Kritik | PokéPark Wii: Pikachus großes Abenteuer
Das neue Pokémon-Abenteuer ist endlich da! Nintendo entführt euch an einen magischen Ort voller Spiele und Abenteuer. Mit dabei ist natürlich Pikachu, der hierbei die Unterstützung von all seinen Freunden braucht, um sein neues Abenteuer bestreiten zu können. Doch bei der Masse an bereits erschienen Pokémon-Spielen bleibt die Frage natürlich nicht aus, ob sich die Anschaffung wirklich lohnt. Top oder Flop? Das erfahrt ihr hier.
Willkommen im PokéPark
Irgendwo in weiter Ferne gibt es einen von atemberaubender Natur umgebenen Ort – den PokéPark. So heißt es zumindest in der Spielanleitung und dem will man natürlich erst mal glauben. Weiterhin heißt es, dass die Menschen diese Welt bewohnt hätten und dann irgendwann aus unempfindlichen Gründen verschwunden sind. Inzwischen wird der PokéPark von allen möglichen Pokémon bewohnt.
Das Abenteuer von Pikachu beginnt als er nichts ahnend mit seinen Freunden spazieren geht und in ein plötzlich auftauchendes Loch fällt. Ein Mew taucht auf und erzählt, dass dem PokéPark eine ernste Krise droht, die nur verhindert werden kann, wenn das sogenannte Himmelsprisma wieder zusammengesammelt wird, das den Park, bevor es zerbrochen ist, beschützt hat. Dessen 14 Splitter befinden sich verstreut über den ganzen PokéPark. Nun liegt es an Pikachu diese Welt zu retten.
Vor dem Spielbeginn kann man im Hauptmenü Passwörter eingeben um einige besondere Freunde und Gegenstände frei zu schalten und nach Wahl eines geeigneten Profilbildes kann es auch schon los gehen. Die Handlung von PokéPark Wii findet in neun Zonen statt, die je ihr eigenes Thema haben, wonach sie auch benannt sind. In jeder dieser Zonen gibt es verschiedene Pokémon eines bestimmten Typs. Auch die Attraktionen befinden sich in diesen Zonen. Es gibt z.B. die Grün-, Strand- und Eiszone.
Die Attraktionen im PokéPark sind vielseitige Wettkämpfe. Es kann u.a. geflogen, geschwommen und auf Eis gerutscht werden. Bei allen Wettkämpfen gilt es, eine bestimmte Bestzeit zu schlagen oder eine bestimmte Punktezahl zu überbieten, um zu gewinnen. Schlägt man auch noch eine sogenannte Bonus-Zeit, gibt es eine zusätzliche Belohnung von bis zu 300 Beeren, der Währung im PokéPark.
Es gibt im PokéPark aber auch kleinere Wettstreite, durch die es möglich ist neue Freunde zu gewinnen, indem man darin als Sieger hervor geht. Jeder Wettstreit hat ein Zeitlimit, das nicht überschritten werden darf. Mit diesen Freunden können die „Attraktionen“ dann zusammen bestritten werden. Zu diesen Wettstreiten gehören: Fangen, Verstecken, Ratespiele, Turnübungen und natürlich die Pokémon-Kämpfe. Und falls man nicht genug von den Wettkämpfen bekommen kann, gibt es da noch das „Spieleplaza“, wo man bereits freigeschaltete Wettkämpfe jeder Zeit spielen kann.
Über 190 verschiedene Pokémon, lustige Dialoge und Spiele, sowie schöne, wenn auch eher einfach gestaltete, Landschaften sorgen in den ersten Stunden für einen gewissen Suchtfaktor. Leider wiederholen sich die Aufgaben ständig, die Story rückt im Laufe des Spiels in den Hintergrund und die ständige Jagd nach Punkten, obwohl man schon alles gemacht hat, vertreibt schnell den Spaß.
Horizontale PokéPower mit Handicap
Die Steuerung ist ebenso simpel wie das Gameplay. Man hält die Wii-Fernbedienung in der Regel horizontal, um Pikachu durch die Zonen zu führen und Spiele und Wettkämpfe zu dirigieren. Hierbei gibt das Steuerkreuz die Bewegungsrichtung an und mit den Tasten 1 und 2 kann man Sprinten und Springen. Mit der Taste B richtet man die Kamera aus und mit A einen Donnerblitz.
Leider erschwert die ungewöhnliche Kameraführung genaue Bewegungen, was einen Nachteil im Sprinten bei den Fangwettschreiten sein kann. Zudem ist da noch die etwas „hakelige“ Steuerung, die besonders bei Turnübungen so einige Frustmomente bringt.
Das größte Manko ist hier aber eindeutig der fehlende Multiplayer-Modus, denn dann wäre es zumindest auch als Partyspiel geeignet.
Fazit
Bereits zu Beginn des Spiels wird einem klar, dass sich das Gameplay eindeutig an die sehr jungen Gamer unter uns richtet. Es wird z.B. der Spaß an dem Gewinnen neuer Freundschaften vermittelt und es enthält eine angenehm gewaltfreie Atmosphäre. Sollte man allerdings das Kleinkindalter weit überschritten haben, ist es wirklich eher Hardcore-Pokémon-Fans oder einfach nur Leuten, die Spaß am simplen Gameplay und farbefrohen Welten haben zu empfehlen. Und wer denkt, dass die Wettkämpfe alle einfach sind, wird spätestens gegen Ende des Spiels mit einigen Herausforderungen positiv überrascht.




