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Kritik | Sorcery

17. Juli 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Sorcery
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Sony Computer Entertainment
Plattform:
PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
25. Mai 2012
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Genre:
USK:
12

Schwert, Dartpfeil, Handschuh, Gewehr und was weiß ich noch alles. Jetzt kommt auch ein Zauberstab hinzu. Keine Ahnung, was gemeint ist? Die Rede ist von Formen, die der PS-Move-Motion-Controller in bisherigen Spielen bereits angenommen hat. In Sorcery schlüpfen wir nun in die Rolle eines Zauberers und wedeln eifrig mit unserem Controller herum, um zu beweisen, dass in uns etwas Magisches drin steckt. Zauberhaft? Oder eher fauler Zauber?

Ich und zaubern?! Kein Problem!

Man kennt es aus vielen Filmen und Geschichten: wenn höhere Kräfte in die falschen Hände geraten, dann ist Chaos vorprogrammiert. Und wenn diese Hände Kindern gehören, dann ist es erst recht so gut wie vorbei. Nun, ein Kind ist Finn zwar nicht mehr ganz, jedoch hat er auf seinen Zaubermeister Dash ungefähr 149 Jahre und 52 Wochen Rückstand, was die Zauberei betrifft. Doch das hält ihn nicht davon ab, die Dinge, in diesem Fall den Zauberstab seines Mentors, in die Hand zu nehmen und damit herumzuexperimentieren, auch wenn er zur Strafe alle Töpfe im Schloss blitzeblank putzen müsste, wenn er erwischt würde.

Getreu dem Motto “Was kann schon Schlimmes passieren?” schnappt sich unser Held, der von der weißen, sprechenden, der genzen Sache eher mißtrauisch gegenüberstehenden Katze Erline begleitet wird, gleich zu Beginn das mächtige Werkzeug, als sich sein Lehrer auf den Weg in die Stadt macht. Und natürlich kommt es, wie es kommen muss. Nachdem in einer Art Mini-mini-Tutorial ein paar Ziele abgeschossen werden müssen, passiert es. Da der von sich selbst überzeugte Finn die Kräfte wohl doch nicht so im Griff hat, wie er denkt, haut er mit einem Felsen einen Kessel mit einem Trank vom Tisch, als er gerade seine telekinetischen Fähigkeiten demonstrieren will.

Ein neuer Trank wäre grundsätzlich kein Problem, hätte Dash den dafür erforderlichen Grabstaub nicht gerade erst aufgebraucht. Und da diese Zutat natürlich nicht auf einer von der Sonne beschienenen grünen Wiese mit niedlichen Tierchen und bunten Blümchen zu finden ist, geht es ab auf die Insel Lochborrow, wo wir nach paar Kämpfen mit einigen Untoten fündig werden.

Doch das ist unserem Held nicht genug. Er will immer weiter ins Land der Toten vordringen. So findet er sich plötzlich der mächtigen Fee Banshee gegenübergstellt, die er in einem harten Kampf zur Strecke bringt. Diese lässt eine Träne fallen und als Finn sie berührt, dann…

Hilfe, mein Handgelenk…

Gesteuert wird Finn vorzugsweise mit dem Navigation-Controller, wobei der ganz normale DualShock-Controller mit ein wenig “Übung” seine Dienste auch ordentlich tut. Zu Beginn des Spiels könnt ihr nur Arkanblitze abfeuern und Bodenlawinen auslösen, immerhin seid ihr ja noch nicht so erfahren. Das ändert sich natürlich mit der Zeit und ihr erlernt im Laufe des Spiels neue Zauberkräfte oder erhaltet relativ am Anfang einen Schild, mit dem ihr auch die eine oder andere Aktion ausführen könnt.

Das Game kann auf vier Schwierigkeitsstufen gespielt werden, die zu jeder Zeit während des Spiels geändert werden können, wobei das Herumgefuchtele mit dem Move-Controller intensiver wird, je höher der Grad ist, weil dann logischerweise mehr Gegner besiegt werden wollen, die auch resistenter sind. Damit wären wir schon bei einem ersten Problem von Sorcery. Es besteht nämlich die Gefahr, dass man einfach blind und sinnlos Blitze oder Ähnliches abfeuert, wenn sich einem eine Horde von Gegnern nähert. Gezielte Schüsse werden in der Regel nur abgegeben, wenn sich die Feinde weiter weg befinden. Aber gut, wenn mehrere Feinde vor einem stehen, bleibt einem nichts anderes übrig, als ein Geschoss nach dem anderen von sich zu geben und da die Distanz dann eben kurz ist, ist das Zielen sowieso nicht von Bedeutung, da man eh trifft.

Zum Glück gibt es aber auch Gegner, die gegen bestimmte Zauber immun sind und an die man mit ein wenig Taktik herangehen muss. Richtet Feuer keinen Schaden beim Feind an, heißt es, schnell zu wechseln und das richtige Mittel auswählen. Haben sie einen Schutz, muss dieser erst irgendwie beseitigt werden. Das ist mal leicht, mal ein wenig schwerer und wer auf den letzten beiden Stufen zockt, der kann durchaus schon mal mehr als nur in Bredouille geraten.

Die Mischung machts

Was auf jeden Fall hervorzuheben ist, sind die verschiedenen Möglichkeiten, einzelne Zauber miteinander zu kombinieren. Wer zum Beispiel Wind mit Feuer mischt, der lässt plötzlich einen kompletten brennenden Wall auf die Gegner los. Und wer dann noch ein paar Blitze reindonnert, der sorgt für ordentlich Feuerwerk. Auch sonst ist es nett anzusehen, wenn man seine Kontrahenten einfriert und dann einen Feuerhagel auf diese loslässt oder sie mit einem einfachen Schlag in tausend Einzelteile zerschmettert. Leider gibt es auch wirklich mächtige Zauber, die meiner Meinung nach zu leicht zu viele Feinde aus dem Weg räumen. Naja, man muss sie des Spielspaßes wegen vielleicht nicht unbedingt permanent einsetzen.

Doch nicht nur bei den Zaubern kommt es auf die Mischung an. Im Verlauf des Spiels findet ihr Zutaten, aus denen ihr Tränke herstellen könnt, die einen entsprechenden Einfluss auf Finn bzw. das Spiel haben. Doch auch wenn dies anfangs vielleicht noch interessant ist, nimmt die Spannung in diesem Punkt kontinuierlich ab, je mehr Tränke man produziert. Ähnlich wenig spektakulär ist das Öffnen von Türen oder das Reparieren von Objekten, das in der Regel durch einfaches Herumkreisen des Move-Controllers durchgeführt wird. Eine Anstrengung für den Kopf ist das Spiel definitiv nicht. Dafür sind die wenigen Aufgaben zu einfach und viel zu simpel durchzuführen und dafür schießt man abseits der Kämpfe zu oft auf irgendwelche Gefäße, um an Gold heranzukommen. Auch die Verwandlung Finns in andere Lebewesen bringt nur im ersten Moment einen Aha-Effekt.

Gra…fik

Sorcery ist grundsätzlich hübsch anzusehen. Die Schauplätze sind ansehnlich und wenn die Story an einzelnen Punkten durch Bilder in einem Buch weitergeführt wird, guckt man sich dies gerne an. Was definitiv ein Manko ist, ist die Tatsache, dass das BIld in einigen Kämpfen für einen Moment einfriert. Und wenn dazu noch die teils komplizierte Kameraführung hinzukommt und man auf Grund der automatischen Zielerfassung nicht den gewünschten starken Feind, sondern nur einen kleinen Gegner trifft, kann man schon mal ein wenig entnervt sein.

Gerade das Stocken der Bilder ist hierbei besonders schade. Wenigstens in Sachen Sound kann man dem Spiel nichts vorwerfen.

Fazit

Auch wenn Sorcery auf den ersten Blick wie ein Spiel für Kinder aussieht, bei dem gemütlich mit dem Zauberstab gewedelt wird, ist es in Wahrheit ein Action-Abenteuer, das den Handgelenken einiges abverlangt. Das Game ist in vielen Punkten gut, in wenigen aber dafür nicht unwichtigen leider auch weniger gut. Bewundert man an einigen Stellen, was man mit dem Move-Controller machen und wie präzise er sein kann, versteht man nicht, dass sich nahezu alle Rätsel durch Kreisbewegungen oder einfach nach-links oder -rechts-Bewegen des Stabs lösen lassen. Es wäre durchaus mehr drin gewesen, dennoch ist Sorcery mal was anderes und durchaus spielenswert.

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