Last Rebellion

28. Juni 2010 | 0 Kommentare
Titel:
Last Rebellion
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Flashpoint
Plattform:
PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
26. März 2010
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USK:
keine Angaben

Mythologie ist meist die Grundlage der Erzählungen in sämtlichen bekannten Rollenspielen.  Auch hier entführt euch Flashpoint wieder tief in die Welt der Götter und Dämonen und dem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Wer vom typisch japanischen RPG-Flair nicht genug bekommen kann, ist hier genau richtig. Doch ob sich Last Rebellion gegen die harte Konkurrenz behaupten kann, erfahrt ihr hier.

Der ewige Kampf

Das Intro beginnt mit einem japanischen Popsong und kunstvoll illustrierten Animebildern und gibt einem schon Mal einen guten Einblick is Gameplay.

In der Welt namens Junovald gerät das Gleichgewicht zwischen den Göttern ins Wanken. Die Göttin des Lebens (Meiktilia) und der Gott des Todes (Formival), die lange Zeit die Balance des Universums bewahrten, stehen sich jetzt in einem dunklen Zeitalter gegenüber. Der  Weltuntergang scheint nahe zu sein.

Die Anhänger des Todesgottes heißen Blades und sind Schwertkämpfer, während die Sealer der Lebensgöttin folgen und mit ihren magischen Fähigkeiten die herumlaufenden und verwirrten Seelen zurück in das Geisterreich schicken können. Als „Nine Asfel“, der beste Blade des Landes und Adoptivsohn des Königs, sollt ihr mit „Aisha Romandine“, einer Sealerin mit besonderen Fähigkeiten, auf eine Reise geschickt werden.

Im letzten Gespräch mit dem König wird er von seinem heimtückischen Sohn „Alfred Formilio“ getötet, der ebenfalls als kleiner Junge adoptiert wurde und jetzt nach mehr Macht strotzt. Auch ihr werdet dabei getötet. Kurze Zeit später findet ihr euch mit Aisha in einem heiligen Raum wieder und erfahrt, dass ihr durch Aishas Sealerkräfte gerettet wurdet. Allerdings hat das ganze einen Hacken. Ihr teilt euch nun einen irdischen Körper, das heißt es kann sich jeweils nur einer von euch in der realen Welt aufhalten. Das trägt auch Interessantes zum Gameplay bei, aber dazu später.

Im Gespräch mit Aisha erfahrt ihr, dass es ihre Mission ist einen gewissen Dämon zu erledigen und zurück in die Geisterwelt zu befördern, jedoch braucht sie dafür Nines Hilfe und gibt ihm dafür die Möglichkeit sich an Alfred für den Verrat zu rächen. So zieht ihr durchs Land und bekämpft alle Dämonen, die euch in die Quere kommen.

Die Story ist sehr simpel und im Vergleich zu anderen Games, die sich ebenfalls auf Mythologien stützen wie z.B. Bayonetta zu einfallslos.

Bekanntes Kampfsystem mit neuen Extras

Last Rebellion ist ein typisches J-RPG und enthält im Gameplay ebenfalls die sogenannten Zufallskämpfe. Man kann die Gegner in großräumig angelegten Gebieten sehen und  versuchen, ihnen auszuweichen, wobei auch Zauber helfen können. Dies funktioniert zwar meistens auch, doch sobald man nach einem längeren und anstrengenden Kampf einen Blick auf die Map riskiert oder sich einfach mal in der Gegend umsieht kehren die Feinde wieder und greifen erneut an. Meist hat man nicht mal die Möglichkeit zu flüchten und dadurch rauben diese „Respawns“ einem den letzten Nerv.

Wie bereits gesagt gibt es in diesem Spiel zwei Hauptcharaktere – Nine und Aisha. Während Nine als Schwertkämpfer auf physische Attacken spezialisiert ist, verwendet Aisha vermehrt Magie um ihren Gegnern größeren Schaden zu zufügen.

Im rundenbasierenden Kampfmodus wechselt ihr strategisch die Rollen und greift durch viele verschiedene Zauber und Nahkampfmöglichkeiten in verschiedenen Variationen an. Es können alle Körperteile des Gegners einzeln anvisiert werden, wobei ihr die Reihenfolge bestimmen könnt. Mit der richtigen Reihenfolge könnt ihr erheblicheren Schaden anrichten. Zudem hat jeder Gegner einen rot markierten empfindlichen Angriffspunkt und jedes Körperteil hat einen anderen Sensibilitätsgrad. Ihr könnt auch die Aktionen eures Gegners beeinflussen, in dem ihr z.B. durch eine Attacke auf die Arme seine Angriffskraft schwächt.

Die richtige Reihenfolge der physischen Angriffe hat zudem den Nebeneffekt, dass die dabei entstandenen Markierungen länger erhalten bleiben, denn ohne Markierungen können keine Angriffszauber ausgeführt werden.

Leider sieht man optisch keinen Effekt am Gegner, sobald er besiegt ist, fällt er um und muss anschließend, um den Kampf endgültig zu beenden, durch Aishas Magie versiegelt werden. Wartet man mit diesem Zauber zu lange, so regeneriert sich der Gegner und greift erneut an. Durch das Versiegeln erhält man Lebenspunkte zurück. Nine kann aber vorher noch durch absorbieren ihrer Energie Mana regenerieren.

Mehr Schein als Sein

Die Illustrationen im Animestil sind nett anzusehen, allerdings sitzt man im Spielverlauf meist leblosen und spröden Standbildern mit sprachlichen Untermalungen gegenüber. Da tritt schnell Langeweile auf und man wird praktisch zum Wegklicken gedrängt.

Die Grafik erinnert mehr an PS2-Klassiker und ist mit aktuellen Hits wie Final Fantasy XIII bei Weitem nicht zu vergleichen. Die Grafik scheint teilweise verschwommen und die Bewegungen und Effekte der Spielfiguren bei physischen und magischen Angriffen ist sehr enttäuschend, da man von PS3-Spielen ein eindeutig höheres Niveau gewohnt ist.

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Fazit

Insgesamt betrachtet bildet das Spiel mit dem altbewährten rundenbasierenden Kampfsystem und den liebevoll gestalteten Grafiken eine gute Grundlage und viel Potential um daraus einen Hit zu machen. Dabei ist das Kampfsystem mit seinen strategischen Markierungsmöglichkeiten eines der Highlights. Die Grafik ist jedoch enttäuschend und erinnert mehr an die PS2-Ära. Auch die Story ist sehr simpel und unspektakulär und zudem sind die Zufallskämpfe mit ihren zu schnell wieder belebten Gegnern auch verbesserungsfähig. Hier bleibt nur zu hoffen, dass eine weitere überarbeitete Version raus kommt.

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