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Kritik | Enslaved: Odyssey to the West : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Enslaved: Odyssey to the West

15. Oktober 2010 | 0 Kommentare
Titel:
Enslaved: Odyssey to the West
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Namco Bandai
Plattform:
Xbox360, PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
08.10.2010
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Genre:
USK:
16

Enslaved ist endlich erschienen. Namco Bandai veröffentlichte kürzlich das mit Hochspannung erwartete Action-Adventure, wir durften in den Genuss kommen die Odysee gen Westen zu testen. Wer also erfahren möchte, ob das Abenteuer hält was es verspricht, sollte weiterlesen. Epische Endzeitlandschaften erwarten uns, auf geht’s!

Zugewuchertes New York

Das Action-Adventure legt gleich richtig los, und wir müssen uns gleich zu Anfang durch ein großes, gerade abstürzendes Fluggerät kämpfen. Enslaved spielt einige Jahrzehnte in der Zukunft. Die Menschheit wurde fast komplett ausgerottet und nun herrschen die Roboter, oder auch Mechs genannt, über die Erde. Überall Überreste der heutigen Zivilisation, die nun wieder von der Natur beherrscht werden. Wolkenkratzer, Strommasten und sogar die Freiheitsstatue sind mit Ranken und Dschungelgestrüpp bedeckt. Der Held, der übrigens den Namen Monkey trägt, ist ein muskelbepackter, mit Narben bedeckter Kämpfer. Wie er zu diesem Namen kommt könnt ihr euch fast denken, richtig, er klettert gerne und das sehr gut. Aber selbst der vor Muskeln nur so strotzende Hüne kann nichts gegen sein metallenes Gefängnis ausrichten, das ihn zu Anfang im Flugzeug festhält. Ganz im Gegensatz zur zweiten Hauptfigur Trip. Dank ihrer Technikskills gelingt es ihr zu entkommen und bringt nur durch Zufall Monkey heil mit auf die Erdoberfläche zurück. Die süße Trip könnt ihr aber im gesamten Spielverlauf nicht steuern. Das Sklavenschiff ist das erste von 14 Kapiteln und dient gleichzeitig als Tutorial. Springen, klettern, blocken und kämpfen werden verständlich erklärt und können schnell umgesetzt werden. Mit einer Rettungskapsel setzten sich die beiden in die Ruinen von New York ab, während das Schiff im Sturzflug die Fackel der Freiheitsstatue streift. Während Monkey bewusstlos vom harten Absturz ist, setzt Trip ihm ein Sklavenkontrollband auf, welches durch ihre Stimme gesteuert wird. So kann sie ihn dazu zwingen, ihr auf ihrem weiten Heimweg zu helfen. Das ungleiche Paar macht sich nun auf die lange Reise, ein großes Abenteuer kann beginnen. Die Beziehung zwischen den Beiden besteht anfangs nur aus Zwang, doch nach und nach wachsen die beiden durch ihre gemeinsamen Erlebnisse zusammen. Die gut durchdachte Story wurde durch Szenen vom „Herr der Ringe“ und „King-Kong“-Mitproduzenten Andy Serkis und dem durch „The Beach“ und „28 Days Later“ bekannten Alex Garland unterstützt.

Kein Terminator nötig um die Maschinen aufzuhalten

“Enslaved: Odyssey to the West” ist ein Action-Adventure mit innovativen Abläufen. Jedes mal wird man von neuen Spielen enttäuscht, die auf den Markt kommen und wieder nichts neues bieten. Enslaved macht es diesmal richtig und zeigt was ein Action-Adventure alles bieten kann. Perfekt haben die Entwickler jedoch nicht gearbeitet, doch eins nach dem anderen. Das neue Namco Bandai-Game kann man grob in drei Kategorien einteilen: Kampf, Puzzle und Klettereinlagen. Der Kampf ist einfach aufgebaut. Es gibt eine leichte und eine schwere Attacke, diese können durch Combos verbunden werden. Leider entstehen dadurch aber keine unterschiedlichen Angriffe. Im Verlauf könnt ihr euch aber zusätzliche spektakuläre Angriffe, Konterattacken und Special-Moves „kaufen“. Eine effektive Abwehr erreicht man durch die Block-Taste oder das Ausweichen. Der Kampf macht dadurch großen Spaß, ist aber nicht sehr anspruchsvoll und abwechslungsreich, auch nicht im höchsten Schwierigkeitsgrad. Schwachpunkt des Spiels ist leider das Klettern, denn hier wird noch mehr entschärft wie beim Kämpfen: Der Gamer kann unseren Monkey beim Punkt zu Punkt-Hangeln niemals abstürzen lassen. So verliert das Ganze fast komplett an Spannung, auch wenn ihr in schwindelerregenden Höhen von Stange zu Stange springt. Monkey führt nämlich nur dann einen Sprung aus, wenn ihr den Stick in die richtige Richtung bewegt, tut ihr das nicht bleibt er einfach sitzen. So sieht es zwar spektakulär aus, wenn ihr von einem 80 Meter hohen Gebäude auf einen gegenüberliegenden Kranarm springt, aber ihr seit euch vorher schon sicher dass Monkey nicht abstürzen wird. Enslaved bietet auch keine Balancier-Herausforderungen oder ähnliches. Die Entwickler von Ninja Theory hätten sich hier auf jedenfall etwas mehr aus dem Fenster lehnen können, ich befürchte aber dass wir diese Entschärfung den Casual-Gamern zu verdanken haben. Die Puzzles können allerdings durch das gesamte Spiel hinweg begeistern, da sie angenehm schwieriger werden, ohne unmöglich lösbar zu werden. Ansonsten gibt es ein paar Ballerpassagen wo mit Waffen der Gegner geballert wird oder aber mit Monkeys Stab, der auch als Schusswaffe gebraucht werden kann. Monkey hat noch eine Art Hover-Board im Gepäck das richtig Spaß macht, dazu will ich nicht mehr verraten, etwas soll euch ja auch noch zum entdecken bleiben.

Satte Farben und schöne Endzeit

Die Optik begeistert von Anfang an, denn was wir hier an Kulissen geboten bekommen ist atemberaubend. Das kann nicht nur das durch satte Vegetation veränderte „Endzeit-New York“ sondern auch die anderen Schauplätze, wie Trip’s Heimatstadt hoch auf den Felsen. Schöne Weitblicke und Aussichten lassen einen jedes Mal innehalten und den Blick in die Ferne schweifen. Die Texturen sind scharf und die Details schön in Szene gesetzt, die ab und zu vorkommenden Grafikfehler kann man daher verschmerzen. Die Musik kann dabei auch überzeugen und passt immer zu gerade stattfindenden Szenen. Genial sind die Bewegungen der Hauptfiguren gelungen, die beim Klettern oder Kämpfen fantastisch animiert sind. Die deutsche Sprachausgabe ist sehr gut gelungen und kommt mit bekannten Synchronsprechern. Ein wenig unglücklich ist die Abmischung der Stimmlautstärke ausgefallen.

Fazit

“Enslaved: Odyssey to the West” hat kleine Fehler und fordert in vielen Bereichen zu wenig. Trotzdem begeistern die spektakulären Kämpfe und Kletterpassagen, denn diese bieten Unterhaltung bis zum Abspann. Kulissen und Schauplätze sind größtenteils grandios designt. Die tollen Hauptcharaktere wachsen einem während des Abenteuers immer mehr ans Herz und überzeugen durch superbe Mimik, Gestik und Animationen. So kann Enslaved bestens empfohlen werden, denn auch die Story ist überzeugend und spannend. Es ist ein Action-Adventure das endlich frischen Wind ins Genre bringt und in bestimmten Hinsichten auch Hits wie Assassin’s Creed in die Tasche steckt. Einen Nachfolger erwarten wir sehr gerne, mit diesem könnte Ninja Theory ein Meisterwerk gelingen.

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