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Kritik | Sherlock Holmes – Ultimate Collection : Worldofvideogames.de – Dein Spielemagazin im Internet

Kritik | Sherlock Holmes – Ultimate Collection

24. September 2012 | 0 Kommentare
Titel:
Sherlock Holmes - Ultimate Collection
Redaktions-Wertung:
Publisher:
Daedalic Entertainment
Plattform:
PC
LeserInnen-Wertung:
Release:
10. Juli 2012
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USK:
12

Was gebührt wohl dem größten Detektiv der Welt? Natürlich die größte Sammlung der Welt! Bevor wir euch die Review zum neuesten Abenteuer “Das Testament von Sherlock Holmes” präsentieren, wollen wir euch noch etwas ganz Besonderes ans Herz legen. Daedalic Entertainment veröffentlichte im Juli die bekanntesten und spannendsten Abenteuer von Sherlock Holmes in einer einzigartigen Sammlung. Diese wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Euch erwarten viele Geheimnisse und Rätsel, die es zu lösen gilt. Doch seid ihr auch bereit für so viel mörderische Action? Findet es heraus und erfahrt in unserer Review, ob dieses Paket den Namen “Ultimate Collection” wirklich verdient hat.

Gut, Besser, Ultimate

Die Kollektion hat es wirklich in sich. Neben fünf Adventures und zwei Casual-Krimis der mehrfach ausgezeichneten Spielereihe von Entwickler Frogwares, gibt es auch zahlreiche Extras. Bereits die Verpackung macht einen netten Eindruck, denn das Spiel befindet sich in einer eleganten Falt-schachtel inklusive Best-Of-Soundtrack, Artworks sowie zusätzlichen Konzeptzeichnungen auf den Spiel-DVDs. Die Sprachoptionen sind dabei typischerweise Englisch und Deutsch.

In der Box enthalten sind folgende Klassiker:

  • Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper
  • Der Hund von Baskerville
  • Das Geheimnis des silbernen Ohrrings
  • Die Spur der Erwachten
  • Das Geheimnis des persischen Teppichs
  • Das Geheimnis der Mumie
  • Sherlock Holmes jagt Arséne Lupin

Sherlock Holmes jagt …

Als Spieler begibt man sich in die Rolle des berühmtesten aller Detektive und löst mit seinem Freund und Partner, Dr. Watson, seine bekanntesten Kriminalfälle. In über hundert Spielstunden erwacht das frühere viktorianische London des genialen Meisterdetektivs zu neuem Leben. Dabei müssen versteckte Hinweise gefunden und unzählige knifflige Rätsel gelöst werden, um die Mörder zu überführen. Dies ist eure Hauptaufgabe im Spiel, doch im Folgenden erfahrt ihr zunächst mehr über die Handlungen der jeweiligen Abenteuer:

Kommen wir erst zum bekanntesten Fall unseres Helden: London 1888. Eine Serie entsetzlicher  ungeklärterVerbrechen erschüttert den finsteren Stadtteil Whitechapel, ein von Armut, Prostitution und Einwanderung geprägtes Arbeiterviertel im East End. Die Opfer sind ausschließlich Prostituierte, die in den dunklen Gassen ihren Geschäften nachgehen. Nichts und niemand scheint den gefährlichen Mörder aufhalten zu können und die Stadt gerät immer mehr in Panik. Der Name des Massenmörders verbreitet bald Angst und Schrecken. Er lautet: Jack the Ripper. In dieser Notlage wenden sich die Polizisten von Scotland Yard an den berühmten Meisterdetektiv Sherlock Holmes.

Der Hund von Baskerville: Im 19. Jahrhundert in der Region Dartmoor, England, lastet auf der Familie Baskerville ein dämonischer Fluch, seit Sir Hugo Baskerville in der Zeit des Englischen Bürgerkriegs betrunken ein Mädchen zu Tode hetzte, das ihm nicht zu Willen sein wollte, und danach von einem geheimnisvollen Hund angefallen und getötet wurde. Seitdem treibt sich der Sage nach ein monströser, heulender Hund in den Mooren herum, die den Sitz der Familie umgeben. Charles Baskerville ist das neueste Opfer eines Jahrhunderte alten Fluches! Holmes muss den Fluch brechen, bevor er ein weiteres Opfer fordert und den geheimnisvollen Schleier des Herrenhauses von Baskerville lüften.

Das Geheimnis des silbernen Ohrrings: Eine Feier, ein Mord und panische Gäste. Der Brief eines befreundeten Aristokraten verschafft Holmes und Watson die Einladung zu einem Fest von Sir Melvyn Bromsby, einem exzentrischen Industriellen, der eines der größten Bau- und Architekturunternehmen im ganzen Empire betreibt. Als dieser jedoch seine Rede auf der Feierlichkeit beginnt, wird er durch einen Schuss getroffen und stirbt. Als Täterin steht seine Tochter im Fokus. Doch was hat es mit dem Ohrring auf sich?

Die Spur der Erwachten:  Alles ist ruhig und den großen Meisterdetektiv Sherlock Holmes plagt die Langeweile. Bedrückt durch den Trott der offensichtlich von Verbrechen vollkommen gesäuberten Hauptstadt des fortgeschrittenen 19. Jahrhunderts nimmt Holmes einen scheinbar eher uninteressanten Fall an: Nach dem Besuch eines Buchladens erwecken die Probleme eines Vertrauten von Watson – Patient Captain Stenwick – sein Interesse. Dieser vermisst seinen Diener Baowpa. Holmes beginnt nachzuforschen und kommt zu dem Schluss, dass der Bedienstete gewaltsam entführt wurde. Der großartige Detektiv wird hier mit einem neuen Kampf zwischen der Rationalität und dem Übernatürlichen konfrontiert. Was also verbirgt sich hinter dieser Entführung?

Das Geheimnis des persischen Teppichs: Im viktorianischen London des Jahres 1896 erhält Holmes einen Brief von Scotland Yard, in der er um die Hilfe bei einem Mordfall gebeten wird. Das Besondere daran ist, dass das Opfer in einem wertvollen Perserteppich eingewickelt wurde. Bei seinen Nachforschungen stößt Holmes auf ungewöhlich viele Verdächtige. War es die betrogene Freundin oder ein Auftraggeber des toten Künstlers? Schafft er es, das mysteriöse Verbrechen zu lösen, bevor der unheimliche Killer wieder zuschlagen kann?

Das Geheimnis der Mumie: Der berühmte Detektiv wird von seiner zukünftigen Cousine Elisabeth Montcalfe um Hilfe gebeten. Ihr Vater, ein bekannter Ägyptologe und Sammler, ist seit 6 Monaten spurlos verschwunden und soll angeblich den Freitod durchs Feuer gewählt haben. Doch Elisabeth glaubt nicht an einen Selbstmord. Holmes begibt sich also in das Herrenhaus des alten Lords, um den Vorfällen nachzugehen. Dabei stößt er auf zahlreiche seltsame Geschehnisse und tödlicher Gefahren, sowie eine wandelnde Mumie. Nun liegt es an Holmes die rätselhaften Ereignisse logisch zu verknüpfen und den Fall zu lösen.

Sherlock Holmes jagt Arséne Lupin: Hier misst sich Holmes mit Arséne Lupin, dem charmantesten und waghalsigsten Dieb der Welt. Holmes und Watson erhalten einen Brief von Lupin, welcher verschiedene Diebeszüge plant und damit Holmes herausfordert. Die beiden versuchen Alles, um diese Verbrechen zu verhindern. Doch trotz der daraufhin von der Polizei getroffenen Sicherheitsmaßnahmen gelingt es Lupin, seinen ersten Streich zu vollenden. Holmes bleibt daraufhin nichts anderes übrig, als nur der von Lupin ausgelegten Fährten zu folgen.

Anspruchsvolle Detektivarbeit

Mit der Hilfe seines Freundes Dr. Watson versucht Holmes durch die Untersuchung der Tatorte, das Sammeln von versteckten Hinweisen und das Lösen vieler Aufgaben und Rätsel, die Verbrecher zu überführen, zu verhaften und so die größten Rätsel der Kriminalgeschichte zu lösen. Dabei kann man die Abenteuer sowohl aus der Ego- als auch aus der Third-Person-Perspektive spielen. Man übernimmt auch abwechselnd die Kontrolle über Holmes und Watson, der hier ein vollwertiger Spielercharakter ist. Dies ist nichts für empfindliche Gemüter, denn Leichen und Tatorte müssen untersucht und der jeweilige Tathergang genau rekonstruiert werden.

Am Ende einer Untersuchung kann häufig aus einer Liste die richtige Lösung ausgewählt werden. Doch nicht nur an Tatorten wartet Detektivarbeit auf euch. Auch in seiner Wohnung in der Baker Street muss Holmes Rätsel lösen. Hierzu stehen ihm Aufzeichnungen der geführten Dialoge zur Verfügung, mit deren Hilfe z.B. der Zeitpunkt des Mordes sowie mögliche Motive ermittelt werden können. Auch sonst gibt es im Spiel viele knifflige Rätsel zu lösen. Diese können ganz unterschiedlich sein. Manchmal muss man mit bestimmten Gegenständen interagieren oder bestimmte Logikaufgaben lösen. Sie sind zwar vom Schwierigkeitsgrad her unterschiedlich, jedoch durchaus lösbar.

Unschöne Texturen und andere Verbrechen

Da in diesem Spiel besonders die Liebe zum berühmtesten Detektiv der Welt und seiner Fälle im Vordergrund steht, kann man durchaus über die eher bescheidene Grafik und die wenig ansprechenden Texturen hinweg sehen. Das Wichtigste ist ja, dass die düstere Stimmung auch den Raum erfüllt und man sich fühlt, als sei man mittendrin, im viktorianischen London, wo an jeder Ecke die geheimisvollsten Verbrechen lauern. Durch die gelungene Inszenierung funktioniert das wirklich gut.

Nicht ganz so gut funktioniert jedoch die Hinweissuche. Da kann schon einmal das ein oder andere Detail schnell übersehen werden. Wäre nicht ganz so tragisch, wenn es einen Fall dann nicht um gefühlte fünf Stunden verlängern würde. Da man pro Fall eh einige Stunden einplanen sollte, erklärt es sich von selbst, dass es hier Unmengen von Rätseln zu lösen gilt, man viele Dialoge führen muss und unzählige Hinweise darauf warten, gesammelt zu werden. Leider ist die Action jedoch häufig nur am Anfang wirklich gegeben. Es erscheinen so einige Szenarien, die wohl dem Spieler einen Schauer über den Rücken jagen sollen. Was dann folgt ist meist Detektivarbeit, bei der die grauen Zellen gefordert werden. Da sind noch einige Verbesserungen nötig, bis man da einen wirklich gelungenen Spannungsbogen erkennen kann. Jedoch sollte allein die Tatsache, dass man an der Seite von Holmes die größten seiner Fälle lösen darf, jedem Spieler eine gewisse Gänsehaut bescheren.

Fazit

Kurz und knapp: Es ist eine großartige Sammlung, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann und ein weiterer Beweis, dass ein gutes Spiel keine hochwertige Grafik haben muss, um wirklich überzeugen zu können. Der Spannungsbogen lässt zwar hin und wieder zu wünschen übrig, doch betrachtet man das Gesamtpaket, ist das wirklich eine Menge, was man da für sein Geld geboten bekommt.

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