wiederum ein eigenes kleines Abenteuer ist.

test dark souls 2 screenshot 5Eine der besonderen Stärken des Spiels ist zudem die super stimmige Welt, die vor Tod, Verfall und düsteren Gegenden nur so strotzt. Hinzu kommt das ausgefeilte Kampf- und Attributsystem. So haben selbst geringfügige Änderungen in den Charakterattributen direkte Auswirkungen darauf, wie der Charakter sich bewegt, kämpft und agiert. Entsprechend bietet das System eine Vielzahl von Möglichkeiten den eigenen Charakter so zu entwickeln, dass er dem eigenen Spielstil entspricht. Natürlich stehen auch zahlreiche Klassen zur Verfügung, was dies noch unterstreicht.

Dark Souls 2 bietet dem Spieler ein äußerst ausgefeiltes Gameplay-System das technisch absolut zu bestechen weiß. Grafisch hingegen bietet das Spiel allerdings nichts, was dem Maß der Zeit entspricht. Abgesehen von den Licht- und Schatteneffekten ist das Spiel grafisch Mittelmaß und kommt nicht annähernd an die beeindruckenden Bilder aus zuvor gezeigten Gameplay-Ausschnitten heran.  Dafür laufen durchgehend hohe FPS-Werte über den Bildschirm, was nun wirklich nicht jedes Spiel der letzten Generation von sich behaupten konnte.

test dark souls 2 screenshot 2

Blut und Phantome

Wie schon in den Vorgängern bekommen wir es auch hier wieder mit einem ausgeprägten und dem gewohnt speziellen Mehrspielermodus zu tun. Ist euch ein Boss oder eine Gegnerscharr zu schwer, dann könnt ihr, vorausgesetzt ihr seid ein Mensch, andere Spieler herbei beschwören. Natürlich setzt dies voraus, dass jene die entsprechenden Beschwörungsformeln auf dem Boden hinterlassen haben. Menschlichkeit stellt dabei etwas ganz besonderes dar, denn nur mit dem Item Menschenbild könnt ihr wieder menschlich werden. Sterbt ihr, seid ihr ein Untoter und verliert gewisse Attributsboni und u.a. fallen auch die Dropchancen für Items geringer aus.

test dark souls 2 screenshot 4Außerdem kommen noch die Black Phantoms hinzu. Dies sind feindlich gesinnte Spieler, die eure Welt überfallen können und das Ziel haben euch zu töten. Dies geschieht aber nur sporadisch. Entsprechend kann dies bedeuten, dass ihr plötzlich ein intensives PVP Duell vor euch haben werdet, was unglaublichen Nervenkitzel darstellt. Natürlich könnt ihr auch in andere Welten einfallen, aber seid euch eins gewiss: Habt ihr erst einmal das Blut Unschuldiger an euch kleben, dann werden die Angriffe zahlreicher!

Auch Blutflecke werdet ihr im gesamten Spielverlauf zu euren Füßen sehen. Klickt ihr diese an, dann geschieht etwas teils aufschlussreiches und teils kurioses: Ihr seht die letzten paar Sekunden eines Spielers, der an dieser Stelle gestorben ist. Dies kann als Warnung für Gefahren dienen, aber auch allzu oft werdet ihr tollpatschige Spieler sehen, die versehentlich den Lemming gemacht haben; sprich einen Abgrund hinunter gestürzt sind. Zusätzlich lassen sich auch wieder Nachrichten verfassen, die andere Spieler warnen oder auch in die Irre führen können.

test dark souls 2 screenshot 1

Fazit:

Wie schon in den Vorgängern erwartet euch in Dark Souls 2 eine sehr fordernde aber auch unglaublich belohnende Spielerfahrung. Der Gamer muss sich also auf ein äußerst schwierig zu meinsterndes Spiel einstellen, welches selbst für die noch so eingefleischtesten Core Gamer ein harter Brocken darstellt. From Software hat es zudem geschafft eine ungemein stimmige und atmosphärische Welt zu erschaffen, die düster, furchteinflößend und einfach nur grausam ist. Eine grandiose Fortsetzung des Franchises, in der ihr sterben und verzweifeln werdet – wieder und immer wieder!

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