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Kritik | Disney Micky Epic – Die Macht der 2

22. Juli 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Disney Micky Epic - Die Macht der 2
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Sony Computer Entertainment
Plattform:
PSV
LeserInnen-Wertung:
Release:
19. Juni 2013
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USK:
6

EM2_PSV_2D_GEREine lange Zeit ist vergangen, seitdem Micky Maus Wasteland gerettet und seinen eigenen Fehler wieder gut gemacht hat. Doch plötzlich wird Disneys berühmtester Held erneut gerufen. Die Toons brauchen seine Hilfe und nur er kann sie retten! Ob der Nachfolger zum 2010 erschienenen Überraschungshit, welcher ab 6 Jahren freigegeben ist, an die Klasse von Mickys erstem epischen anküpfen kann, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Der Mad Doctor ist wieder da… im Gepäck eine Oper!

Gleich zu Beginn muss Micky im Haus des Zauberers Yen Sid den magischen Pinsel aus “Disney Micky Epic” wieder erlangen, um dessen Hilfe nach Wasteland zu reisen. Dort läuft alles Drunter und Drüber. Überall treiben böse Animatronics ihr Unwesen. Aus allen Ecken und Kanten dringt Verdünner, der die Infrastruktur der Cartoon-Landschaft destabilisiert, zusätzlich erschüttern Erdbeben das Land und verursachen dabei Zerstörung und Chaos. Kaum ist Micky in Wasteland angelangt, wird er gemeinsam mit Hase Oswald durch den Gesang des Mad Doctors begrüßt, der allen Toons, den gezeichneten Figuren, glaubhaft vermittelt, dass er dem Bösen abgeschworen hat. Er möchte gemeinsam mit unseren Helden dem Grund auf die Schliche kommen und dafür sorgen, dass alles wieder seinen gewohnten Gang läuft und alle in Sicherheit leben können. Doch wenn der Mad Doctor nicht hinter den neuen Vorfällen steckt, welcher Feind kann dann die Idylle der Toons bedrohen? Wer hat die Macht die Kleckse und die Animatronics zu beeinflussen?

Auf zwei Arten die Welt verändern!

_bmUploads_2013-06-10_3704_PDEL-1001 0202769-20130503-1644Zusammen mit Oswald macht sich Micky also auf den Weg. Gemeinsam geht es dabei durch die Süd und Nord Mean Streat, die Regenbogenfälle, wo Kristalle aus dem Boden ragen und Wasserfälle in den Farben des Regenbogens von der Decke fallen, und in die Spaßfabrik. In allen Bereichen müssen die Beiden mithilfe ihrer Freunde wie z.B. Ian dem Geist oder Goofy, die Schäden beheben, die durch das Erdbeben und den unbekannten Fiesling entstanden sind. Hierzu bedienen sie sich den Werkzeugen, die Ihnen zur Verfügung stehen. Oswald kann mit seiner Fernbedienung gewisse Terminals Hacken oder aktivieren bzw. Gegner kurzzeitig lähmen. Wahlweise greift er auch auf seinen Bumerang zurück, um weit entfernte Gegenstände zu ergattern.

Micky hingegen besitzt den magischen Pinsel. Mit dessen Hilfe kann er Wasteland vervollständigen, indem er blaue Farbe versprüht, oder auflösen, indem er grünen Verdünner verteilt. Sind die Voratsdepots von Farbe und Verdünner aufgebraucht, gilt es so lange zu warten, bis sie sich wieder gefüllt haben. Im Laufe der Spielgeschichte werden die beiden Tanks größer, sodass die sich die Sprühzeit verlängert.

_bmUploads_2013-06-10_3687_JPS_02Je nach Situation gilt es bestimmte Objekte wiederherzustellen, oder zu zerstören um das Weiterkommen zu sichern. Dabei kann es das Ausmalen einer Plattform sein, die sich über eine Schlucht erstreckt, oder das Zerstören eines kleinen Häuserkomplexes, indem man die stützenden Pfeiler auflöst, um beispielsweise eine Klippe zu erklimmen. An manchen Stellen des Spiels hat man sogar die Wahl ob man zerstörerisch („böse“), oder umgebungsschonend („gut“) vorgehen möchte. Sehr gut integriert wurde dabei das Belohnungssystem. Hilft man z.B. dem Hutmacher seine Klimaanlage zu reparieren, verkauft er einem die Ware zu einem besseren Preis. Zerstört man die Klimaanlage, um an die dahinter liegende Truhe zu gelangen, dann ist dieser weniger erfreut und verlangt von da an die doppelten Preise. Dieses System der Belohnung und Bestrafung weiß zu gefallen, zudem wird dadurch auch jüngeren Spielern sofort ihr Handeln und die resultierenden Konsequenzen aufgezeigt.

Es fällt zusätzlich positiv auf, dass man die hier und da vorkommenden Endgegner auf mehrere Arten angehen kann. Ebenfalls auf eine böse oder eine gut Art. Man muss also kaum einen Widersacher vernichten, was durch Verdünner oder mit Schläge möglich ist. Man kann ihn stattdessen mit ausreichend Farbe bemalen, um ihn positiv zu stimmen. Je nachdem wie man sich im Spiel entscheidet, bekommt man nach ca. 10 Stunden eines von zwei Enden spendiert. Dies erhöht den Wiederspielwert enorm.

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Neben der Hauptstory gibt es allerhand zu tun. Alle Nase lang bietet einem ein Toon eine Nebenaufgabe an, die man je nach Gutdüngen erledigen kann. Diese Aufgaben lassen sich danach im Pausemenü jederzeit samt Status einsehen. Die einzelnen Levelabschnitte sind dabei durch Projektoren miteinander verbunden, sodass man nicht den gesamten Weg durch Wasteland laufen muss um von einem Ende zum anderen zu gelangen. Es bleibt einem dabei sogar selbst überlassen, welchen Pfad man gehen möchte. Sowohl Micky als auch Oswald haben ihren eigenen Weg, hieraus gilt es einen zu wählen. Einen großen Unterschied macht das jedoch leider nicht, weshalb schon nach kurzer Zeit diese Art des Reisens eher aufgesetzt und störend wirkt, als wirklich abwechslungsreich und nützlich.

Doch auch neben den Quests ist allerhand zu tun. Es gibt 9 verschiedene Kostüme für unsere Protagonisten, 12 Geister, die erweckt werden möchten, 16 Filmrollen und diverse Skizzen, die das Vorankommen vereinfachen. Die Kostüme und Geister verändern dabei die Fähigkeiten unserer Protagonisten, sodass diese mehr Ziele anvisieren können, oder sich die Depots schneller füllen. Alles in allem wird hier der Sammler in uns angesprochen und zumindest zu Beginn funktioniert es, diesen Trieb zu wecken. Man kann sich dabei wahlweise alleine mit einem KI-Begleiter, oder per Ad-Hoc Modus mit einem Freund auf den Weg machen. Hierfür werden allerdings zwei Vita-Konsolen und zwei Module benötigt.

Mickys Kampf gegen die KI

_bmUploads_2013-06-10_3701_PDEL-1001 0202769-20130503-1597Die Grafik des Spiels ist im oberen Mittelfeld anzusiedeln. Es gibt einige schönere Spiele für die Vita, aber auch weitaus hässlichere. Die Story wird dabei in kleinen Filmchen weiter erzählt die alle sehr gut vertont sind. Besonders die Parts mit dem Mad Doctor schaut man sich immer wieder gerne an. gerade weil die enthaltenen Songs in der Art und Weise wie sie gesungen werden an unterschiedliche Disneyklassiker erinnern. So konnte ich z.B. aus einem Lied gegen Ende Spiels den Song von Ursula aus Disneys „Ariell – Die Meerjungfrau“ wiedererkennen. Solche Anspielungen finden sich durch das ganze Spiel hinweg und werden immer wieder klasse integriert. Gerade die Generation, die mit den Disneyfilmen aufgewachsen ist, wird hier oft zum Schmunzeln gebracht, wenn man das Spiel aufmerksam spielt. Die Vertonung ist jedoch nicht überall so gut gelungen wie in den Zwischensequenzen. So hört man während des Spiels häufiger, dass sich die Lautstärke und die Tonlage zwischen zwei Sätzen deutlich voneinander unterscheiden.

Weniger schön sind die zahlreichen Fehler, die den Spielspaß ungemein trüben. Die Bildrate läuft selten flüssig. Es kommt teilweise zu deutlichen Rucklern. Doch das ist nicht einmal das Schlimmste. Micky bewegt sich die ganze Zeit über in einem Schneckentempo durch das gesamte Spiel und man hat keine Möglichkeit diese Geschwindigkeit durch einen Sprint zu beschleunigen. Das Spiel wirkt dadurch erheblich in die Länge gezogen, da die Areale nicht gerade besonders groß sind. Dieser Umstand stört besonders bei den Endgegnern, die flächendeckende Attacken durchführen, oder versuchen einen in der Bewegung zu erwischen. In Kombination mit der sehr schwammigen Steuerung, der bockigen Kamera und der teils merkwürdigen Kollisionsabfrage führt dies zu einer Menge Frustpotential, das gerade unerfahrene Spieler schnell demotivieren kann.

_bmUploads_2013-06-10_3703_PDEL-1001 0202769-20130503-1613Die Touch Steuerung wirkt eher aufgesetzt und hätte man sich sparen können. Man kann zum Beispiel mit einem Wischen auf der Unterseite des Bildschirms durch die Fähigkeiten Mickys wechseln. Diese lassen sich dann per Drag and Drop auf dem Bildschirm einsetzen. Jedoch klappt das selten auf Anhieb. Einmal kam es sogar zu einem Totalaussetzer, sodass nur ein Neustart des Spiels ein erneutes Wechseln erlaubte.

Die teilweise krassen KI Aussetzer von Oswald sind eine Hausnummer für sich. Teilweise reagiert dieser nicht auf Befehle, oder er steht dumm in der Gegend rum, obwohl vor ihm ein Terminal zur Aktivierung steht. Nicht immer ist dabei ersichtlich ob dieses Terminal gerade nur nicht aktiviert werden kann, oder es sich hierbei tatsächlich um einen Fehler handelt. Es ist während des Tests ebenfalls immer wieder mal passiert, dass Oswald nicht in einen Brunnen tauchen wollte, der es den beiden ermöglicht unsichtbar an Gegnern vorbei schleichen zu können. Das erschwert die selten vorkommenden kniffligen Passagen enorm.

Fazit

“Disney Micky Epic – Die Macht der 2″ hat eine Menge Potenzial und strotzt nur so von Liebe zum Detail. Allerdings deklassiert es sich durch die teilweise mangelhafte technische Umsetzung selbst, sodass der Spielspaß eher in Frust umschlägt. Die Präsentation und die Erzählstruktur sind allerdings einen Blick wert und man sollte dem Spiel auf jeden Fall mal eine Chance geben. Für den durchaus günstigen Neupreis kann man hier bedenkenlos zugreifen.

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