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Kritik | Wonderbook: Privatdetektiv Diggs

1. Juli 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Wonderbook: Privatdetektiv Diggs
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Sony Computer Entertainment
Plattform:
PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
29. Mai 2013
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Genre:
USK:
6

WPD_CoverBuzzer, Mikrofone, Kamera, Move Controller, die Entwickler lassen sich immer neue Sachen einfallen, um die Spielegemeinde auf Trab zu halten und mit Neuerungen zu erfreuen. Seit kurzem gibt es das Wonderbook, das sich zu diesem Zubehör dazugesellt. Noch ist die Liste, wenn man sie denn als solche bezeichnen kann, der für das Wonderbook vorgesehenen Spiele mehr als nur überschaubar. Das dürfte sich jedoch in naher Zukunft ändern. Einer der noch einsamen Vertreter ist Privatdetektiv Diggs, der Held des gleichnamigen Spiels, das wir euch hier vorstellen. Das Wonderbook allein reicht jedoch nicht aus, um das Spiel spielen zu können. Da das Buch über die PS-Eye erkannt wird, ist die Kamera natürlich unabdingbar. Für die Steuerung wird wie eigentlich immer, wenn die PS-Eye verlangt wird, ein Move Controller benötigt. Wer das alles besitzt, kann sich auf paar lustige und teilweise interessante Stunden mit Privatdetektiv Diggs freuen.

Kippen, drehen, schütteln

Das Spiel erzählt die Geschichte des – im wahrsten Sinne des Wortes – Bücherwurms und Detektivs Diggs, der in Library City seiner Arbeit nachgeht. Sein aktueller Fall ist umso brisanter, als es um den Tod seines guten Freundes Humpty Dumpty geht. Der arme – auch hier im wahrsten Sinne des Wortes – Eierkopf wurde in mehrere Stücke zerschlagen und es liegt an euch, Diggs zu helfen, die Rätsel, die hinter dieser Tat stecken, zu lösen. Dazu begebt ihr euch mit dem kleinen Wurm auf eine Reise über drei Kapitel, die alle in sechs Abschnitte unterteilt sind. Auf euren Abenteuern trefft ihr auf viele Bekannte, wie Mutter Gans, Robin Hood, die drei kleinen Schweinchen und und und. Und wie bei allen Märchen, gibt es auch in diesem Spiel ein Happy End, auch für Humpty…

WPD_1Das Spielgeschehen wird auf dem Wonderbook dargestellt, das über die PS-Eye erfasst und entsprechend auf dem Bildschirm abgebildet wird. Je nach dem, was man mit dem vor sich liegenden Buch anstellt, bekommt man die jeweiligen Auswirkungen auf dem Schirm präsentiert. Das Wonderbook bildet dabei quasi die eigentliche Spielsteuerung. Der Move Controller wird nur an wenigen Stellen und daher eher lediglich unterstützend verwendet. Kippt man eine Seite des Buches, so wird auch das Spielgeschehen auf einer Seite gekippt. Dreht man es, so dreht sich auch das Bild und man bekommt es von der jeweiligen Seite zu Gesicht.

Diese Mechanismen macht man sich zu Nutze, um das Spiel zu bestreiten. Ihr müsst sozusagen hinter die Kulissen gucken, weil auf dem aktuellen Szenario nichts zu finden ist? Dann dreht einfach das Buch und ihr bekommt die Rückseite des jeweiligen Ortes zu sehen. Ihr müsst eine dunkle Ecke untersuchen, die Straßenlaterne befindet sich jedoch auf der anderen Seite, so dass das Licht dort nicht hinkommt? Kein Problem! Kippt einfach die entsprechende Seite und schon steht die Laterne schräg und spendet euch dort Licht, wo ihr es braucht. Ihr werdet von Fledermäusen belagert? Auch das ist weniger schlimm. Schüttelt einfach das Buch und schon könnt ihr euch dieser Viecher entledigen.

Wenige Seiten, viele Möglichkeiten

WPD_2Das nur zwölfseitige Wonderbook bietet wirklich viele Möglichkeiten, auch solche, an die man nicht denkt. Zwar beschränkt sich natürlich Vieles auf kippen, drehen, schütteln und falten, aber diese Elemente können auf verschiedene Weisen ins Spiel eingebracht werden und es können eine Reihe verschiedener Aufgaben mit diesen wenigen Handgriffen gelöst werden. Ob Verfolgungsjagden, Schießereien oder der Versuch, sich aus einem Gefängnis zu befreien, all dies lässt sich mit dem Wonderbook bewerkstelligen. Und wenn ihr tatsächlich mal nicht weiter wissen solltet, dann erhaltet ihr in dem Spiel auch die entsprechenden Hinweise, was ihr zu tun habt.

Grafisch darf man natürlich kein Meisterwerk erwarten, aber darauf ist diese Art von Spielen auch nicht ausgelegt. Wenn man es aber mal genau überdenkt, dann ist es schon faszinierend, wie und vor allem wie gut das Spielgeschehen auf das, was der Spieler mit dem Buch macht, reagiert. Also technisch gesehen ist es wirklich klasse, was mit einem simplen Buch mit ein paar Vierecken drin so alles möglich ist. Und auch wenn die Grafik natürlich nicht an die der „normalen“ Spiele heranreicht, so ist das, was man sieht keinesfalls schlecht. Die Figuren und auch die Landschaften sehen liebevoll aus und die bunten Schauplätze und Charaktere sorgen gerade bei Kindern, an die sich das Spiel natürlich in erster Linie richtet, für heitere Stimmung.

WPD_3Das Buch reagiert wirklich gut auf die Bewegungen des Anwenders. Von Vorteil ist, wenn euer Fernseher und damit auch die Kamera nicht so tief stehen, denn je tiefer die Kamera an sich positioniert ist, umso kleiner ist natürlich das Feld, was sie aufnehmen kann, mit der Folge, dass ihr ziemlich dicht an den Fernseher heran müsst, weil sonst das Wonderbook außerhalb des Sichtfeldes der PS-Eye ist. Optimal ist es, wenn ihr euch vor das Buch auf den Boden setzt – und nicht so schnell Rückenschmerzen bekommt… -. Aber auch vom Sessel oder Stuhl aus, lässt sich das Spiel wunderbar spielen, wenn auch man sich natürlich immer wieder bücken muss, um das Buch zu bedienen. Wie gesagt, das Spiel richtet sich eher an Kinder, die noch etwas widerstandsfähiger sind :-)

Fazit

Privatdetektiv Diggs ist ein wirklich lustiges und schönes Spiel, das aber leider ein wenig zu kurz ist. Es ist ohne Probleme möglich, das Spiel in wenigen Stunden komplett durchzuspielen. Dafür wiederum ist der Preis wirklich human. Dazu muss man trotz der meiner Meinung nach schon fortgeschrittenen Möglichkeiten bedenken, dass die Entwicklung der für das Wonderbook vorgesehenen Spiele noch in einem sehr frühen Stadium ist. Um seinen Kindern eine Freude zu gönnen eignet sich das Spiel wunderbar und ich bin mir sicher, dass auch die großen Geschwister oder die Eltern es sich nicht nehmen lassen werden, selber mal das Buch in die Hand zu nehmen. Für Kinder jedenfalls eine echt tolle Sache.

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