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Kritik | Batman: Arkham Origins : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Batman: Arkham Origins

4. November 2013 | 0 Kommentare
Titel:
Batman: Arkham Origins
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Warner Bros. Interactive Entertainment
Plattform:
PS3, Wii U, Xbox 360, PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
25. Oktober 2013
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Genre:
USK:
16
Bei uns im Test: PS3-Version

Bei uns im Test: PS3-Version

Als Warner Bros. 2009 Batman: Arkham Asylum heraus brachte, ahnte wohl noch niemand, dass daraus einmal eine der besten Spiele-Franchises im Sektor der Action-Adventures werden würde. Gefolgt von dem grandiosen Batman: Arkham City steht nun mit Arkham Origins der bereits dritte Teil der Serie in den Läden und Onlineshops. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern wurde der neueste Ableger nicht von Rocksteady entwickelt, sondern von WB Games Montréal. Viele Fans hatten daher im Vorfeld etwas Bammel, ob unter diesem Wechsel eventuell die Qualität des Spiels leiden könnte. Wir sagen es euch!

Batman begins

Der Titel des Games ist ein wenig irreführend, denn die berühmte Arkham-Anstalt kommt in der Story gar nicht vor. Umso mehr geht es aber um die “Origins”. Bruce Wayne ist noch jung, hat sich gerade erst dazu entschieden, im Fledermaus-Anzug die Straßen Gothams zu säubern. Weder die Polizei, noch die Unterwelt weiß so genau, was es mit dem dunklen Ritter auf sich hat. Anfangs halten ihn noch viele für einen der zahlreichen durchgeknallten Verbrecher der Stadt, doch warum sollte er dann seinesgleichen aus dem Verkehr ziehen? Mafiaboss und Drogenbaron Black Mask hat die Gefahr, die von Batman ausgeht, als erster erkannt und setzt gleich ein achtköpfiges Team aus Profi-Killern an, den Superhelden auszuschalten. Was zunächst nach einer klaren Angelegenheit aussieht, entpuppt sich jedoch nach und nach als Verwirrspiel, in dem auch der Joker und der Pinguin ihre Finger haben…

BAO_E3_BaneBatmanDie Story ist wieder einmal grandios, vielleicht sogar die beste der Serie. Für Leute, die sich mit den Comics noch nicht auseinander gesetzt haben, werden viele Ereignisse aufgearbeitet. So erfährt man, wie aus Red Hood der Joker wurde, wie Bane zu dem kraftvollen Riesen mutierte, lernt den jungen Riddler kennen, oder sieht Harley Quinn bevor sie sich dem Bösen anschloss. Desweiteren sind in Nebenrollen zahlreiche andere Figuren aus dem DC-Universum untergebracht, sodass man als Batman-Fan wirklich bestens unterhalten wird. Zusätzlich wird der Spaß durch das für die Vita und den 3DS erschienene Batman: Arkham Origins Blackgate verlängert, indem es die Geschichte weiter erzählt.

Der Schuster bleibt bei seinen Leisten

Batman: Arkham Origins steht sinnbildlich für die Weisheit “Wenn es nicht kaputt ist, repariere es nicht!”. Denn, es wurden fast alle Elemente des erfolgreichen Gameplays der Vorgänger übernommen und nur durch Feinheiten ergänzt. Herzstück sind auch hier die Kämpfe, in die Batman recht häufig verwickelt wird. Nach wie vor gibt es je eine Taste für Angriff und Konter, die Attacken können zusätzlich durch die Schultertasten verstärkt werden, in dem die berühmten Gadgets zur Hilfe genommen werden. Freeflow heißt das Zauberwort, das Batmans Schläge und Tritte so wunderbar geschmeidig und zugleich brachial erscheinen lässt. Kurz gesagt: man zimmert auf den Angriffsbutton ein und Bats erledigt dann den Rest. Als Spieler hat man dadurch zwar nur geringen Einfluss auf die Bewegungsabläufe des schwarzen Ritters, doch die alleinige Action entschädigt locker dafür.

BAO_E3_AnarkyMolotovGenerell hat man das Gefühl, dass unser Held in Arkham Origins etwas häufiger in Auseinandersetzungen verwickelt wird, als früher. Um dies nicht eintönig werden zu lassen, wurden neue Gegner-Klassen integriert, die neue Tastenkombinationen zum Bezwingen erfordern. Zudem trifft Batman nun häufiger auf riesige Hünen und Handlanger von Bane, deren Attacken man nur mit Ausweichen entkommen kann, während man sie im Gegenzug erst für kurze Zeit K.O. setzen muss, bevor die Fledermaus sie ungehindert mit Schlägen eindeckt. Als Highlight wurden zudem erneut zahlreiche Boss-Fights integriert, die rein optisch einiges her machen, vom Schwierigkeitsgrad her aber überraschenderweise teilweise einfacher sind, als die Gemenge mit Massenweise kleinerer Gegner.

Wie gewohnt bietet Batman: Arkham Origins auch öfter die Gelegenheit, Feinde heimlich aus dem Weg zu schaffen. Von hinten anschleichen, Angriff aus der Luft, mit Hechtsprung aus einem Schacht oder das umgekehrte Ausschalten von einem Wasserspeier aus – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich der bösen Buben zu entledigen. Hilfreich sind dabei natürlich Batmans legendäre Gadgets. Die Klassiker wie Batarang, Batclaw, Rauchbombe oder Explosivgel stehen Bats auch hier zur Verfügung, neu hinzugekommen sind dagegen etwa die Klebergranate, Elektrohandschuhe sowie ein Seilwerfer. All diese Dinge dienen dazu Bösewichter aus dem Verkehr zu ziehen, aber auch in den Gebäuden, in denen fast alle Missionen statt finden, voran zu kommen. So dient der Kleber beispielsweise dazu, heiß dampfende Rohre abzudichten oder dient als Floß, um Wasserhindernisse zu überbrücken. Wie in den Vorgängern lassen sich all die kleinen Helfer durch gewonnene Erfahrungspunkte aufwerten.

BAO_BatmanGroundPunch

Die einzelnen Aufträge sind auf der Karte des riesigen Gebietes von Gotham verteilt. Wer zu faul ist, mit Batman von A nach B zu gleiten und zu schwingen, der kann nun auf das neu eingeführte Schnellreisesystem mit dem Batwing, einem Düsenjet, zurück greifen. Anfangs hat der Riddler alias Enigma noch diverse Funktürme unter Kontrolle, die die Abwurfstellen des Batwing blockieren. Daher gilt es für Batman, diese zurück zu erobern. Wer es hingegen bevorzugt ganz klassisch durch die Nacht zu gleiten, der wird unterwegs den ein oder andere Funkspruch der Polizei zu hören bekommen, die über laufende Verbrechen informiert. Das Lösen dieser Konflikte ist optional und beschert einem nicht viel mehr als weitere XP. Zudem sind sie sehr eintönig und teils unlogisch, wenn man in eine Szenerie kommt, in der Schurken und Polizisten miteinander kämpfen und sich dann plötzlich gegen Batman verschwören.

BAO_October_GCPD_Barb_GordonBei all dem Trubel wird gerne vergessen, dass Batman ja auch noch Detektiv ist. So hilft euch der bereits bekannte Detektiv-Blick nicht nur, Geheimnisse zu entdecken oder Gegner auszuspähen, auch für die Ermittlung von Tathergängen ist dieser nützlich. Neu ist, dass in markierten Bereichen in die Egoperspektive gewechselt und verdächtige Hinweise gescannt werden. Durch Vor- und Rückspulfunktion sind so ganze Szenen nachstellbar. Leider fehlt hier jegliche Herausforderung. Alles scanbare ist bereits vorher markiert und am Ende kombiniert Batman dann den kompletten Fall dann alleine. Neuigkeiten teilt unser Held postwendend mit seinem treuen Butler Alfred, den man auch in der Bathöhle besuchen und mit ihm plaudern kann. Hier lagern oftmals auch neue Gadgets, zudem ist ein Trainingsbereich für die Online-Challenges vorhanden. Auch der Batwing ist hier untergebracht, womit es dann zurück nach Gotham geht.

Neben all den Hauptaufträgen, sind auch zahlreiche Nebenmissionen auf der Karte verteilt. Drogenbestände von Black Mask gilt es ebenso unschädlich zu machen wie die Waffensammlungen des Pinguin. Zudem hat der Riddler einige Vertraute, die wissen, wo er seine Geheimnisse versteckt hat. In Batman: Arkham Origins knobelt man diesmal nicht darum versteckte Fragezeichen finden, sondern Datenpakete mit brisantem Inhalt, mit denen der Rätselfreund Politiker zu Fall bringen will. Auch der Mad Hatter ist wieder mit von der Partie und wartet in seinem mehr als nur bizarren Hutladen darauf, Batman in die Falle zu locken. Es ist also wieder einmal einiges geboten, mit dem man sich in Gotham die Zeit vertreiben kann.

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Ein Comic erwacht zum Leben

Die Vorgänger hatten schon eine sehr überzeugende Grafik, Arkham Origins toppt das noch einmal. Das Charakterdesign ist hervorragend, speziell der Joker und Bane, aber auch Batman, der Pinguin und selbst die einfachen Handlanger sehen super aus, als würden sie direkt aus dem Comic in die Konsole gehüpft sein. Der eigentliche Höhepunkt dürfte jedoch Gotham sein. Auf der einen Seite riesengroß, auf der anderen aber auch so unheimlich Detail verliebt, düster, melancholisch, dreckig. Dazu fegt ein Schneesturm über die Stadt, der die unheimliche Anmutung noch verstärkt. Oberste Spitze! Hinzu kommen flüssige Animationen, speziell die Kampf-Moves von Batmans hauen einen doch immer wieder um. Garniert werden die optischen Eindrücke mit Video-Sequenzen, die einem Blockbuster wahrlich würdig sind und vor Action und Effekten nur so strotzen. Erstaunlich, dass bei all dieser Pracht das Spiel fast ohne Probleme, sondern maximal gelegentlichen Rucklern läuft.

BAO_Gamescom_ShockGlovesAuch bei der Vertonung gab man sich viel Mühe. Batman, Alfred und auch Bane haben alle die selben Synchronsprecher wie in den Kinofilmen und passen daher perfekt zu ihrer jeweiligen Figur, aber auch die anderen Haupt- und Nebenfiguren klingen klasse. Lediglich bei den einfachen Schlägern und Widersachern wäre etwas mehr Variation wünschenswert gewesen. Ein kleines Manko gibt es dennoch: das gesprochene Wort passt leider – zumindest in der deutschen Fassung – nicht immer genau zur Lippenbewegung, ist aber noch verschmerzbar. Batman typisch wummert dazu unentwegt ein unbehaglicher Soundtrack, der die dunkle Welt des Batman-Universums fast greifbar macht.

Fazit

Batman: Arkham Origins macht kaum etwas anders als seine Vorgänger, sondern setzt alle Stärken weiterhin um. Es ist nun eine Frage der persönlichen Philosophie, ob man Altbewährtes bevorzugt oder lieber Innovationen mit dem Risiko der “Verschlimmbesserung” bevorzugt. Für sich betrachtet ist der neueste Teil der Batman-Serie ein echter Action-Kracher mit toller Story und grandioser Inszenierung.

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