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Kritik | Das Schwarze Auge – Satinavs Ketten

3. Juli 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Das Schwarze Auge - Satinavs Ketten
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Koch Media GmbH
Plattform:
PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
22. Juni 2012
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Genre:
USK:
12

Im Jahre 1984 öffnete sich Das Schwarze Auge und begeistert seitdem Millionen von Menschen. Das Pen-&-Paper-Rollenspiel bildet nun die Vorlage für das PC-Adventure Das Schwarze Auge – Satinavs Ketten aus dem Hause Daedalic. Den Abenteurern unter uns muss ich wohl nicht mehr sagen, dass die Hamburger Spieleschmiede für erstklassige Adventures steht. Das gilt, um es vorweg zu nehmen, auch für den neuesten Titel, wenngleich zu Beginn doch eine unangenehme Überraschung wartet…

Nee, oder?

Die Buchstaben “k” und “m” liegen im Alphabet eigentlich nicht weit auseinander. Und doch ergeben sich völlig verschiedene Worte, wenn man diese Buchstaben jeweils an den Begriff “Stea” anhängt. Während uns das Steak gerade jetzt zur “Sommerzeit” erfreut und uns so manchen Grillabend versüßt, kann uns Steam schon mal alles andere als entzücken. Die breite Meinung über Steam ist eine eher nicht so gute. Bisher blieben Adventures von der Internet-Vertriebsplattform verschont. Doch nun ist es leider passiert. Für Das Schwarze Auge – Satinavs Ketten ist Steam Pflicht. Fraglich ist, warum die Verantwortlichen, die bisher so große Erfolge mit ihren Adventures, auch ohne Steam verbuchen konnten, sich dieses Mal für diesen Weg entschieden haben. Auch stellt sich die Frage, warum man dann überhaupt noch eine schicke Verpackung und eine Disc benötigt.

Adventure in Aventurien

Die Steam-Geschichte ist aber auch so ziemlich das einzige, was man dem Game vorwerfen kann. Wer also nichts gegen Steam hat, der sollte dem Spiel auch sonst nicht viel entgegenzusetzen haben. Die Geschichte beginnt im Königreich Andergast auf dem Kontinent Aventurien. Ihr spielt den Vogelfänger Geron und findet euch gleich in einer misslichen Lage, nämlich mit dem Kopf in einem Schweinetrog.

Seitdem der dunkle Seher unserem Protagonisten in jungen Jahren prophezeit hat, dass dieser das Ende bringen werde, wird er von den Andergastern gleichzeitig gefürchtet und verachtet. Kein schönes Leben für unseren Geron… So lässt er keine Gelegenheit aus, sich den anderen zu beweisen und klar zu machen, dass er nicht der Unheilsbringer ist, für den ihn alle halten. Da kommt ihm die Eichenblatt-Queste gerade recht. Die Königin des von den Andergastern ungeliebten Nostria wird zu Besuch erwartet, um die beiden Königreiche aneinander näher zu bringen und in diesem Zusammenhang wird jene Queste vom König Andergasts persönlich veranstaltet, die dem Sieger einen Besuch bei seiner Majestät selbst beschert.

Klar, dass jeder Teilnehmer gewinnen will und so ist allen, auch den Feinden Gerons jedes Mittel recht, um als Sieger aus der Herausforderung zu gehen. Doch selbstverständlich ziehen wir im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf aus dem (Schweine-)Schlamassel und holen uns den Sieg. Zur “Belohnung” prämiert uns der König mit einer weiteren Aufgabe: wir müssen das Schlafgemach der anrückenden Königin von den pechschwarzen Krähen befreien, die dieses Zimmer übel hergerichtet haben und seitdem besetzen.

Ab diesem Zeitpunkt geschehen immer mehr seltsame Ereignisse, neben denen, die schon vor dem eigentlichen Spielbeginn passiert sind. Und immer wieder stehen zwei Dinge damit im Zusammenhang: die Krähen und der Seher. Es heißt, dass dieser, der vor vielen Jahren von der Bevölkerung hingerichtet wurde, zurückgekehrt sei, um nun mit seiner Krähenplage Andergast zugrunde zu richten. Ein paar seiner damaligen Mörder hat sich der Seher mit Hilfe seiner Federfreunde anscheinend schon gekrallt. Da kommt ein Vogelfänger wie Geron eigentlich gerade recht. Doch diese Kreaturen sind weitaus gefährlicher als die, mit denen es Geron bisher zu tun hatte. Aber vielleicht kann ihm ja die schöne Elfe Nuri Unterstützung leisten…

Die Spannung steigt…

Die Story hört sich eigentlich spannend an und sie ist es auch in der Tat. Mit zunehmender Spielzeit steigt die Spannung sogar. Spätestens nach dem ersten “sichtbaren” Mord – nein, man sieht nicht, wie es passiert -, will man weiterspielen und erfahren, was es alles damit auf sich hat. Die Atmosphäre ist dementsprechend düster und die Musik trägt ihren Teil zur grundsätzlich schaurigen und weniger heiteren Stimmung bei. Überhaupt sammelt das Spiel in Sachen Sound viele Pluspunkte, was man im Bereich Grafik nur bedingt sagen kann. Die einzelnen Schauplätze sind ohne Frage durchgehend schön gestaltet und Fans von Das Schwarze Auge werden einige bekannte Orte aus Aventurien erleben.

Was jedoch nicht so toll aussieht, sind die Bewegungen der einzelnen Charaktere, egal ob Mund oder gesamter Körper. Dreht sich eine Figur von links nach rechts, so geschieht dies einfach so, ohne jegliche Bewegung. Bei Dialogen wird auf eine Nahaufnahme geschalten, wobei auch hier die einzelnen Darsteller starr herumstehen und mit Mühe und Not nur den Mund bewegen und wenn man Glück hat vielleicht noch die Augen. Das ist wirklich schade, weil das dem Spiel eine gewisse Steife bringt, die ihm zwar nicht schlecht tut, aber optisch halt auch nicht so toll anzusehen ist. Die vereinzelten Sequenzen, zum Beispiel Gerons Visionen, sind dagegen wiederum ganz nett anzusehen.

Gute Rätselkost

Die Rätsel in diesem klassischen Point-and-Click-Adventure sind gut durchdacht und bewegen sich auf insgesamt mittlerem Schwierigkeitsgrad mit mal kniffligen Aufgaben hier und Selbstläufern da. Was die Komplexität ein wenig herabstuft, ist die Tatsache, dass man sich ab und an, an Orten befindet, die aus zum Teil nur zwei oder gar einem Schauplatz bestehen und man diese erst wieder verlassen kann, wenn man die Rätsel gelöst hat. Bei dieser überschaubaren Anzahl an einzelnen Schauplätzen ist das Meistern der Aufgaben, die sich auf Kombinations- und Inventarrätsel beschränken, für Adventurefreunde eher kein Hindernis. In Dialogen kann man zwar zum Teil gegenteilige Aussagen auswählen, eine wirkliche Auswirkung auf den Verlauf des Spiels ließ sich jedoch nicht feststellen.

Die Steuerung ist gewohnt gut und man kann diverse Stufen von Hilfestellungen auswählen, wie zum Beispiel die Möglichkeit der Hotspotanzeige oder dass einem angegeben wird, welches Objekt eventuell mit einem anderen benutzt werden könnte.

Fazit

Das Schwarze Auge – Satinavs Ketten ist ein weiteres gelungenes Abenteuerspiel aus dem Hause Daedalic. Es bleibt dem Spiel nur zu wünschen, dass es die breite Masse nicht wegen der Steampflicht scheuen wird, denn wer dies tut, dem entgeht ein unterhaltsamer Ausflug in die Welt Aventuriens. Fan des Pen-&-Paper-Rollenspiels muss man nicht sein, um hier irgendwelche Zusammenhänge zu verstehen oder das Spiel besonders gut zu finden. Sicher werden Kenner vielleicht die eine oder andere Parallele mehr ziehen können, Fans des Adventure-Genres kommen jedoch auch ohne schwarze Augen auf ihre Kosten.

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