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Kritik | Tomb Raider : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Tomb Raider

16. März 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Tomb Raider
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Square Enix
Plattform:
PS3, Xbox 360, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
5. März 2013
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Genre:
USK:
18

Bei uns im Test: PS3-Version

Bei uns im Test: PS3-Version

Tomb Raider… Gibt es zu diesem Namen eigentlich noch viel zu sagen? Prinzipiell nicht. Seit dem Jahre 1996, als die Spielewelt zum ersten Mal mit diesem Titel konfrontiert wurde, gab es insgesamt 8 weitere Games aus dieser Reihe, die allesamt erfolgreich waren – wenn auch die einen mehr und die anderen weniger, aber das liegt in der Natur der Sache -. Im direkten Zusammenhang steht natürlich die Grabräuberin und für nicht wenige DIE Videospielheldin überhaupt Lara Croft. Dabei hat sich von Beginn an ein Bild von ihr entwickelt, das für viele nach wie vor Bestand hat, nämlich das der hartgesottenen Actionheldin, die nichts erschüttern kann und die mit Reizen wahrlich nicht geizt. Doch so wie wir Lara kennen, war sie offensichtlich nicht immer… zumindest, was ihren Charakter angeht…

Jeder fängt mal klein an

Das neue Tomb Raider unterscheidet sich von den bisherigen Titeln doch erheblich… zumindest in einigen Punkten. Das liegt nicht zuletzt an der neuen Figur der Lara Croft, wobei sich letztendlich “nur” ihr Gesicht verändert hat, was sie allerdings nicht weniger attraktiv macht.

TombRaiderStd_screen01_big._V374012476_Unsere Heldin ist gerade einmal 21 Jahre alt, kommt frisch vom Studium und ist heiß darauf, endlich ihre Karriere als Entdeckerin einzuschlagen. Wie gut, dass ihr Lehrer und Förderer Roth ein Schiff besitzt, mit denen die beiden zusammen mit ein paar anderen schon bald in See stechen. Ziel der Endurance ist das Drachen-Dreieck,

wo Lara das ehemals von der Königin Himiko beherrschte Reich Yamatai vermutet.

Doch dass das echte Leben weit abseits der Schulbank weitaus gefährlicher ist, merkt Frau Croft recht schnell am eigenen Leib, als die Endurance in einen Sturm gerät, der das Schiff vor einer mysteriösen Insel auf Grund laufen lässt. Kaum zu sich gekommen und nach ihren Crewmitgliedern rufend, die sich auf einer nahe gelegenen Anhöhe befinden, bekommt sie einen Schlag auf den Hinterkopf und findet sich eingewickelt in einer Art Kokon kopfüber von einer Höhlendecke hängend wieder.

I will survive

Spätestens jetzt beginnt der Kampf ums Überleben, erst recht, nachdem wir feststellen, dass dem Irren, der durch diese Höhle wildert – oder sind es mehrere? -, schon viele andere zum Opfer gefallen sein müssen. Mit einer Fackel, etwas Feuer gemischt mit ein wenig Hochexplosiven sowie dank unserer Reflexe schaffen wir es letztendlich, dem Tod noch einmal von der Schippe zu springen. Lara hat also ihren ersten Härtetest gemeistert.

TombRaiderStd_screen02_big._V374012472_

Doch dass die bisherigen Ereignisse sie eher sehr mitgenommen haben, als dass sie spurlos an ihr vorbeigegangen sind, merkt man Lara an. Sie wirkt ängstlich, macht sich Vorwürfe, ja, es kullern sogar ein paar Tränen aus ihren Augen. Mittlerweile sitzt sie an einem Lagerfeuer, nachdem sie zuvor den Rucksack ihrer ebenfalls schiffbrüchigen Kollegin gefunden und den wenigen Inhalt, wie eine Videokamera und ein Funkgerät an sich genommen hatte. Es ist kalt, es regnet, Lara zittert am ganzen Körper und hat zum ganzen Überfluss noch Hunger. Als sie einen Bogen findet, der sich im Laufe des Spiels zu einem wahren und wichtigen Freund entwickeln soll und einen Hirsch erledigt, entschuldigt sie sich bei dem noch seufzenden Geschöpf. Man merkt einfach: hier spielt man eine völlig andere Lara.

Doch das ändert sich bereits früh im Spiel. Als sie ihren ersten Widersacher erschießt und damit ihren ersten Mord begeht, bricht Lara weinend über ihrem Opfer zusammen. Doch schon bald gibt sie zu erklären, dass es ihr gar nicht so schwer gefallen ist… Und ab da wirkt sie gar nicht mehr so zerbrechlich, wie vermutet und anfangs noch dargestellt. Aber Angst wäre bei den Gefahren, die auf dieser Insel lauern auch Fehl am Platz, wenn man lebend entkommen will…

Jung und unerfahren?

Ohne jegliche Erfahrung ist Lara zunächst auf ihre Überlebensinstinkte angewiesen. Ziele werden daher durch entsprechende Aktivierung einer Schultertaste angezeigt. Überall im Spiel findet Lara Lager, an denen sie neue Fähigkeiten erlernen bzw. verbessern kann. Ebenso kann sie dort im Verlauf gesammelte Waffen upgraden. Dass das aber nicht einfach so geht, versteht sich von selbst. Fähigkeiten kann man sich nur aneignen, wenn man genug Erfahrungspunkte gesammelt hat, Waffen lassen sich nur mit Hilfe zuvor gesammeltem Bergungsguts aufbessern.

Erfahrung sammelt man auf vielerlei Arten: durch das Töten und Ausweiden von Tieren, das Erledigen von Gegnern, das Meistern von Aufgaben oder das Einsammeln von Gegenständen. Wer gern sammelt, kommt hier voll auf seine Kosten: Geocaches, Relikte, Dokumente… Für einige könnte das wiederum zu viel sein, da man sich zum Teil erwischt, dass man in erledigten und daher dann ruhigen Gebieten einfach längere Zeit herumläuft und die verschiedenen Objekte sucht, als dass man die Story vorantreibt. Dafür kann man Herausforderungen freischalten, wenn man in jedem Level eine bestimmte Anzahl von vorgegebenen Objekten sammelt, zerschießt, entflammt, etc.

Auch wenn das neue Tomb Raider die Anfänge der Lara Croft aufzeigen soll, so klettert, schießt und löst sie Aufgaben wie in ihren späteren bekannten Abenteuern, die in diesem Fall schon früher erschienen sind und die viele von uns schon erlebt haben, auch. Das Spiel bietet also in seinen Abläufen kaum Innovationen, was aber nicht heißen soll, dass es keinen Spaß machen würde.

TombRaiderStd_screen03_big._V374012476_Verborgene Talente?

Allerdings kann Lara trotz ihres jungen Alters und ihrer mangelnden Erfahrung nichts besser oder schlechter als in bisherigen Spielen. Wie denn auch: schließlich hängt ja das Gelingen oder Scheitern von den Qualitäten desjenigen ab, der sie steuert. Miss Croft ist also nur in der Rahmenhandlung ein noch unbeschriebenes Blatt.

Nicht ohne Grund wurde wohl ein Bogen ins Spiel implementiert, von dem man auch mit fortgeschrittener Zeit noch Gebrauch macht. Schließlich hat Lara ja noch überhaupt keine Ahnung, wie man mit Waffen umgeht. Dafür beherrscht sie die im späteren Verlauf auftauchenden Waffen allerdings nicht weniger schlecht. Die möglichen Verbesserungen an den Waffen machen sich allerdings nur bedingt bemerkbar. Wenn ich einen Gegner mit einem Pfeil in den Kopf schieße, ist es egal, ob der Bogen vorher verstärkt und seine Kraft dadurch erhöht wurde oder nicht.

Nichtsdestotrotz macht es Spaß, wenn man am Lagerfeuer sitzt und zuvor genug von dem überall verstreuten Bergungsgut gesammelt hat, um nun seine Waffen immer wieder einen Tick besser zu machen bis sie vollkommen upgegraded sind. Ebenso verhält es sich mit den Überlebens- und Jägerfähigkeiten, die einem zum Beispiel erlauben mit seinen Instinkten noch mehr nützliche Objekte zu sehen oder die Lara mehr Erfahrungspunkte oder Bergungsgut einsammeln lassen.

TombRaiderStd_screen05_big._V374012477_Gesprochen wird die Heldin von Nora Tschirner, die einen wirklich hervorragenden Job macht und deren gesprochenes Wort den emotionalen Zustand Laras stets untermauert. Dass diese eben recht schnell nicht mehr so zerbrechlich wirkt und ist, dafür kann die gute Nora nichts. Auch die anderen Sprecher machen einen guten Job. Grafisch kann sich das Spiel ebenfalls sehen lassen, wenn auch es in den Zwischensequenzen fast schon standardgemäß mehr brilliert als im Spiel selbst. Ach ja: und natürlich dürfen die einen oder anderen “tombs”, an deren Ende eine satte Belohnung wartet, auch nicht fehlen.

Fazit

Nach etwas längerer Zeit gibt es mal wieder ein neues Tomb Raider und die Vorfreude war berechtigt. Auch ohne wirklich superneue Akzente zu setzen, macht es Spaß Lara mal wieder auf einem ihrer Abenteuer bzw. in diesem Fall bei ihrem ersten überhaupt zu begleiten. Man lernt die sonst so coole und erbarmungslose Frau von einer neuen Seite kennen, mit der sie jedoch in ihrer Welt nicht lange überleben kann, so dass sie sich schnell an die äußeren Umstände gewöhnt und relativ schnell zu dem wird, was wir kennen. So spielt sich das neue Tomb Raider letztendlich wie fast jedes andere und damit auch in der nahezu gleichen Liga wie jedes andere.

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