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Kritik | Montague’s Mount : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Montague’s Mount

26. Oktober 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Montague's Mount
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Mastertronic
Plattform:
PC, Mac, Linux
LeserInnen-Wertung:
Release:
12. November 2013
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Genre:
USK:
keine Angaben

Cover_MontaguesMount_worldofvideogamesOrientierunglos und verwirrt erwacht man plötzlich an einem Strand in der Einöde. Die Klamotten triefen vor Seewasser. Ein Gefühl der Amnesie macht sich breit. Ist man über Bord gespült worden? Scheinbar. Jegliche Erinnerung der eigenen Existenz scheint nicht vorhanden. Eins ist sicher. Das Wichtigste ist von diesem befremdlichen Ort zu verschwinden. Was klingt wie der klischeehafte Beginn eines B-Movies ist in wirklichkeit die Basis des neu erschienenen Indie Horrorgames Montague’s Mount. Wie viel Horror in dem Spiel wirklich steckt lest ihr hier.

 

Startschwierigkeiten

Zu Beginn hat euer Charakter mit leichten Startschwierigkeiten zu kämpfen, da sein Gang durch eine Beinverletzungen stark eingechränkt ist.

Am Strand seht ihr die Überreste eures Schiffes und einen leuchtenden Zettel an einem Tor vor euch. Humpelnd bahnt ihr euch den Weg über den Strand. Dort angekommen versucht ihr gegen das Schwanken der Figur anzusteuern, da man diese Notizen nicht mitnehmen kann, sondern ganz nah an sie herantreten muss um sie lesen zu können. Ihr sollt erst einen Gehstock suchen bevor ihr den Strand verlasst.

01MontaguesMount_worldofvideogames.de

Die Athmosphäre, welche durch gedeckte Farben, verregnetes Wetter und dezente Violinenklänge untermalt wird erhält hierdurch direkt einen kleinen Dämpfer.

Habt iht den Stock letztendlich gefunden, was bei der Optik  und des wankenden Charakters gar nicht so leicht ist, geht die Reise weiter. Das Spiel besteht aus Rätseln, die es zu lösen gilt. Immer verlangen diese das Suchen von bestimmten Gegenständen oder das Entschlüsseln eines Codes. Dies wird durch die grafische Präsentation noch erschwert. Oft könnt ihr Gegenstände oder Hinweise erst erkennen, wenn ihr die Helligkeit auf die maximale Stufe stellt, da die schlechte Grafik  und die Filmkörnung euch die Sicht unnötig erschweren. Ein weiteres Manko stellt die Laufgeschwindigkeit eures Charakters dar. Diese soll scheinbar Athmosphäre aufbauen, ist bei dem Rätseldesign, welches gelegentliches Backtracking erfordert, aber doch eher hinderlich. Wünschenswert wäre hier eine Taste zum schneller Gehen gewesen.

Ist doch logisch?

02MontaguesMount_worldofvideogames.deBei foranschreiten im Spielverlauf erreicht man komplexere Rätsel bei denen man sich nicht alleine auf Logik verlassen darf, da sich so viele Dinge nicht erschließen lassen. Die Abstände eines blinkenden Lichtes sollt ihr als Morsezeichen deuten, diese in eine Textnachricht übersetzen, woraus ihr dann nochmals einen Code ableiten sollt. Oft sind diese Rätsel so kryptisch und unlogisch, dass ihr nur zwei Möglichkeiten habt sie überhaupt zu lösen. Entweder ihr versucht zu raten oder ihr findet einen Hinweis, welcher sich aber meist irgendwo auf der Karte an einer völlig willkürlichen Stelle befindet, die sich natürlich nie in der Nähe befindet

Bei guter Story und Athmosphäre sind dies alles Makel über die man hinwegschauen könnte, doch auch hier geht es im weiteren Spielverlauf bloß bergab. Eine Story ist praktisch nicht vorhanden und wird nur von Gedichten eures Protagonisten vorangetrieben. Athmosphärisch erwartet einen statt Gefahr nur eine triste Welt und subtile musikalische Untermalung, die nach einiger Zeit eher Langeweile als Beklemmung fördert.

Zum Schluss erwartet euch dazu noch ein unbefriedigendes Ende ohne Aufklärung der aufgeworfenen Fragen. Die Entwickler vertrösten mit der Ankündigung auf einen Nachfolger.

Wo dort der Horror bleibt fragt ihr euch? Dieser ist kaum präsent. Das Gruseligste ist ein kleiner Geisterjunge, der aber kaum zu überzeugen weiß, sitzt einem doch ständig die Angst im Nacken, dass das Spiel abstürzen könnte und ihr so am letzten Checkpoint landet, eventueller 20 minütiger Fußmarsch inklusive. Neben der Grafik ist das wohl das größte Problem von Montague’s Mount. Unzählige Male hat man mit Bugs und Glitches zu kämpfen, die einen zwingen neu zu laden.

Fazit

Viele Spiele verstehen es den Spieler mit ihren Rätseln die Regeln der Spielwelt zu lehren und in ihnen den Drang zu wecken diese zu erkunden. Montague’s Mount ist keines davon. Es ist eine lose Ansammlung obskurer und unlogischer Rätsel, welche einem meist nur Frust bescheren und es zu keiner Zeit deutlich wird wie diese im Zusammenhang mit der Erfahrung einer echten Bedrohung stehen, die es vermitteln soll. Daran ändert auch der Zusatz “Basiert auf einer wahren Geschichte” im Prolog nichts.

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