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Kritik | LEGO Legends of Chima: Laval’s Journey

23. Oktober 2013 | 0 Kommentare
Titel:
LEGO Legends of Chima: Laval's Journey
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Warner Bros. Interaktive Entertainment
Plattform:
3DS, DS, Vita
LeserInnen-Wertung:
Release:
6. September 2013
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USK:
6

Bei uns im Test: DS-Version

Bei uns im Test: DS-Version

Videospiele, die auf den Steinen der dänischen Klötzchenfabrikanten LEGO basieren, schnitten bei Kritikern grundsätzlich gut ab – und das zu Recht! Doch die erfolgreichen Games basierten auf bereits bekannten Film-/Buchreihen, nun versucht man es mit einer hauseigenen Marke: Chima. Kann die Serie ähnliche Ambitionen erfüllen oder entpuppt es sich lediglich als ein plumper Marketingversuch?

Das Reich Chima

Da diesmal keine allseits bekannte und beliebte Franchise als spielbares Universum fungiert, wie beispielsweise auch bei „LEGO Undercover“, also ist man eher gezwungen, eine interessante Story einzubauen. Viele andere Titel konnten dies einfach überspielen, indem sie durch ihren Ruhm die Käufer bereits in Scharen lockten. Hier ist es nun umgekehrt, die Kunden müssen neu gewonnen werden.

Chima, das fiktive von Tierkriegern bewohnte Reich ist anfänglich noch in friedlichem Zustand, doch wie könnte es anders sein, währt es nicht sehr lange. Die Tiere selbst leben getrennt in Stämmen, jedoch verbindet sie teilweise eine Freundschaft, vor allem aber auch eine Art „gemeinsame Regierung“: Das Chi, eine mysteriöse Kraft, welche aus vielen Kugeln besteht, ist gerecht unter den Stämmen verteilt. Genau dieses Chi führt dazu, falls man in ausreichendem Maße darüber verfügt, dass man übernatürliche Fähigkeiten entwickelt und auf diese Weise in der Lage ist, alle anderen Bewohner Chimas zu unterdrücken, sofern man gewillt ist, diese Vormachtstellung auszunutzen. Bei einem Turnier, dessen Sieger durch Erhalt einer goldenen Chi-Kugel belohnt wird, trifft der Sohn des Löwenanführers und gleichzeitig Hauptcharakter Laval auf das linke Krokodil Cragger. Letzterer betrügt durch eine verlängerte Lanze, gewinnt aber das Turnier. Laval bemerkt den Betrug, doch kann nicht verhindern, dass dieser seine Trophäe entgegen nimmt; seine lautstarken Klagen finden keine offenen Ohren.

Screenshot der 3DS-Version

Screenshot der 3DS-Version

Nur kurze Zeit später funkelt auf der Spitze des nahe gelegenen Spiralbergs ein ungewöhnliches Licht, welches Mähnenträger Laval nicht ununtersucht lassen kann. Dort trifft er auf keinen geringeren als Cragger, der ein Maschine betreibt, die den Zweck verfolgt, die Balance des Chi zu stören – genau dies möchte er ausnutzen, um sich die dreifache Chi-Kraft durch eine antike Rüstung, welche ebenfalls unter den Stämmen aufgeteilt ist, unter den Nagel zu reißen. Laval sieht sich selbst in der Pflicht und greift ein; der Kroko-Bösewicht schafft es dennoch, seine diabolische Apparatur einzuschalten und seinen nicht minder diabolischen Plan in die Wege zu leiten.

Als Junior Löwe seinem Vater Lagravis Bericht erstatten will, ereilt beide die Nachricht, dass die Krokodile, Raben und Wölfe die anderen Stämme angreifen und die Territorien verwüsten. Ein Kampf um die Zukunft Chimas entbrennt…

Klötzchen, nicht kleckern

LOGO LEGO Chima Laval JourneyAuch hier wird mal wieder gehüpft, zerstört, als neuer Gegenstand wieder aufgebaut, und so weiter. Die typischen Elemente der LEGO-Spiele sind inklusive, was niemanden erstaunt, denn sie sind es, was das Spielkonzept der Franchise auszeichnet. Das altbackene Prinzip „Finde Objekt A und bringe es zu Ort B“ musste natürlich ebenfalls verwendet werden. Geschickt implementiert ist es sicherlich sinnvoll und kann Spaß machen, aber das Aufheben eines Gegenstands und es zum nächsten interaktiven, maximal einen Meter weit entfernten Element zu bringen, schwankt auf einer Skala irgendwo zwischen „offensichtlich“ und „einschläfernd“. Zum einen ist es der Tatsache geschuldet, dass die Umgebung – vor allem im Vergleich zu anderen Spielen – aus weitaus weniger Objekten in LEGO-Optik besteht als es früher der Fall war. Diese Tendenz führt dazu, dass solche vermeintlichen Rätsel lediglich der Spielzeitstreckung denn dem Spielspaß dienen. Andere Rätsel, wie das rechtzeitige Anhalten von Regalen, die im Anschluss als Leiter missbraucht werden, sind dagegen frischer Wind und machen deutlich mehr Spaß.

Geschicklichkeitspassagen, bei denen ihr über Gräben hüpfen müsst oder Fallen mit dem richtigen Timing überwindet bzw. entgeht, gibt es ebenso. Diese sind mit einer Ausnahme durchweg gut gelungen: Gorillas können an Stangen an Wänden schwingen, hier und da gibt es Stellen, wo ihr von Stange zu Stange schwingt. So weit, so gut. Nun dachte man sich aber, den Schwierigkeitsgrad etwas zu erhöhen, indem man auf- und abfahrende Sägeblätter zwischen den Pins installiert. An sich ist daran nichts verwerflich, wäre es denn auch spielerisch machbar umgesetzt worden: Euer haariger Primat denkt nämlich gar nicht daran, euren Befehlen zu gehorchen. Manchmal springt er mit dem Betätigen des Knopfs ab, meist verzögert er sich sehr stark. Die Folge: Ihr springt lachend in die Kreissäge. Ärgerlich ist, dass er nicht jedes Mal um dieselbe Zeit nach dem Drücken zu spät springt, sonst würde man vermutlich ein Gefühl dafür entwickeln, wann man den Knopf drücken sollte, um rechtzeitig abzuspringen. Grund dafür ist, dass der Silberrücken, welcher sich immer wieder um die Stange schwingt, nur zu einem speziellen Zeitpunkt abspringt – nämlich wenn er der anderen Stange am nächsten ist. Habt ihr also Pech, macht der Gorilla eine ganze Umdrehung, bevor er loslässt, wodurch euch der Tod gewiss ist; ihr kommt also nicht drum herum, beide Abläufe (schwingender Affe, bewegende Säge) in Einklang zu bringen. Äußerst schwierig, frustrierend und besonders weil es mehrere Sägen hintereinander zu umgehen gilt. Wer zwischendurch abstürzt, darf von vorne anfangen. Glücklicherweise ist dies nur eine Szene, die deshalb nicht zu stark ins Gewicht fällt. Größtenteils sind die Level gut ausbalanciert und fair, für Anfänger und Kinder bestens geeignet.

Screenshot der 3DS-Version

Screenshot der 3DS-Version

Etwas schade ist auch der Trend, dass die Level etwas schlauchförmiger werden und es weniger Sonderbereiche gibt. Die typischen, unzähligen einsammelbaren Extras sind nun meist auf dem Weg verstreut bzw. versteckt, die durch Charakterwechsel freigelegt werden müssen. Große Erkundungstouren fallen also eher flach.
Wichtig zu wissen ist auch, dass es sonst zwei Modi gab: Story und freies Spiel. Im ersten Modus musstet ihr euch mit vorgegebenen Charakteren durch die Level kämpfen, im freien Spiel konntet ihr alle freigespielten bzw. freigekauften Minifiguren auswählen. „LEGO Legends of Chima“ vereint dies nun, da ihr in der Story alle erarbeiteten Charaktere benutzen dürft.

Der Fluch des DS

Design-technisch gibt’s nicht viel zu mäkeln, Chima hat seinen eigenen Charme, wenn auch nicht den spektakulärsten aller Zeiten, da hier und da doch generische Elemente auftreten. Dennoch, so interessant die Welt ist, so läuft man praktisch nur von Level zu Level – eine riesige, erkundbare Gegend wie bei „LEGO Batman 2“ fehlt leider. Ein möglicher Grund wäre der mangelnde Platz auf den DS-Cartridges, schon öfters wurden solche Feinheiten bei den Portierungen von Heimkonsole auf mobile Spielekonsolen einfach gestrichen. Während die 3DS-Version sich noch auf anständige Grafik verlassen kann, so musste man bei der DS-Version Abstriche machen: dies ist der Fluch der alten Konsolengeneration. Die Sequenzen sind verwaschen, die spielbaren Teile arg verpixelt. Immerhin: Für DS-Verhältnisse ist die Grafik mehr als passabel. Die Musik tut nicht mehr als ihren Job, sie unterstützt die Spannung bzw. Atmosphäre, im Ohr bleibt sie nicht. Dafür ist sie einfach viel zu unoriginell; man hat das Gefühl, die einzelnen Kompositionen bereits einmal vernommen zu haben.

Screenshot der 3DS-Version

Screenshot der 3DS-Version

Fazit

Mit „LEGO Legends of Chima: Laval’s Journey“ ist der Entwickler TT Games in der Lage, Kunden anlocken zu müssen. Reißt das Spiel keine Bäume aus, so wird es schwierig, denn z.B. bei „LEGO Star Wars“ wusste man, was einen erwartet. Dieses Problem zu überwinden ist bereits anderen LEGO-only-Titeln wie „LEGO Undercover“ nicht gelungen und auch für „LEGO Chima“ wird es nicht leicht: Das Spiel verspricht einige, zugegebener Maßen wenige Spielstunden Hüpf-, Rätsel- und Sammelspaß. Praktisch alles an dem Spiel ist passabel und erfüllt seinen Zweck, mehr jedoch auch nicht. Etwas schade ist, dass der Humor und der Anteil der LEGO-Bausteine in der Landschaft innerhalb der LEGO-Spiele abgenommen hat. Wer die Möglichkeit hat, greife bitte zur 3DS-Version, um wenigstens den kompletten Spielspaß für kleines Geld zu bekommen. Insgesamt ein nettes Spiel für zwischendurch, was nicht negativ im Gedächtnis bleibt, jedoch im Vergleich zu anderen Spielen von TT Games ziemlich alt aussieht.

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