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Kritik | Lone Survivor: The Director’s Cut : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Lone Survivor: The Director’s Cut

3. Oktober 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Lone Survivor: The Director’s Cut
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Curve Digital
Plattform:
PS3, PSV
LeserInnen-Wertung:
Release:
24. September 2013
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USK:
keine Angaben
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Bei uns im Test: PS3- und PSV-Version

Die Welt außerhalb deiner Gedanken ist trist, dunkel und kalt. Es tropft überall und du hast Hunger. Lasst euch von Jasper Byrne und den Curve Digital auf eine Reise des Wahnsinns entführen in der jeder Schritt der letzter sein kann. So viel sei vorweg genommen: Geheimtipp!

Der ganz normale Alptraum

Das Spiel beginnt bereits sehr mysteriös. Innerhalb von wenigen Minuten begegnet die unbekannte Figur, welche dauerhaft einen Mundschutz trägt, einer Frau. Diese trägt nur den Namen „Sie“. Die Informationen sind rar gesät. Denn es ist nichts bekannt über „Sie“, noch über die Seuche, die vor unbestimmter Zeit ausgebrochen ist und alle Menschen in deiner Umgebung dahinrafft, oder in Monster verwandelt. Schon nach wenigen Sätzen werden uns Vorwürfe an den Kopf geworfen und nach einem schrillen Klang wird alles Dunkel. Eine kurze Sequenz und der Kampf ums Überleben startet.

Wir beginnen die Reise in den Wahnsinn in dem Bett unseres Apartments. Nach dem Aussehen zu Urteilen scheint hier die Welt noch in Ordnung zu sein. Weder Strom noch Wasser funktionieren und es Tropft von der Decke, aber es sieht sauber aus. Das Bild ändert sich schlagartig, sobald die ersten Schritte vor die Tür gesetzt werden. Die Wände sind zerstört, blutverschmiert oder verdreckt. Die Tapete blättert ab. Im Hintergrund lässt sich ein leichtes Stöhnen vernehmen. Die Musik ist dabei stets passend und untermalt das Geschehen wahlweise mit Metalsound oder verzerrten Tönen. Immer ein bisschen psychedelisch.

Neben der Vertonung spielt das Licht eine ganz große Rolle. Bis auf einen kleinen Bereich ist fast der ganze Bildschirm dunkel. Als einzige Quelle hat man hier entweder die streng limitierten Leuchtfackeln, oder eine Taschenlampe. Doch deren Benutzung will gut überlegt sein. Erstens ist die Batteriedauer begrenzt und kann nur durch Batterien, die ab und zu in den Gängen zu finden sind, erneuert werden. Zweitens lenkt man hierdurch unausweichlich die Aufmerksamkeit der Monster auf den Protagonisten. Da die Munition der Waffe ebenfalls streng limitiert ist, bleibt in so einer Situation häufig nur die Flucht. Das Monsterdesign erinnert in diesem Spiel ein bisschen an eine Mischung aus Silent Hill, Alien und Left 4 Dead.

Steuerung – Krampf oder Segen?

Lone-Survivor-Directors-Cut-Bild2-Worldofvideogames.deDie Figur lässt sich in diesem 2D-Sidescroler mit dem Steuerkreuz bewegen. Das Inventar wird mittels Dreiecktaste aufgerufen und ist in 3 Abschnitte verteilt. In jedem Abschnitt werden die Gegenstände durchgeschaltet. Das kann in hektischen Situationen ein bisschen fummelig werden. Gerade die Auswahl der Befehle verwirrt hier das ein oder andere Mal. So kann die Figur den Gastank nicht „Verwenden“ aber dafür „Benutzen“. Etwas ungünstig gelöst ist ebenfalls die umständliche Kartenführung. Das es zu Ungereimtheiten kommen kann, wenn die Bewegung auf rechts und links beschränkt ist, ist bewusst. Schließlich müssen auch die Bewegungen rauf und runter abgedeckt werden. Aber wenn ich mich auf dem Bildschirm nach links bewege und die Karte mir anzeigt, dass ich nach rechts laufe, ist es in einem Horror Spiel durchaus schwerwiegend. Nicht selten landet man so an einer völlig falschen Stelle.


Das neue Spiel

Lone-Survivor-Directors-Cut-Bild3-Worldofvideogames.deDoch sind das eigentlich auch schon die einzigen Kritikpunkte. Denn der Umfang ist für ein Indie Game erstaunlich. Wer nach den ersten Stunden den Abspann sieht, sollte nämlich keines Falls aufhören. Denn das New Game+ bietet eine Fülle an unbekannten Möglichkeiten. Mit anderen Dialogen, anders gestalteten Rätseln und vielen neuen Gegenständen kann das Spiel auf eine neue Weise erlebt werden. Letztere können sogar den Ausgang der Geschichte beeinflussen.

Fazit

Trotz der retrohaften Optik und den Schwächen im Handling, sollte sich kein Horror Fan diese Perle entgehen lassen. Denn hier steckt sehr viel Liebe, Detailreichtum und Spannung drinnen. Gerade die vielen Neuerungen sollten auch Veteranen ermutigen können in Sonys Store einkaufen zu gehen. Also verschwendet keine Zeit mit lesen, sondern dunkelt die Fenster ab, dreht die Lautsprecher auf und lasst den „Lone Survivor“ die Rätsel um seine Geschichte lösen. Dieser Kauf kann für einen so geringen Preis nämlich nicht bereut werden. Erst Recht nicht, wenn man durch die Crossbuy-Funktion zwei Spiele erhält!

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