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Kritik | The Amazing Spider-Man : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | The Amazing Spider-Man

9. Juli 2012 | 0 Kommentare
Titel:
The Amazing Spider-Man
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Activision
Plattform:
PS3, Xbox 360, PC, Wii, DS, 3DS
LeserInnen-Wertung:
Release:
29. Juni 2012
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Genre:
USK:
12

Bei uns im Test: PS3-Version

Spider-Man schwingt wieder durch die Kinos. Und passend dazu hat er – na klar – die Versoftung, die ebenfalls den Titel “The Amazing Spider-Man” trägt, im Netz. Nur mit einem Schaudern erinnern wir uns an die letzten Games zu Filmen zurück. Insbesondere Superhelden hatten es diesbezüglich zuletzt nicht leicht. Beenox, die die Serie um Spidey mit “Spider-Man: Dimensions” und “Edge of Time” wieder auf ein ordentliches Niveau brachten, sind auch für den neuesten Ableger verantwortlich. Das lässt Hoffnung aufkeimen, zumal man sich angeblich an den genialen Batman-Games “Arkham Asylum” und “Arkham City” orientiert haben soll.

Die Mutanten sind los!

Die Story des Spiels setzt einige Monate nach der des Films ein. Es ist also ratsam, sich den Streifen vorerst einmal zu Gemüte zu führen. Curt Connors, besser bekannt als Lizard oder zu Deutsch “Die Echse”, sitzt nach seinen Experimenten im Gefängnis. Alles gut, könnte man meinen. Doch sein alter Arbeitgeber, Oscorp, scheint nichts aus seinen Fehlern gelernt zu haben und macht genau da weiter, wo Connors aufgehört hatte: Die DNA von Mensch und Tier zu kreuzen. Die dadurch entstandenen Kreaturen unter Verschluss zu halten ist nicht leicht, doch gelingt… bis Gwen Peter zu einem Rundgang in der Firma einlädt. Aufgeputscht von Peters Anwesenheit, gelingt es ihnen jedoch auszubrechen. Zu allem Übel verbreiten Skorpion, Rhino & Co. in Manhattan nicht nur Angst und Schrecken, sondern auch einen Virus, der die Infizierten ebenfalls mutieren lässt. Eine Katastrophe, die Spidey nicht alleine bewältigen kann…

Batman light

Anders als die letzten Abenteuer von Spider-Man, ist das Game zum Film wieder in einer offenen Stadt angesiedelt. Durch die Hochhausschluchten von Manhattan lässt es sich beliebig viel schwingen, springen, klettern und sogar die Wände hinaufrennen, was unheimlich viel Spaß macht. Aufträge findet man auf der Landkarte. Die Hauptmissionen laufen dabei fast immer nach dem selben Schema ab. Nach Betreten eines Gebäudes oder der Kanalisation, kämpft Spidey sich zunächst an unzähligen Wachleuten, Schlägertypen, Robotern oder Geschützen vorbei. Dabei lässt das Spiel einem die Wahl, ob man direkt attackiert, oder geschickt aus dem Hinterhalt agiert. Zweites funktioniert, indem Spidey an der Decke oder einem anderen hochgelegenen Punkt wartet, bis der Gegner in Reichweite für eine Tarnattacke ist, um ihn dann galant in Spinnweben zu verpacken.

Kommt es zum Kampf, hat unser Held einige Angriffe im Gepäck, die den Schergen einige blaue Flecke bereiten. Ähnlich wie in den Batman-Games gibt es eine Taste für Schläge und Tritte, die bei mehrmaligem Drücken automatisch sehr lässige Kombos ausführt. Zudem klingelt der Spinnensinn, wenn Gefahr von hinten droht. In diesem Fall ist die Konter-Taste euer bester Freund. Auch das kennen wir bereits vom Schwarzen Ritter. Zudem hat die Spinne natürlich noch ihre Fäden, mit denen sie Widersacher entweder abschießt oder herumschleudert. All das geht aufgrund der einfachen Steuerung sehr flüssig von der Hand und macht durch Spideys coole Moves richtig Laune, auch wenn es sich oft wiederholt. Zwischendurch folgt die ein oder andere Kletter- und Sprungpassage, gelegentlich auch einen Bossfight. Besonders die Auseinandersetzungen mit teils riesigen Oscorp-Kampf-Maschinen sind hervorragend in Szene gesetzt.

In der Stadt sind außerdem zahlreiche Nebenaufträge zu finden. Die reichen vom Aufsammeln infizierter Bürger und entflohener Irrenanstalt-Insassen, über Verfolgungsjagden, bis hin zum Infiltrieren geheimer Oscorp-Labore. Zusätzlich könnt ihr für eine befreundete Reporterin an verschiedenen Stellen Fotos schießen. Insgesamt ein netter Zeitvertreib, doch da auch hier ein Fall wie der andere ist, verlieren die “kleinen” Missionen im Gegensatz zu den “großen” schnell ihren Reiz. Immerhin erhält man für jede gelungene Aktion Erfahrungspunkte, die sich in diverse Upgrades investieren lassen.

Einen echten Sammlertrieb wecken die hunderte in Manhattan verteilten Comic-Seiten. Ab einer gewissen Stückzahl habt ihr ein komplettes Heft beisammen und könnt es in den Extras dann auch lesen. Eine großartige Idee! Dem nicht genug, sind auch einige Alternativ-Outfits für Spider-Man versteckt, obendrein lassen sich diverse Charaktermodelle freischalten. Es wurde also auch an die Fans der Comics gedacht.


Nicht kinoreif

“The Amazing Spider-Man” unterscheidet sich durch seinen Spielspaß zwar deutlich von anderen Film-Versoftungen, in einem Punkt tut es es ihnen leider gleich: Der Visualisierung. Um es kurz zu machen, die Grafik ist nur unterdurchschnittlich und völlig veraltet. Zwar sieht Spider-Man, dessen Anzug im Laufe der Zeit auch Gebrauchsspuren aufweist, recht gut aus, das war es dann aber auch. Andere Figuren beleidigen das Auge mit hölzernen Gesichtern und steifen Animationen. Besonders schlimm ist das einfallslose und unrealistisch kantige Design von Autos, welche zwischen den positiv hervorzuhebenden Gebäuden umher cruisen. Abgerundet werden diese mäßigen Eindrücke von starken Kantenflimmern und unscharfen Texturen.

Mit der Synchronisation gelangt eine weitere häufige Baustelle recht ordentlich. Zwar kommt so mancher Dialog etwas künstlich daher, dafür reißen Spideys humorvolle Sprüche wieder einiges raus, auch wenn sie sich gelegentlich wiederholen. Auch die musikalische Untermalung ist durchaus gelungen und sorgt für mehr Dynamik.

Fazit

Trotz der deutlichen technischen Schwächen ist “The Amazing Spider-Man” ein kurzweiliges und launiges Spiel geworden. Dank dem Schwingen in der offenen Stadt, übertrifft es sogar seine Vorgänger, weshalb sich Fans der Spinne das Game nicht entgehen lassen sollten.

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