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Kritik | The Walking Dead – Game of the Year Edition

15. Dezember 2013 | 0 Kommentare
Titel:
The Walking Dead - Game of the Year Edition
Redaktions-Wertung:
Publisher:
flashpoint AG
Plattform:
PS3, Xbox 360, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
19. November 2013
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Genre:
USK:
18
Bei uns im Test: PS3-Version

Bei uns im Test: PS3-Version

Wer ein Faible für Zombies hat, der kommt schon seit längerem nicht mehr um “The Walking Dead” herum. Seien es die Comic-Bücher, die großartige TV-Serie, oder seit letztem Jahr auch die Videospiele. Während die meisten von Activisions “The Walking Dead: Survival Instinct” eher enttäuscht waren, mauserte sich das Adventure von Telltale Games zum echten Überraschungshit, gewann verdient einige Auszeichnungen und erscheint – passend kurz vor Release der zweiten Staffel – noch einmal als Game of the Year Edition. Diese beinhaltet alle fünf Episoden von Staffel 1, “Ein neuer Tag”, “Hunger und Hilfe”, “Der lange Weg”, “Hinter jeder Ecke” und “Die Zeit wird knapp” sowie den Bonus “400 Tage” und den Soundtrack als Download. Klingt doch nach einem durchaus interessanten Paket, also nichts wie ab ins Zombie-Getümmel!

Wandelnde Tote… verdammt hungrige Tote!

Hauptprotagonist des Spiels ist Lee Everett, gerade zu lebenslänglicher Haft wegen Mordes verurteilt und im polizeilichen Transport unterwegs, als es auf einem abgelegenen Straßenstück plötzlich zu einem Unfall kommt. Lee kann sich aus dem Wrack befreien, doch sein Fahrer scheint den Crash nicht überstanden zu haben. Scheint! Denn auf einmal erwacht er wieder zum Leben und stürzt sich wie von Sinnen kratzend und beißend auf den Überlebenden, der sich nur mit einer Schrotflinte zu helfen weiß. Endlich zurück in der Zivilisation geht der Schlamassel gleich weiter. Erneut wird Lee von keifenden Gestalten angegriffen, die ihm ans Fleisch wollen. Nur durch die Hilfe eines kleinen Mädchens namens Clementine lässt sich Schlimmeres verhindern. Von ihren Eltern zurück gelassen, beschließt sie, sich Lee anzuschließen und nach den Angehörigen zu suchen. Und so beginnt eine Reise ins Unbekannte, auf der sich den beiden immer mehr Untote entgegenstellen und bei der es zu entscheiden gilt, wer von den anderen Überlebenden wohl gesinnt ist und wer nicht.

2_1000x562Die Story unterscheidet sich zugegebenermaßen nicht großartig von anderen Geschichten, in denen es um Zombies geht. Dennoch brilliert “The Walking Dead” mit seiner spannenden Erzählweise, den Charakteren, zu denen man in den meisten Fällen schnell Sympathie oder Antipathie empfindet, und ganz besonders mit der vielen Dramatik – sei es durch eigenes oder Fremdverschulden. Das gilt in erster Linie für die fünf Episoden, allerdings weiß auch der Bonus “400 Tage” zu überzeugen. Hier spielen wir nicht nur mit einer Person, sondern erleben fünf recht kurze Handlungsstränge unterschiedlicher Personen, die zwar anfangs ziemlich aus dem Zusammenhang gerissen scheinen, sich dann aber doch überschneiden.

Einfach, aber einfach gut

Es passiert nicht oft, dass ein Point & Click Adventure auch auf Konsole so viel Spaß macht, wie auf dem PC. “The Walking Dead” gehört definitiv dazu. Es ist nur in rund der Hälfte des Spiels wirklich möglich, mit von A nach B zu laufen und selbst dann immer nur in einem sehr begrenzten Gebiet. Hier stehen vielmehr die Konversationen mit seinen Mitmenschen an, stellt man sich auf ihre Seite, oder ist man gegen ihre Einstellung. Je nachdem wie man seine Antworten wählt, freuen oder ärgern sich die anderen. In nicht wenigen Fällen gilt es auch durchaus einflussreiche Entscheidungen zu treffen, die nicht selten auch über Leben und Tod richten und somit den weiteren Verlauf bestimmen.

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Das Spiel zeigt von sich aus an, mit welchen Gegenständen oder Personen Lee interagieren kann. Per rechtem Analogstick wählt man den- oder diejenige aus und kann dann mit den Buttons die möglichen Aktionen durchführen. So gilt es diverse Dinge einzusammeln, die man an einem anderen Punkt benötigt, um kleine Rätsel zu lösen, die das Vorankommen unterstützen. Auch Kämpfe führt man auf diese Weise, was allerdings ein wenig umständlich ist. Greift beispielsweise ein Zombie an, muss zunächst der Cursor mit dem rechten Analogstick auf die passende Interaktionsfläche bewegt werden, bevor sich der passende Button zur Gegenattacke drücken lässt. Da beides relativ schnell und mit nur einem Daumen gesteuert wird, stirbt Lee oftmals unnötig, was aufgrund der vielen Speicherpunkte aber zum Glück kein großes Problem ist.

Wirklich viel mehr kann man in “The Walking Dead” nicht machen, doch dass ist auch gar nicht nötig. Das minimalistische Gameplay ist zweckdienlich und rückt die Story sowie die zu treffenden Entscheidungen in den Vordergrund.

004_Dinner2Serien-Comic-Zwitter mit technischen Schwächen

Dank seiner Cel-Shading Grafik ist das Spiel das perfekte Zwischenstück zu Serie und Comic. Eine High Class Optik darf hier natürlich keiner erwarten, dennoch weiß die farbenfrohe und detailreiche Gestaltung von Figuren, Gebäuden und Umgebungen wirklich zu gefallen. Auch der Horror kommt dadurch nicht zu kurz. Viele dunkle Gegenden sorgen für Stimmung, die grausig schön designten Zombies tun ihr Übriges dazu. Kaputt gemacht wird dieses Feeling allerdings oftmals durch starkes Ruckeln, sobald eine animierte Sequenz beginnt. Nervt nicht nur, sondern nimmt dem Ganzen auch etwas den Grusel.

Als nahezu perfekt kann man die Synchronisation bezeichnen. Die englischen Sprecher passen nicht nur stimmlich zu den Charakteren aus dem Game, auch die emotionale Betonung hinterlässt einen sehr hochwertigen Eindruck. Das lässt sich jedoch nicht über die deutsche Untertitel sagen. Die Übersetzung ist teilweise katastrophal und wirkt eher nach Google-Translator als nach Dolmetscher. Zudem haben sich auch so manche Rechtschreibfehler eingeschlichen.

Fazit

Trotz der technischen Mängel und dem sehr einfachen Gameplay ist “The Walking Dead” ein tolles Erlebnis, das man sich nicht nur als Fan der Serie, sondern auch als Freund von guten Adventures, auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Die zweite Staffel kann also gerne kommen.

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