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Kritik | Deadly Prenomition: The Director's Cut

20. Mai 2013
Titel:
Deadly Prenomition: The Director's Cut
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Deep Silver
Plattform:
PS3
LeserInnen-Wertung:
Release:
26. April 2013
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Genre:
USK:
18

DPDC PS3 GER 2DAls “Deadly Premonition” im Winter 2010 hierzulande nur für die Xbox 360 veröffentlicht wurde, schaute man als PS3-Besitzer ziemlich dumm aus der Wäsche – war es doch in Japan ebenfalls für Sonys Konsole erschienen. Im Frühling 2013 geschah nun das, womit viele wohl nicht mehr gerechnet hatten: Der Survival-Horror-Überraschungshit von Rising Star, dessen Klasse sogar mit einem Eintrag im Guiness-Buch bestätigt wurde, schafft es als Director's Cut doch noch auf die PlayStation in deutschen Wohnzimmern. Die aktuelle Version soll die ursprünglichen Makel in Sachen Steuerung und Grafik ausmerzen und bietet neben einem neuen Story-Strang noch DLCs mit weiteren Inhalten. Ist “Deadly Prenomition” in dieser Version nun wirklich das beste Game aller Zeiten, wie es von manchem Redakteur bezeichnet wurde?

Zombies, Killer und schräge Vögel – willkommen in Greenvale

Der Spieler übernimmt in “Deadly Prenomition” die Rolle des FBI-Agenten Francis York Morgan, kurz York. Dieser wird in ein verschlafenes Nest namens Greenvale beordert, wo er die örtliche Polizei bei der Aufklärung eines Ritualmordes an einem Mädchen unterstützen soll. Schon auf dem Weg dorthin läuft es nicht unbedingt nach Plan, als er seinen Wagen stehen lassen muss und so manch Untoter den Fußweg zur Kleinstadt kreuzt. Auch unter den Lebenden befindet sich in Greenvale so manch seltsame Gestalt, allen voran Sheriff Woodman, dem es so gar nicht passt, dass ihm ein junger FBI-Bengel vor die Nase gesetzt wird. Doch auch unser Held selbst scheint alles andere als normal, bespricht er sich doch des Öfteren mit seinem unsichtbaren Freund Zach. In diesem durchaus originellen Umfeld liegt es nun an uns, den Killer zu finden und aufzudecken, warum des Nachts immer wieder Zombies die Gegend unsicher machen.

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Mehr als nur Survival

Bei den Zutaten 'Zombies' und 'Kleinstadt irgendwo in der Pampa' denkt man in Sachen Genre natürlich sofort an Survival-Horror, was Deadly Premonition zweifelsohne auch ist, doch das Game hat noch mehr zu bieten. Zum Einen spielt sich das Ganze in einer offenen Welt ab, in der wir uns zwischen die Hauptaufträgen frei zu Fuß oder per Fahrzeug bewegen können und dabei Nebenmissionen, die sich oftmals um Finden diverser Gegenstände und Botengänge beschränken, annehmen. Zum anderen ist York aber auch Tagsüber oft mit Ermittlungsarbeit beschäftigt, befragt die Einwohner Greenvales, untersucht, oder bekommt so manch knackige Rätseleinlage vorgesetzt.

Deadly_Premonition_DC_screenshot_05Am meisten Spaß macht es definitiv, dem Grauen direkt ins Auge zu Blicken und sich durch unheimliche und düstere Gebäude zu kämpfen, wobei uns ein ausreichendes Arsenal an Schlag- und Schusswaffen zur Ver

fügung steht, welches sich mit Spielverlauf erweitert. Wie man es bspw. aus Resident Evil kennt, hinterlassen getötete Gegner oftmals Munition oder andere nützliche Gegenstände, die im Inventar hinterlegt und bei Bedarf verwendet werden. Da dem ein oder anderen Widersacher mit Gewalteinwirkung nicht beizuwohnen ist, bleibt York gelegentlich nichts anderes übrig, als den Atem anzuhalten und sich davon zu schleichen. So bleibt er für seine Gegenspieler quasi unsichtbar, was den Nervenkitzel im Vergleich zum Dauerfeuer spürbar anhebt.

Generell setzt “Deadly Prenomition” auf einen gelungenen Mix aus diesen aufregenden und packenden Passagen bei Nacht und dagegen fast schon entspannten Ermittlungen und Nebenmissionen bei Tag. Zusätzlich sorgen die Story und die Charaktere dafür, dass man gebannt Stunde für Stunde vor der Konsole sitzt und dem Killer endlich auf die Schliche kommen will.

Fehler ausgemerzt? Eher nicht

Schon 2010 wirkte die Grafik altbacken, was sich auch 2013 – trotz anderer Ankündigungen – nicht geändert hat. Zwar kann man das Design der Protagonisten noch als OK bezeichnen, der Rest lässt jedoch stark zu wünschen übrig. Das Umgebungsdesign wirkt oftmals Trist, die Texturen sind teilweise so unscharf, dass sie einem bunten Brei ähneln und auch sonst finden wir viele eckige und pixelige Gegenstände, die mit der Realität nicht allzu viel gemein haben. Wo wir gerade beim Nörgeln sind, dürfen steife Animationen und die sehr träge Steuerung nicht unerwähnt bleiben. Speziell Autofahrten sind ein schwammiger Graus. Zudem läuft das komplette Game nicht sonderlich flüssig, sondern bietet nicht wenige Ruckler. Von technischer Verbesserung kann also nicht wirklich die Rede sein.

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Nun jedoch das große ABER, denn “Deadly Prenomition” kann auch Punkte sammeln, nämlich mit dem Sound. Besonders wichtig bei Adventures: die Synchronisation. Diese ist richtig gut, wenn auch auf Englisch mit deutschen Untertiteln. Die Stimmen passen wirklich perfekt zu ihren jeweiligen Charakteren. Leider sind nicht alle Spielszenen synchronisiert, um langweilige Textboxen kommt man – typisch japanisch eben – nicht herum. Glücklicherweise hält sich dies aber im erträglichen Rahmen. Unterstützung erhält “Deadly Prenomition” durch seinen wirklich tollen Soundtrack. Je nach Stimmung poltern düstere Melodien oder fröhliche Grooves, was die Abwechslung, die man hier geboten bekommt, unterstreicht.

Fazit

Auch wenn das Game rein optisch und mit seiner hakeligen Steuerung ziemlich mittelalterlich auf der aktuellen Konsolengeneration daher kommt, überzeugt es mit seinem Charme, seiner spannenden Story und den verrückten Figuren. Nicht zu vergessen der mehr als ordentliche Umfang, der viele Spielstunden garantiert. All denjenigen Survival-Horror-Fans, die von den letzten actiongeladenen Resident Evil Teilen enttäuscht waren und die sich nicht zu den Grafik-Fetischisten zählen, ist dieses packende Erlebnis wärmstens zu empfehlen. Wenn man dem Bann von “Deadly Prenomition” erlegen ist, verzeiht man auch gern den ein oder anderen Fehler. Ob nun bestes Spiel aller Zeiten oder nicht, muss jeder für sich selbst festlegen.

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